Malsfelder Werkstätten

Baunataler Diakonie Kassel schafft in Malsfeld 135 Arbeitsplätze für behinderte Menschen

Baunatal / Malsfeld. Für behinderte Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis, die bei der Baunataler Diakonie Kassel (BDK) arbeiten, werden die täglichen Wege ab Frühsommer 2011 deutlich kürzer.

Im Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal an der Autobahn 7 bei Ostheim wurde mittlerweile der Grundstein für die Malsfelder Werkstätten gelegt.

Damit nimmt das Vorhaben nach langer Planungsphase Formen an. Bereits seit 2003 arbeitet das kirchlich-diakonische Unternehmen an der Entwicklung und Finanzierung seines neuen Standorts Malsfeld. Gut fünf Millionen Euro soll der Neubau kosten. 2,2 Mio. steuert der Landeswohlfahrtsverband bei, weitere Geldgeber sind das Land, die evangelische Landeskirche und die Arbeitsverwaltung.

In dem sternförmigen Hallenkomplex sollen 135 geistig, seelisch und mehrfach behinderte Menschen wohnortnah Beschäftigung finden. Auch eine Tagesförderstätte wird geschaffen, um Klienten, die nicht arbeiten können, eine sinnvolle Tagesstruktur zu ermöglichen. Zwei Drittel der künftigen Belegschaft werden vom Baunataler Stammhaus, ein Drittel wird aus den Waberner Werkstätten nach Ostheim wechseln.

"Wir wollen näher an unseren Klienten und Beschäftigten sein", begründet BDK-Vorstandsmitglied Harald Thiel den Schritt nach Malsfeld. Ein weiterer Grund ist nach seinen Worten eine "massive Überbelegung" am Standort Baunatal. Dort werden zudem längere Wartelisten geführt, sagt Thiels Vorstandskollege Joachim Bertelmann, sodass es auch mit den zusätzlichen Plätzen in Malsfeld keine freien Arbeitsstellen geben dürfte. Thiel geht davon aus, dass nach der Fertigstellung der Malsfelder Niederlassung noch 360 Menschen in Baunatal arbeiten werden, womit man weiterhin ausgelastet sei. Zurzeit seien es 400.

Vor dem jüngsten Umbau des Komplexes in Altenbauna waren dort sogar 480 tätig. Für ganz Hessen sei eine Zunahme von Klienten mit geistigen und insbesondere seelischen Behinderungen zu verzeichnen, sagt Evelyn Schönhut-Keil, Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes.

Die Förderpolitik gehe dahin, jedem einzelnen Betroffenen nach dessen Bedarf und Fähigkeiten eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten. Welche Auftraggeber in Malsfeld für Beschäftigung sorgen werden, das wird laut Thiel momentan verhandelt. Die BDK sei unter anderem in Gesprächen mit B. Braun Melsungen darüber, ob sich das bisherige Auftragsvolumen des Konzerns ausweiten lasse.

Tag für Tag legen die Fahrdienste der Baunataler Diakonie Kassel 5000 Kilometer zurück, um behinderte Menschen in Nordhessen zur Arbeit und wieder nachhause zu bringen. Durch den Standort Malsfeld werden einige Wege kürzer, denn dort sollen vor allem Menschen mit Behinderung aus dem Schwalm-Eder-Kreis tätig sein, die zurzeit in Baunatal und Wabern arbeiten. (asz/ing)

Quelle HNA

 


135 behinderte Menschen sollen ab 2011 in Malsfelder Werkstätten arbeiten

Ostheim. Für behinderte Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis, die bei der Baunataler Diakonie Kassel (BDK) arbeiten, werden die täglichen Wege ab Frühsommer 2011 deutlich kürzer werden. Im Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal an der A 7 bei Ostheim wurde am Dienstag der Grundstein für die Malsfelder Werkstätten gelegt.

Sternförmiger Hallenkomplex für Mitarbeiter mit Handicap: Am Modell von links Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel, Zweckverbandsvorsitzender Klaus Stiegel, Vorstandsmitglied Harald Thiel vond er Baunataler Diakonie Kassel, Erste Beigeordnete Evelyn Schönhut-Keil (LWV), Architekt Wilmar Rüttger, Landrat Frank-Martin Neupärtl, Kirchenkreisdekan Rudolf Schulze sowie Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender BDK Foto:  Schwarz

Damit nimmt das Vorhaben nach langer Planungsphase Formen an. Bereits seit 2003 arbeitet das kirchlich-diakonische Unternehmen an der Entwicklung und Finanzierung seines neuen Standorts Malsfeld. Gut fünf Millionen Euro soll der Neubau kosten. 2,2 Mio. steuert der Landeswohlfahrtsverband bei, weitere Geldgeber sind das Land, die Evangelische Landeskirche sowie die Arbeitsverwaltung.

In dem sternförmigen Hallenkomplex sollen 135 geistig, seelisch und mehrfach behinderte Menschen eine wohnortnahe Beschäftigung finden. Auch eine Tagesförderstätte wird geschaffen, wo für nicht produktiv einsetzbare Klienten eine sinnvolle Tagesstruktur ermöglicht werden soll. Zwei Drittel der künftigen Belegschaft werden vom Baunataler Stammhaus, ein Drittel wird aus den Waberner Werkstätten nach Ostheim wechseln.

„Wir wollen näher an unseren Klienten und Beschäftigten sein“, begründete BDK-Vorstandsmitglied Harald Thiel den Schritt nach Malsfeld. Ein weiterer Hintergrund ist nach seinen Worten eine „massive Überbelegung“ am Standort Baunatal. Dort werden zudem längere Wartelisten geführt, sagte Thiels Vorstandskollege Joachim Bertelmann, sodass es auch mit den zusätzlichen Plätzen in Malsfeld keine freien Arbeitsstellen geben dürfte.

Für ganz Hessen sei eine Zunahme von Klienten mit geistigen und insbesondere seelischen Behinderungen zu verzeichnen, sagte Evelyn Schönhut-Keil, Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes. Die Förderpolitik gehe dahin, jedem einzelnen Betroffenen nach dessen Bedarf und Fähigkeiten eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten.

Welche Auftraggeber in Malsfeld für Beschäftigung sorgen werden, das wird laut Thiel im Augenblick verhandelt. Die BDK sei unter anderem in Gesprächen mit B. Braun Melsungen darüber, ob sich das bisherige Auftragsvolumen für den Konzern ausweiten lasse.

Landrat Frank-Martin Neupärtl äußerte sich erfreut über den Zuwachs am interkommunalen Logistikstandort an der A7. Es gebe keinen besseren und verkehrsgünstigen Platz für solch eine Einrichtung, meinte Neupärtl.

Tag für Tag legen die Fahrdienste der Baunataler Diakonie Kassel 5000 Kilometer zurück, um behinderte Menschen in Nordhessen zur Arbeit und wieder nachhause zu bringen.

Von Axel Schwarz

Hintergrund: Drittes Standbein im Schwalm-Eder-Kreis

Neben den Waberner Werkstätten (176 Mitarbeiter) und dem Integrationsbetrieb Zwestener Löwnsprudel (etwa 25 Stellen) werden die neuen Malsfelder Werkstätten (135 Arbeitsplätze) das dritte Standbein der Baunataler Diakonie Kassel im Schwalm-Eder-Kreis werden. Am Stammsitz Baunatal gibt es Arbeit für 400 behinderte Beschäftigte. Insgesamt betreut die BDK 1400 Menschen mit geistiger, seelischer und mehrfacher Behinderung und unterhält außerdem 750 Wohnplätze. Alles in allem sind 2800 Menschen in dem Unternehmen tätig. (asz)

Quelle HNA

 

Umzüge schaffen Luft für Logistik

2011 werden rund 90 Arbeiter der Baunataler Diakonie Kassel in neue Werkstatt in Malsfeld wechseln

Malsfeld/Baunatal. Wer ein körperliches oder geistiges Handicap hat, muss oft beschwerlich lange Wege zur Arbeitsstelle in Kauf nehmen. Der Fahrdienst der Baunataler Diakonie Kassel sei täglich 5000 Kilometer unterwegs, sagt Georg Daher, Einrichtungsmanager der kirchlich-diakonischen Einrichtung, die in Nordhessen behinderten Menschen Arbeit und Wohnung bietet. Beschäftigte der Baunataler Werkstätten benötigten bis zu 1,5 Stunden zur Arbeitsstelle, ergänzt Werkstattleiter Oliver Pick.

Eintüten für VW: Matthias Berndt (links) und Markus Knop (rechts) verpacken unter den Augen von Werkstattleiter Oliver Pick, dem Diakonie-Bereichsleiter Arbeit, Armin Gutwald, und Minister Jürgen Banzer (von links) Kunststoffbolzen. Fotos:  Dilling

Für rund 90 von ihnen werden 2011 die Wege deutlich kürzer. Sie ziehen in die dann fertiggestellte neue Behindertenwerkstatt im Industriegebiet des Malsfelder Ortsteils Ostheim um. Weitere wechseln aus der Diakonie-Werkstätte Wabern nach Malsfeld. In einem terminalartigen Komplex, der 4,6 Millionen Euro kosten wird, entstehen dort 120 Arbeitsplätze für behinderte und 15 weitere für schwerbehinderte Menschen.

Hessens Staatsminister Jürgen Banzer hat gestern den Diakonie-Vorständen Pfarrer Joachim Bertelmann und Harald Thiel einen Bewilligungsbescheid über 1,3 Millionen Euro übergeben.

„Wir sind auf dem Weg zu kleinteiligeren Strukturen, weg von den Rieseneinrichtungen“, sagte Banzer. Es gehöre zum neuen Konzept des Landes Hessen, behinderten Menschen mehr Entscheidungsfreiheit dafür zu geben, was sie und wo sie arbeiten und leben wollen. Dieses Ziel verfolgt auch die Baunataler Diakonie. Von den ehemals bis zu 500 Beschäftigten in den Baunataler Werkstätten verbleiben 380. Außerdem werden bis zu 15 Mitarbeiter aus dem Betreuungsbereich und der Technik nach Malsfeld wechseln.

Der personelle Aderlass bedeute aber keinen Leerstand, sagt Pick. Die Einrichtung sei ohnehin nur auf 300 Beschäftigte ausgelegt. Außerdem erhalte man so zusätzlichen Raum, um Komponenten, die in der Werkstatt montiert und dann an andere Auftraggeber geliefert werden, zwischenzulagern. Baunatal könnte so zum Logistikzentrum für alle Arbeitseinrichtungen der Diakonie werden. (nh)

Von Peter Dilling

Quelle www.hna.de

 

 

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