Gewerbegebiet Ostheim

Falsche Versprechungen zu Gewerbegebiet und Autobahnzubringer

,,Für Lageristen oder Transportgewerbe, mit großen Flächenverbrauch sei das Gebiet nicht gedacht", wurde vom damaligen Bürgermeister Dietzel  und Mitglied im Zweckverband  in den Vorplanungen des Gewebegebietes Ostheim propagiert.


Um den Autobahnzubringer und dem Gewerbegebiet übertraf man sich mit Argumenten für den Bau, so war unter anderen der Rückbau von Straßen geplant um die Anwohner vor den eröhten Durchgangsverkehr zu entlasten.  Auf  den Rückbau der betroffenen Sraßen wurde aber aus unbekannten Gründen später verzichtet und setzte so die Anwohner den Verkehrslärm aus.
Ein Grund wird sicherlich der Unterhalt der Brücke in Obermelsungen sein, der bei einer Rückstufung der Straße zur Gemeindestraße die Melsunger Stadtkasse belasten würde, als Landstraße trägt aber weiter das Land Hessen die Kosten für die  Brücke. Melsungen war bekannt, dass bei einer Rückstufung der Straße auch die Kosten für die Brücke zu tragen sind, und legte bei den Planungen über den Rückbau der Straße von Elfershausen nach Obermelsungen keinen Widerspruch ein, sondern befürwortete das Projekt, obwohl eine kostengünstigere Alternative vom Autobahnzubringer Melsungen über Obermelsungen zur B 83 bestand. Auch die Gemeinde Malsfeld hätte bei einer Rückstufung von Straßen zur Gemeindestraße eine Vergrößerung seines Straßennetzes von fast 10 Km.

Eine Lärmaufzeichnung mit einen Messgerät vom Verkehrsclub Deutschland e.V. in Elfershausen!

Den Ausschlag für den Autobahnzubringer Ostheim gab unter anderen ein Umweltgutachten in dem die positive Öko-Bilanz bei gleichzeitigen Rückbau von  Landstraßen wie z.B. Elfershausen nach Obermelsungen hervorgehoben wurde!
Ärgerlich ist, das der Rückbau von Landstraßen in der Gemeinde Malsfeld nur in den Vorplanungen stand,  in der Öffentlichkeit z.B. in der HNA vom 08.06.1996 und im Klartext der SPD aus dem Jahr 04.2001 der Rückbau aber als Beschluß dargestellt.

ln Elfershausen wird seit Jahren, erst Recht nach mehreren Unfällen, die Forderung laut, den schnellen Durchgangsverkehr in der Hauptstraße zu verhindern. Durch den Rückbau der Verbindung nach Obermelsungen (L3324) wird der Beamtenschnellweg unterbrochen und der Zulieferverkehr von LKW's nach Malsfeld verhindert.
Quelle: SPD Klartext April 2001 Ausgabe 26

Der Bürgerentscheid vom 06.05.2001 wurde daher erheblich durch falsche Behauptungen beeinflusst, um ein scheitern für den Auotobahnzubringer mit allen Mitteln zu verhindern. Unverständlich auch, der Lkw Verkehr bekam ein Durchfahrtsverbot aus Richtung Ostheim nach Elfershausen, aber aus Obermelsungen in Richtung Elfershausen ist für den Lkw Verkehr freie Fahrt! Bürgermeister Vaupel erläuterte damals bei einer Ortsbeiratssitzung in Elfershausen den Autobahnzubringer:" Durch den Zubringer würde der Durchgangsverkehr durch Elfershausen verhindert, so Vaupel, künftig fahren durch Elfershausen nur noch Anwohner und Besucher''.
Bedingt durch die kürzere Entfernung und den Ampelanlagen wird von Pendlern aus Richtung Melsungen der Autobahnzubringer zur A 7 gemieden, und die kürzeste Strecke durch Elfershausen zur A 7 eingeschlagen. Es ist unverständlich, dass  Melsunger vor den Bau des Autobahnzubringers über erhöhten Verkehr klagten, und durch den Autobahnzubringer entlastet wurden jetzt aber selbst über Elfershausen zur A 7 fahren.

Den Preis für das Gewerbegebiet und Autobahnzubringer zahlen die Anwohner an der Hauptstraße in Elfershausen, mit Lärmmessung belegt. In Stoßzeiten fahren jetzt über 300 Fahrzeuge in der Stunde durch Elfershausen, von Entlastung keine Spur.


Nach über 10 Jahren stellt man leider fest, das man von Seiten der Politik nur haltlose Versprechen gab, um den Bürger in der Gemeinde Malsfeld das Bauvorhaben Autobahnzubringer Ostheim und Gewerbegebiet schmackhaft zu machen. Das Gewerbegebiet wird von den Logistikunternehmen beherscht, und weitere Erweiterungen im Logistikbereich der Fa. Reimer werden geplant, der Bau eines Burger King im Gewerbegebiet wertet das Gewerbegebiet nicht auf, sondern wird die umliegenden Straßen mit weiteren Müll bereichern.

 

Vorbei an Dagobertshausen wird die neue Kreisstraße zwischen Malsfeld (rechts im Bild) und Elfershausen (links) verlaufen, die als Autobahnzubringer eine Verbindung zwischen der Bundesstraße B 83 und dem Hochland darstellt. Mittels einer Uberführung muß die Kreisstraße 135 zwischen Elfershausen und der Kerngemeinde überquert werden. (Foto: Zweckverband)

STRASSENBAU

,,Kein St. Florians Prinzip"

Bindeglied zwischen dem geplanten Interkommunalen Gewerbegebiet Ostheim und der Bundesstraße 83 wird eine neue Kreisstraße, die zwischen Malsfeld und Elfershausen verläuft. Wo genau, dazu wurden drei mögliche Varianten vorgestellt.

MALSFELD • Ganze drei Besucher nutzeten am Dienstag die öffentliche Sitzung des Malsfelder Ortsbeirates, um sich in einer ersten Vorinformation über die Varianten des Trassenverlaufs des geplanten Autobahnzubringers von Ostheim zur
B 83 zu informieren. "Wir stehen ganz am Anfang" betonte Klaus Fleischhauer, Geologe bei der mit der Plantung beauftragtem Ingenieurgemeinschaft, gegenüber den Malsfelder Ortsbeiräten. Drei mögliche Trassenverläufe wurden in dieser Vorinformation anhand von Plänen vorgestellt. Verkehrslärm Variante 1 gehe dicht an die Ortslage heran, erläuterte Roland Grebe, Mitarbeiter der Ingenieurgemeinschaft.

An der engsten Stelle betrage der Abstand zu Malsfeld etwa 150 Meter. Weil von dort aus der entstehende Verkehrslärm in Malsfeld deutlich zu hören, die Kanonenbahntrasse und der Bauhof im Wege wären und auch der Bachlauf "Wolfersgraben" berührt würde, ,,können wir diese Variante vergessen". Ein "einigermaßen erträglicher Verkehrslärm" sei von der Variante 2 zu erwarten, die in 450 Meter Entfernung an Malsfeld vorbeiführen würde. ,,Dies ist die umweltverträglichste Variante", sprach sich Grewe dafür aus. Diese sei auch die kürzeste Variante. Ein gewaltiger Kostenfaktor sei eine Brücke über den Strauchgraben, dennoch orientiere sich die zweite Variante besser an der topografischen Lage, hier seien relativ wenig geschützte Landschaftsbereiche und Biotope betroffen.

Viele Einschnitte

Als sehr konfliktbeladen, was Natur- und Wasserschutz betreffe, bezeichnete Grebe die Variante 3, die mit ihrem sehr geraden Verlauf viele Einschnitte in die Landschaft erfordere.
Dabei handele es sich um einen Verlauf, der Elferhausen am nächsten und damit am weitesten von Malsfeld entfernt liege.
"Wir gehen davon aus, daß die Malsfelder nicht das St. Florians-Prinzip verfolgen", sagte Bürgermeister Herbert Vaupel.

Von weitem sichtbar

Die Variante 3 verlaufe zwar am weitesten entfernt von Malsfeld, wäre aber mit vielen Nachteilen verbunden, so Grebe.
Nachdem dieser Verlauf nicht in einem Einschnitt liege, würde diese Trasse von weitem einsehbar sein auch der Verkehrslärm würde aufgrund der Lage in beiden Ortsteilen zu hören sein. Es sei ein Trugschluß zu glauben, die am weitesten entfernte Trasse sei für die Malsfelder in Sachen Verkehrslärm die leiseste.
"Es gibt keine Überführungen, nur Unterführungen", sagte er im Hinblick auf die überquerrung der K 135, der kürzesten
Verbindung zwischen dem Ortsteil Elfershausen und der Kerngemeinde Malsfeld.

Bürger einbeziehen

Noch gilt es, informierte Kurt Stöhr, Geschäftsführer des "Zweckverbandes Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal", Anregungen und Bedenken aller Träger öffentlicher Belange- 39 an der Zahl- zu hören. Bei diesem Verfahren sei der Zweckverband bestrebt, den Bürgern möglichst viele Planungsschritte näherzubringen.

Quelle: HNA

 

 

 

SONDERGEBIET

Autohof als Inititalzündung?

Mit Schnellimbiß, Tankstelle, Motel und Rasthof soll's losgehen im Gewerbegebiet Ostheim. Mit den Stimmen der SPD-Mehrheit öffnete das Malsfelder Parlament am Donnerstag die Zufahrt für einen Autohof.

MALSFELD • Zu schade oder nicht? Das war die entscheidende Frage, um die sich die Diskussion in der Malsfelder Gemeindevertretung am Donnerstag drehte. Ist es schade drum ein Viertel Land des ersten Bauabschnitts des neuen Gewerbegebietes bei Ostheim für einen Autohof zu verwenden oder nicht? Nein, meinte die SPD-Fraktion und stimmte für die Äderung des Flächennutzungsplanes, um ein Sondergebiet Tank- und Rastanlage auszuweisen.

Das wertvolle Land sollte besser verwendet werden, argumentierten Gemeinschaftliste Hochland-Fuldatal, CDU und FWG einmütig, wobei die Hintergründe für diese Meinung voneinander abwichen. Bei der Abstimmung enthielten sich CDU und GL. Helmut MutschIer von den Freien Wählern stimmte gegen das Sondergebiet. "Große Hausnummern aus der Industrie" habe man den Parlamentariern versprochen, erinnerte Mutschler, "die nur so Schlange stehen, um dieses Filetstückchen zu erwerben." Jetzt würde das Interkommunale Gewerbegebiet angeboten wie sauer Bier.

,,Nicht gleich anbeißen"

Als erklärter Gegner des Gesamtprojektes Mittleres Fuldatal habe er zwar Verständnis dafür, daß die Befürworter froh seien, daß sich endlich ein ernsthafter Interessent gefunden habe, sagte Dr. Johannes Heyn von der GL, aber dennoch dürfe man nicht gleich beim ersten besten anbeißen. Eine Tank- und Rastanlage sei nun wirklich nicht das, was sich das Parlament vorgestellt habe. Ein Punkt, in dem ihm Heinz Schneider (SPD) beipflichtete. Jedoch wolle seine Fraktion das Gebiet "erst einmal mit Leben erfüllen' . Die SPD habe siech die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie sehe durchaus die Nachteile, aber eben auch die Vorteile.


Fraktionsvorsitzender Helmut Weber sprach von einer Initialzündung, die sich die Sozialdemokraten durch den Autohof erhoffen. Der solle mehr werden als nur eine Tankstelle. Immerhin sei in Rechnung zu stellen, daß Arbeitsplätze entstünden betonte Schneider, ungefähr um die einhundert. Zwar viele minderer Qualifikation "aber gerade die werden gebraucht".
Ganz anders sieht das CDU Fraktionsvorsitzender Klaus Rehs. Erste Priorität sollte sein innovative Industrie anzusiedeln, um qualifizierte Arbeitsplätze entstehen zu lassen. "Wir wollen keine flächenverbrauchenden Betriebe." Zudem bediene ein Autohof keinen neuen Markt, sondern schaffe Konkurrenz zu Unternehmen in der Umgebung, selbst zu einem am Ort, das in jüngster Zeit erheblich investiert habe. Nicht zu vergessen sei das Mehr an Lärm durch den ein- und ausfließenden Verkehr. Und das direkt bei den Ostheimern vor der Haustür, ergänzte Dr. Heyn. Hektik, Abgase und Lärm würden direkt ans Dorf geholt. Außerdem müsse man differenzieren zwischen Vollzeit-Arbeitsplätzen und 630-Mark-Jobs. Wenn schon Gewerbegebiet, dann müsse man das Land so teuer wie möglich verkaufen "und nicht für'n Appel und 'n Ei." Genau, man könne die Fläche nur einmal verkaufen, ergänzte Hilmar Dobslaw für die CDU. Wenn schon Landschaftsverbrauch, dann nur für wirklich gute Zwecke.

Lärmschutz

Eine Argumentation, die Bürgermeister Herbert Vaupel "wankelmütig" nannte. Der Markt richte sich nun einmal nach Angebot und Nachfrage. Der Autohof sei für das Leben im Gewerbegebiet nicht zu unterschätzen. Marktanalysen hätten ergeben, daß Bedarf bestehe. Weil die Verkehrszählung erst läuft, sei es "einfach verfrüht zu sagen, daß Ostheim dadurch mehr belastet wird." Richtung Norden erhalte der Ort vor der Ausfahrt Lärmschutz, versprach der Verwaltungschef.

Quelle: HNA

 

 

 

AUTOBAHNANSCHLUSS/GEWERBEGEBIET

Konzept zeigt konkrete Vorschläge

Über 40 Jahre wird ein Autobahnanschluß bei Ostheim mit wechselnder Intensität diskutiert. Jetzt endlich werden konkrete Planungen angestellt, ihn auch zu verwirklichen.


MELSUNGEN • In den zurückliegenden Wochen haben Kreis, Straßenbauamt und die beteiligten Kommunen ein erstes Konzept erarbeitet, auf dessen Basis ein kompliziertes Geflecht verschiedener Vorhaben verwirklicht werden soll: dazu zählen die Ausweisung eines gememsamen Gewerbegebietes der Kommunen des Kreisteils Melsungen bei Ostheim ein neuer Autobahnanschluß dort, ein Zubringer von der A 7 zur B 83 beim Gut Fahre und die Beseitigung der Gefahren auf der Gefällstrecke des Autobahnzubringers der B 253 nach Melsungen.

Quelle: HNA

Zur Diskussion

Das Konzept solle jetzt, so Hans-Georg Korell, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung beim Schwalm-Eder-Kreis, in den beteiligten Kommunen Melsungen, Malsfeld, Morschen, Spangenberg, Felsberg und Körle sowie mit Bund und Land diskutiert werden. Ziel ist zunächst, das Gewerbegebiet über ein Ergänzungsverfahren im Regionalen Raumordnungsplan zu verankern. Im Bundesverkehrswegeplan soll die Variante der Teilortsumgehung Melsungen bei Obermelungen heraus-, dafür der Autobahnanschluß Ostheim aufgenommen werden. Beide Varianten würden etwa gIeich viel kosten: rund 20 Millionen Mark, wobei auch Umweltaspekte für Ostheim sprechen würden (siehe Kasten).

Rückstufungen

Das jetzt erarbeitete Konzept sieht vor, dem Bund den Bau des neuen Anschlusses und des Zubringers bei Ostheim weiter Einsparungen - etwa durch die Rückstufung bestehender Straßen - schmackhaft zu machen. Welche Klassifizierung die Straßen dann haben sollen und wer für ihre Unterhaltung aufkommen müßte, wird anhand nebenstehender Grafik
erläutert.

Gesetzt den Fall, der Anschluß Ostheim würde annährend nach dem vorliegenden Konzept gebaut, so würde sichtrotz des neuen, über fünf Kilometer langen Zubringers, das Straßennetz des  Bundes unterm Strich nur um knapp 500 Meter
verlängern. Der Grund: Die heutige B 253 von der Autobahn bis nach Melsungen würde zur Landesstraß abgestuft.
Doch auch Land und Kreis verlören Teile  des unterhaltpflichtigen Straßennetzes: beim Land wären es knapp 6.7 Kilometer, beim Kreis 3,4 Kilometer weil bisherige Straßen zu Gemeindestraßen herabgestuft würden. Dafür würde Melsungen 3.5
Kilometer von der heutigen L 3224 und der K 29 hinzubekommen. Am stärksten betroffen wäre aber Malsfeld: Das gemeindliche Straßennetz würde durch die Hochlandstraßen, die wegen des Zubringers entbehrlich würden, um knapp zehn Kilometer anwachsen.

Auch Felsberg würde rund 400 Meter hinzubekommen. Klar scheint aber, daß Malsfeld von der Neuordnung besonderst sonders stark betroffen wäre. Nicht nur, daß die Fläch des gemeinsamen Gewerbegebietes voll auf seinem Gemeindegebiet liegt, auch der neue Autobahnzubringer verliefe fast ausschließlich über die Malsfelder Gemarkung, zudem recht nah beim Bahnhof an der Kerngemeinde Malsfeld vorbei. Um dort die Belastungen der Anwohner zu senken , so KorelI,  solle die Straßentrasse noch weiter von der Ortslage entfernt zur Fulda geführt werden, wo neben der alten Eisenbahnbrücke eine neue Brücke zur B 83 gebaut werden mußte.
Allerdings: Wo Schatten ist, ist auch Licht: Die Hochlanddörfer würden mit einen Schlag vom Durchgangsverkehr entlastet, der dann auf dem neuen Zubringer rollen könnte. Mit aufgenommen wurde in das Konzept folgerichtig die Ortsumgehung für Ostheim, weil bei einem BAB-Anschluß dort der Verkehr auch Richtung Homberg fließen würde und in der engen Ortsdurchfahrt Ostheim ein undurchdringliches Nadelöhr fände.

Zeitplanung für das Gemeinschafts-Projekt

Nach dem jetzt vorliegenden Konzept soll das Projekt .,Gewerbegebiet - Autobahnanschluß-Zubringer" nach folgendem Zeitplan vorangetrieben werden: Bis zu den Sommerferien wird es in den Kommunen  diskutiert , direkt nach der Sommerpause soll es der Planungsversammlung Nordhessen vorgelegt, sofort danach soll die Offentlichkeit an dem Verfahren beteiligt werden. Bis Endne 1996 soll das Vorhaben in die Regionale Raurmordnungsplanung aufgenommen sein.
Unverzüglich nach einem Gespräch aller beteiligten Kommunen und des Kreises im Februar wollte das Kasseler Amt für Straßen- und Verkehrswesen Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsmmisterium mit dem Ziel aufnehmen, die Voraussetzungen für die Umsetzung der neuen Verkehrskonzeption zu errichten.


In Bonn freilich ist man bis heute lediglich in groben Zügen über das Vorhaben informiert, erfuhr die HNA bei einer Anfrage im Bundesverkehrsministerium. Eine Sprecherin verwies darauf, daß dem Bund eine ganze Fülle von Anträgen auf zusätzliche Autobahnauffahrten vorlägen. Der Bund würde dem Land Hessen eine bestimmte Summe für Straßenbaumaßnahmen zur Verfügung stellen. Die zu erplanen und nach der eigenen Dringlichkeitsliste auszugeben sei Sache des Landes Hessen Zeitvorgaben, ob und wann zu einem Autobahn-Anchluß Ostheim komme, konnte die Sprecherin der Bundesbehörde nicht machen.
Kurt Kistner, Leiter des Ministerbüros von Hessen Wirtehaftsminister Klemm, äußerte sich eher vorsichtig, was die Finanzierung neuer Vorhaben angehe. Beispielhaft nannte er den Bau einer neuen Rheinbrücke bei Worms: Das Baurecht dafür liegt vor, beide beteiligten Länder sind sich einig, dem Bau steht - außer dem fehlenden Geld - nichts im Weg
Trotzdem, so Kistner, hat der Bund eine Förderung "nicht vor dem Jahr 2001" in Aussicht gestellt.

Umweltdaten sprechen für Ostheim

Eine Gegenüberstellung der verkehrswirtschaftlichen  und umweltrelevanten Daten des gegenwärtigen Zustandes und der Situation beim Bau der Variante Ostheim sprechen eindeutig für den neuen Autobahnanschluß. So würde nach einer
Aufstellung des Kasseler Amtes für Straßen- und Verkehrswesen das Straßennetz von 106 auf 88 Kilometer schrumpfen, weil Straßen zurückgestuft, zurückgebaut und ganz beseitigt werden könnten. Die Gesamtfahrzeit beträgt zur Zeit 1189
Stunden, bei der Variante Ostheim wären es nur 915 Stunden. Die Kapazität des Straßennetzes würde durch den Zubringer und neuen Anschluß von heute 30.462 Fahrzeugen auf 30.567 steigen, die Lärmimmission von 2901 auf 2447 Dezibel je
Stunde gerechnet auf das gesammte Straßennetz zurückgehen.

Die Kohlenstoff-Emissionen würden von heute 225 auf dann 182 Kilogramm pro Stunde sinken, steigen würde lediglich die Stickoxyde von 33 auf 34 Kilogramm pro Stunde. Heute entstehen auf den betroffenden Straßen jährlich Unfallschäden von 13,22 Millionen Mark. Beim Bau der Variante Ostheim würden sie, so der Sraßenplaner, auf 11,83 Millionen Mark im Jahr sinken.

Quelle: HNA

 

 

GEWERBEGEBIET OSTHEIM/KLEMM:

Verzicht auf andere Flächen nötig

Melsungen  Hessens Wirtschaftsminister hat sein Haltung bekräftigt, daß eine Realisierung des Gewerbegebietes Ostheim und die Schaffung eines neuen Autobahnzubringers dort von einem schlüssigen Konzept abhängig ist, das von den Kommunen der Region erarbeitet werden müßte. Grundsatzlich. so Klemm in seinem Antwortschreiben an die Abgeordneten, stünden im Raum Melsungen ausreichend Zuwachsflächen für Industrie und Gewerbe zur Verfugung.

Nur wenn auf Teile dieser Flächen verzichtet werde,  könne bei Ostheim ein neues Gewerbegebiet aus gewiesen werden.
Klemm listet auf, daß Melsungen über 24 Hektar plus rund zwölf Hektar Reservefläche, Wabern über 26 Hektar, Borken über 76 Hektar, Fritzlar über 26 Hektar und Homberg über 18 Hektar Reserveflächen verfügen. Der Minister wörtlich: ,, Wenn die Regionn eine Abweichung zur Regionalplanung zugunsten der Aufnahme des Gewerbegebietes Malsfeld/Ostheim erreichen will, müßte sie auf derzeit regionalplanerisch abgesicherte gewerbefläche Zuwachsflächen in entsprechenden Umfang verzichten.“

Rund 50 Hektar groß ist die Fläche neben der A 7(links ) bei .Ostheim, die als gemeinsames Gewerbegebiet für Melsungen, Malsfeld und Morschen in frage käme. Voraussetzung ist jedoch ein direkter Autobahnanschluß und der Verzicht benachbarter Kommunen auf bereits planungsrechtlich abgesicherte Gewerbeflächen, sagt Wirtschaftsminister Klemm.  (Foto: Müller- Neumann)

Damals kein Bedarf

Die Landesregierung habe Ostheim aus dem Regionalen Raumordnungsplan ( RROP) gestrichen, weil zum damaligen Zeitpunkt kein Bedarf erkennbar gewesen sei. Nachträglich  könnte das von Melsungen, Malsfeld und Morschen gemeinsam angestrebte Gewerbegebiet  im Rahmen der nächsten Fortschreibung des RROP oder durch ein Abweichungsverfahren ermöglicht werden. Vorher müsse aber ein eindeutiges Konzept der Region zur Verkehrsanbindung vorliegen, um die Frage des Autobahnanschlusses zu klären. Die rund 50 Hektar umfassende mögliche Fläche des Gewerbegebietes liege, so Klemm, zwar direkt neben der Autobahn, habe aber keinen Anschluß. Sie sei nur über die Abfahrt Melsungen und die Ortsdurchfahrten Obermelsungen und Elfershausen beziehungsweise Malsfeld und Dagobertshausen zu erreichen. Sowohl der gewerbliche als auch der Pendlerverkehr würden erhebliche Probleme in diesen Orten schaffen. Vorraussetzung für das Gewerbegebiet Ostheim sei daher entweder ein direkter Autobahnanschluß oder eine Umgehung der genannten Orte.

600 dagegen

Zwar würde der Anschluß Ostheim von den Kommunen eindeutig einer Teilortsumgehung Melsungen vorgezogen, andererseits hätten sich aber 600 Bürgerinnen und Bürger Malsfelds gegen den Anschluß Ostheim ausgesprochen. Die Kommunen der Region müßten nun in Zusammenarbeit mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Kassel ein Konzept entwickeln, daß die Übernahme bestehender Bundesstraßen ( B 83/b 253) durch die Kommunen und eine bessere verkehrliche Entlastungswirkung des Zubringers Ostheim gegenüber der Teilortsumgehung MeIsungen vorausgesetzt, rläuterte Klemm.
Grundsätzlich. so der Minister, befürworte das Land Bestrebungen von Kommunen zur gemeinschaftlichen Entwicklung von Gewerbegebieten weil die eingesetzten Mittel dadurch sowohl ökonomisch sinnvoller genutzt würden. Zudem seien bei einer größeren Fläche die Akzeptanz und die Vermarktungschancen deutlich höher als bei mehreren kleinen. Deshalb stehe das Land der Absicht Melsungens, Malsfelds und Morschens auch prinzipiel positiv gegenüber.

GEWERBEGEBIETE MELSUNGEN

Fünf Firmen wollen expandieren - Platz reicht nicht

Auf Anfrage der Grünen hat Bürgermeister Karl Heinz Dietzel einen Überblick über  den aktuellen Bestand an Gewerbeflächen in Melsungen gegeben. Fazit: Der gegenwärtige Bestand reicht nicht.

MELSUNGEN • Dem Melsunger Magistrat sind insgesamt fünf einheimische Betriebe bekannt, die in absehbarer Zeit expandieren oder  einen anderen Standort innerhalb der Stadt umsiedeln wollen. Sie haben Erweiterungwünsche für eine Gesamtfläch von 160 000 Quadratmeter angemeldet. Weil derzeit nur 145 000 Quadratmeter zur Verfügung stehen, können die geäußerten Wünsche nicht in vollem Umfang erfüllt werden.
Mit dies n Aussagen beantwortete Bürgermeister Karl Heinz Dietzel  während der Parlamentssitzung am Montag eine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen.


In den letzten Monaten, so Dietzel weiter, haben sich vier auswärtige Unternehmen in Melsungen nach Ansiedlungsmöglichkeiten erkundigt und einen Flächenbedarf von rund 48 000 Quadratmeter angemeldet. In den vergangenen zehn Jahren haben ich etwa zehn Unternehmen nach Ansiedlungmöglichkeiten in der Stadt erkundigt, ohne daß es letztlich zu vertiefenden Gesprächen kam, berichtete Dietzel. Angaben darüber, wieviele Firmen letzllich wegen fehlender Gewerbeflächen nicht nach Melsungen gekommen sind, seien daher nicht möglich. Im gleichen Zeitraum seien zwei Unternehmen aus Melsungen abgewandert, ob wegen fehlender Erweiterungsflächen, ist offen.

Auenschutzgebiet

Das künftige Gewerbe- und Industriegbiet Buschberg ist laut Dietzel 30 Hektar groß, die gesamte Fläche wird zur Zeit
noch Iandwirtschaftlich genutzt. Rund acht Hektar davon Iiegen im Auenschutzgebiet der Fulda und sollen darum nicht
für eine Bebauung genutzt werden, sondern als Ausgleichsfläche verwendet werden. Durch in naturnahe
Umwandlung dieses Gebietes werde dem Gedanken des Landschaftschutzgebiet weit mehr Rechnung getragen, als es bei der derzeitigen Nutzung der Fall sei, betonte der Verwaltungschef.
in Gesprächen mit dem hessischen Wirtschaftsminister Klemm hatte die Stadt signalisiert, daß auf die Nutzung des Gewerbegebietes Buschberg im Fuldatal dann verzichtet werden könnte, wenn das Gewerbegebiet Ostheim in
überschaubarer Zeit, sprich in drei Jahren ausgewiesen werden könne .

Quelle: HNA

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