Vorbei an Dagobertshausen wird die neue Kreisstraße zwischen Malsfeld (rechts im Bild) und Elfershausen (links) verlaufen, die als Autobahnzubringer eine Verbindung zwischen der Bundesstraße B 83 und dem Hochland darstellt. Mittels einer Uberführung muß die Kreisstraße 135 zwischen Elfershausen und der Kerngemeinde überquert werden. (Foto: Zweckverband)

STRASSENBAU

,,Kein St. Florians Prinzip"

Bindeglied zwischen dem geplanten Interkommunalen Gewerbegebiet Ostheim und der Bundesstraße 83 wird eine neue Kreisstraße, die zwischen Malsfeld und Elfershausen verläuft. Wo genau, dazu wurden drei mögliche Varianten vorgestellt.

MALSFELD • Ganze drei Besucher nutzeten am Dienstag die öffentliche Sitzung des Malsfelder Ortsbeirates, um sich in einer ersten Vorinformation über die Varianten des Trassenverlaufs des geplanten Autobahnzubringers von Ostheim zur
B 83 zu informieren. "Wir stehen ganz am Anfang" betonte Klaus Fleischhauer, Geologe bei der mit der Plantung beauftragtem Ingenieurgemeinschaft, gegenüber den Malsfelder Ortsbeiräten. Drei mögliche Trassenverläufe wurden in dieser Vorinformation anhand von Plänen vorgestellt. Verkehrslärm Variante 1 gehe dicht an die Ortslage heran, erläuterte Roland Grebe, Mitarbeiter der Ingenieurgemeinschaft.

An der engsten Stelle betrage der Abstand zu Malsfeld etwa 150 Meter. Weil von dort aus der entstehende Verkehrslärm in Malsfeld deutlich zu hören, die Kanonenbahntrasse und der Bauhof im Wege wären und auch der Bachlauf "Wolfersgraben" berührt würde, ,,können wir diese Variante vergessen". Ein "einigermaßen erträglicher Verkehrslärm" sei von der Variante 2 zu erwarten, die in 450 Meter Entfernung an Malsfeld vorbeiführen würde. ,,Dies ist die umweltverträglichste Variante", sprach sich Grewe dafür aus. Diese sei auch die kürzeste Variante. Ein gewaltiger Kostenfaktor sei eine Brücke über den Strauchgraben, dennoch orientiere sich die zweite Variante besser an der topografischen Lage, hier seien relativ wenig geschützte Landschaftsbereiche und Biotope betroffen.

Viele Einschnitte

Als sehr konfliktbeladen, was Natur- und Wasserschutz betreffe, bezeichnete Grebe die Variante 3, die mit ihrem sehr geraden Verlauf viele Einschnitte in die Landschaft erfordere.
Dabei handele es sich um einen Verlauf, der Elferhausen am nächsten und damit am weitesten von Malsfeld entfernt liege.
"Wir gehen davon aus, daß die Malsfelder nicht das St. Florians-Prinzip verfolgen", sagte Bürgermeister Herbert Vaupel.

Von weitem sichtbar

Die Variante 3 verlaufe zwar am weitesten entfernt von Malsfeld, wäre aber mit vielen Nachteilen verbunden, so Grebe.
Nachdem dieser Verlauf nicht in einem Einschnitt liege, würde diese Trasse von weitem einsehbar sein auch der Verkehrslärm würde aufgrund der Lage in beiden Ortsteilen zu hören sein. Es sei ein Trugschluß zu glauben, die am weitesten entfernte Trasse sei für die Malsfelder in Sachen Verkehrslärm die leiseste.
"Es gibt keine Überführungen, nur Unterführungen", sagte er im Hinblick auf die überquerrung der K 135, der kürzesten
Verbindung zwischen dem Ortsteil Elfershausen und der Kerngemeinde Malsfeld.

Bürger einbeziehen

Noch gilt es, informierte Kurt Stöhr, Geschäftsführer des "Zweckverbandes Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal", Anregungen und Bedenken aller Träger öffentlicher Belange- 39 an der Zahl- zu hören. Bei diesem Verfahren sei der Zweckverband bestrebt, den Bürgern möglichst viele Planungsschritte näherzubringen.

Quelle: HNA

 

 

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