Kirchengemeinde Elfershausen

Kirche in Elfershausen wurde für 220.000 Euro saniert

Malsfeld. Kaum zu glauben, dass dort, wo die Elfershäuser Christen ihre Gottesdienste feiern, mal ein Bagger gearbeitet hat. Der hat den Boden 80 Zentimeter tief abgetragen, bevor im Jahr 2008 eine umfassende Innensanierung begann.
Als vor Jahren unter den Füßen der ehemaligen Küsterin Christa Schmidt der Holzfußboden einbrach, entdeckte man die schweren Schäden. „Wir hatten den fiesen Hausschwamm in der Kirche“, sagt eine Kirchenvorsteherin. Der „echte Hausschwammbefall“ war im August 2008 im Mauer- und Fußbodenbereich festgestellt worden. Der Holzfußboden war morsch und voller Schimmel.

Sie freuen sich über die gelungene Sanierung der Elfershäuser Kirche: von links Jagdvorstand Friedrich Wenderoth, die Kirchenvorsteher Willi Scholl, Brigitte van der Steen, Pfarrerin Kirsten Bingel, die Kirchenvorsteherinnen Karin Reichmann, Ilona Weisel, Edelgard Eckert und Kirchältester Wilfried Schmidt vor dem Sandbild. Bild: Schaake

Der Schwamm wurde bekämpft, auf 80 Zentimetern Schotter wurde ein neuer Sandsteinfußboden verlegt, der gut mit den neuen Farben harmoniert. Die Farben der Wände und Decken wurden aufgefrischt. Der Vorraum wurde abgerissen, neue Heizkörper und Lampen installiert.

Bereits 1973 war nach Schwammbefall das Kirchenschiff samt Gestühl und Heizung erneuert worden. Altar und Taufstein wurden neu errichtet. „Eine unendliche Geschichte“, sagt Pfarrerin Kirsten Bingel zu den Bauarbeiten in all den Jahren. Heute freuen sich alle über ein neues Schmuckstück und eine gelungene Sanierung des Baudenkmals. „Ich fühle mich hier wohl, und ich feiere gern hier Gottesdienst“, sagt die Pfarrerin.

Als das Gotteshaus im November 2011 nach dreijähriger Stilllegung durch Landesbischof Dr. Martin Hein wieder eingeweiht wurde, schlug Architekt Helmut Spitze ein Buntglasfenster hinter dem Taufstein vor. „Das war eine tolle Idee”, sagt die Pfarrerin. Nun sei das kürzlich eingeweihte Fenster das i-Tüpfelchen, der krönende Abschluss aller Arbeiten, ein schöner Schlusspunkt.

„Ein Ort der Ruhe“, sagt Kirchenvorsteherin Brigitte van der Steen: „Ich genieße es, hier zu sitzen. Schön, dass wir hier ganz tolle Gottesdienste feiern können.“
Und Kirchenvorsteherin Karin Reichmann ergänzt: „Das neue Fenster setzt einen Akzent, unser Sandbild ist eine besondere Attraktion.“ 13 Frauen hatten dieses Sandbild 2010 geschaffen - das letzte Abendmahl, ein Ausschnitt aus Conrad von Soests berühmtem Flügelaltar in Bad Wildungen.

„Wir können unserer Gemeinde ein schönes Kirchlein übergeben“, sagt Ilona Weisel vom Kirchenvorstand. Man sei dankbar, dass die Renovierung erfolgreich abgeschlossen sei „und die Akustik sehr schön geworden ist“. Kirchenvorsteherin Edelgard Eckert freut sich darüber, „dass sich unsere Kirche zum Dorfmittelpunkt entwickelt hat, und die wohlige Atmosphäre passt zu unserer Kirche“. „Ich fühle mich hier zu Hause“, sagt der Kirchenälteste Wilfried Schmidt beim Blick in das Gotteshaus.

Quelle: HNA

Bischof ist Pate

Kirchensanierung in Elfershausen soll weitergehen

ELFERSHAUSEN. Nach der Einweihung der Kirche in Elfershausen sammelt die 300-köpfige evangelische Gemeinde weiter Geld für das Gotteshaus. Grund: Die äußeren Wetterseiten des Gebäudes müssen erneuert werden, damit der gerade wegsanierte Hausschwamm nicht noch einmal eine Chance hat, ins Gebäude einzudringen. 70 000 Euro sind nach Angaben der Gemeinde dafür nötig.

Mehr als die doppelte Summe hatte der Förderkreis zum Erhalt der Kirche für die Innensanierung bei Spendenaktionen und aus Fördertöpfen beschafft. Dieser Erfolg soll nun fortgeschrieben werden. Einen Anfang hat Pfarrerin Kirsten Bingel bereits gemacht: Die Hobbyfotografin, die bereits etliche Kalender herstellte, hat einen für 2012 mit vielen Bildern aus der Region vorgelegt.


Für den August fand sie dafür als Motiv eine blühende Sommerwiese samt Sonnenblume im Vordergrund und der Kirchturmspitze von Dagobertshausen im Hintergrund. Der Kalender wird zugunsten der Kirchensanierung verkauft. Er ist für 5,50 Euro im Pfarramt Dagobertshausen erhältlich. Und noch etwas haben Kirsten Bingel und ihre Mitstreiter erreicht: Bei der Einweihung der Kirche mit über 200 Gästen ließ sich Bischof Prof. Dr. Martin Hein eine Steinpatenschaft über eine Fußbodenplatte vor dem Treppenaufgang zur Kanzel schenken, die er per Unterschrift besiegelte.

Unterschreibt die Steinpatenschaft: Bischof Prof. Dr. Martin Hein in Elfershausen, in der Mitte Pfarrerin Kirsten Bingel und rechts Kirchen-Vorsteherin Karin Reichmann.


Erst anschließend eröffnete ihm Kirsten Bingel, dass zu einer Patenschaft auch die Verpflichtung gehört, einmal im Jahr zum Putzen des Fußbodens vorbei zu kommen. Der Bischof habe dies mit fröhlichem Schmunzeln quittiert, teilte die Kirchengemeinde mit.
Ihren ersten Gottesdienst in der sanierten Kirche wird Kirsten Bingel am 3. Advent ab 9 Uhr halten. (lgr)

 

 

Mit Motiven aus der Region: Hobbyfotografin Kirsten Bingel hat einen Kalender für 2012 zugunsten
der Elfershäuser Kirche zusammengestellt. Für den August hat die Theologin dabei eine Blumenwiese mit der Aussicht auf Dagobertshausen und die dortige Wehrkirche fotografiert.
Foto: Grugel

Quelle: HNA

 

Am Sonntag kommt der Bischof

Elfershäuser Förderkreis hat es geschafft: Die Kirche im Dorf ist saniert und steht wieder zur Verfügung

ELFERSHAUSEN. Drei Jahre lang war die evangelische Kirche in Elfershausen leer. Sie wurde vom Hausschwamm befreit und grundlegend saniert. Für Veranstaltungen musste die Gemeinde ins Dorfgemeinschaftshaus und in die Friedhofshalle ausweichen. Damit ist es nun vorbei: Am Sonntag wird das Gotteshaus offiziell eingeweiht. Bänke, Altar, Taufbecken und Kanzel stehen wieder an ihrem Platz. Damit aber bis zur Einweihung wirklich alles fertig wird, fahren die Handwerker noch Extraschichten.


Auch der Kirchenvorstand hat noch einiges zu tun, um den Reststaub der zurückliegenden Sanierungssarbeiten zu entfernen; und Instrumentenbauer Christian Katzmann baute diese Woche die großen Pfeifen der Orgel wieder ein.Die Pfeifen hatte der Orgelfachmann für die Sanierungsarbeiten des Kirchenbodens zwischengelagert.

Der Musiker konnte es beim Zusammensetzen der Orgel nicht abwarten und setzte sich zwischendrin
schon mal auf die Orgelbank, um ein paar Takte zu spielen.

Engagierten sich für die Sanierung der Kirche: von links Karola Ploch, Hartmut Siegmann, Willi Scholl, Manfred Pötzsch, Karin Reichmann, Brigitte van der Steen, Ilona Weisel, Kirsten Bingel, Karl-Heinz Reichmann und Wilfried Schmidt. Foto: Koch

Über den Wiedereinbau der Pfeifen freute sich vor allem Organist und Kirchenältester Wilfried Schmidt.

 

 

„Es ist schön, dass so viele Leute aktiv geworden
sind und gesagt haben: Wir lassen die Kirche im Dorf.“
K I R S T E N B I N G E L
P F A R R E R I N

Dass die Kirche wieder geöffnet wird, ist vor allem dem Engagement der Elfershäuser selbst zu verdanken. Sie gründeten einen Förderkreis zur Erhaltung der Kirche und schlugen seither kräftig die Werbetrommel für ihren Spendentopf. Außerdem
initiierte der Kreis spektakuläre Aktionen. So wurden Feste veranstaltet, Waffeln gebacken, ein Kirchenkino organisiert, der Dorfbrunnen mit 3500 handbemalten Ostereiern geschmückt, mit der Drehorgel losgezogen, ein Sandbild hergestellt und Konzerte veranstaltet.
Patenschaften für Fußboden. Auch Steinpaten- schaften für den neuen Sandsteinfußboden der Kirche wurden übernommen. Ein Verlegungsplan mit den Namen der Paten wird künftig im Kirchenraum hängen. „Es ist schön, dass so viele Leute aktiv geworden sind und gesagt haben: Wir lassen die Kirche im Dorf“,

so Pfarrerin Kirsten Bingel. Spenden in Höhe von 31 200 Euro kamen zusammen bei den Aktionen, als Einzelspenden sowie von örtlichen Vereinen und der Feuerwehr. „Das ist ein grandioser Erfolg für ein kleines Dorf“, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinz Reichmann.
Die gesammelte Summe war am Ende von der Stiftung Kirchenerhaltungsfond der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck verdoppelt worden.

Quelle: HNA

 

 

Förderkreis sammelte 10 000 Euro

Elfershausen. Der Förderkreis zum Erhalt der Elfershäuser Kirche hat bei verschiedenen Aktionen bislang 10 000 Euro für das vom Schwamm befallene Gotteshaus zusammenbekommen. Das teilte Vorsitzende Kirsten Bingel mit.

 

 

Kirsten Bingel

Das Geld nahm der Förderkreis unter anderem bei besonderen Gottesdiensten, Backaktionen und einem Filmabend ein. Eingesetzt wurde es für Abrissarbeiten und den Aushub des Fußbodens.

Für die Komplettsanierung der Kirche braucht der inzwischen 209 Mitglieder starke Förderkreis nach eigenen Angaben noch etwa 65 000 Euro. Darüber hinaus erwartet er Geld von der Landeskirche. Die Kirche selbst werde dieses Jahr voraussichtlich nicht mehr genutzt werden können, teilte Kirsten Bingel mit.

Die nächste Aktion zugunsten der Krche ist ein Brunnenfest mit Gottesdienst. Dabei stellen sich die Konfirmanden vor. Außerdem besorgt der Förderverein einen Esel. Beginn ist am Palmsonntag, 28. März, um 10.30 Uhr am Dorfbrunnen. Der Platz soll mit ausgeblasenen und möglichst bemalten Eiern geschmückt werden. Eier können auf dem Hof Siegmann oder beim Kirchenvorstand abgegeben werden. (lgr) Kontakt: 0 56 61 / 26 41

Quelle HNA

Jetzt ruckt’s in der Kasse

Kirchenerhaltungsfonds nimmt Elfershäuser Gotteshaus in sein 2010er Programm auf.

Elfershausen. Eine Sonderzeitung war es der Evangelischen Kirche in Elfershausen wert: Die Nachricht, dass der Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche Kurhessen-Waldeck das vom Schwamm befallene Gotteshaus in Elfershausen auf seine Projektliste gesetzt hat.

 

Kunstgruppe: Bis zum Erntedankfest wollen die Elfershäuser Künstlerinnen die Abendmahlszene aus dem Altarbild von Conrad von Soest kopieren. Fotos: Grugel

Das bedeutet: Die Gemeinde hat dieses Jahr als einzige im Kirchenkreis Melsungen gute Chancen, das für die Sanierung eingenommene Spendengeld durch den Kirchenerhaltungsfond verdoppelt zu bekommen.

16 000 Euro hat der vor einem Jahr gegründete Förderkreis zum Erhalt der Kirche bislang durch spektakuläre Aktionen eingenommen. Bei einer präsentierte man beispielsweise bei einem Dorfbrunnenfest der Öffentlichkeit 3500 bemalte Hühnereier. Und mit der Aufnahme in den Fonds sollen noch weitere Aktionen folgen, kündigte Pfarrerin Kirsten Bingel gestern an.

Zurzeit ist beispielsweise eine Künstlergruppe aus dem Dorf dabei, das Erntedankfest vorzubereiten, das zugunsten der Kirche über die Bühne gehen soll: Festhöhepunkt soll die Enthüllung eines zwei mal drei Meter großen Gemäldes sein: Eine Mischung aus eingefärbtem Sand und Leim soll nach Darstellung von Ilona Weisel von der Künstlergruppe die Abendmahlszene aus dem Altarbild des Conrad von Soest darstellen. Auf die Idee kam Pfarrerin Kirsten Bingel, die das Altarbild als Original in ihrem Vikariat in Bad Wildungen kennen lernte, wo es in der Stadtkirche steht.

Spendenaktionen sind nicht das Einzige, was die Elfershäuser sich für ihre Kirche bislang einfallen ließen. Sie legten auch selbst in der Kirche Hand an und beseitigten inzwischen mit Hilfe von Spezialisten, Rücklagen und einem Darlehen der Landeskirche den Hausschwamm und bauten den Sandsteinfußboden neu auf.

Die Kirche gehört ins Dorf

„Eine Kirche gehört ins Dorf“, steht für Kirsten Bingel fest. Das mag ein Grund für das Engagement im Kirchspiel sein, das mit der Wehrkirche in Dagobertshausen und dem spätgotischen Gotteshaus in Hilgershausen noch zwei weitere Kirchen hat. Ihrer Pfarrerin zur Seite stehen viele Elfershäuser. Sie alle wollen, dass die Kirche im Dorf bleibt, wie die Kirchenzeitung schreibt - und das aus vielen Gründen: „Sie gehört zum Dorfbild“, sagt etwa Ortsvorsteher Karl-Heinz Reichmann. „Sie gehört zum Dorf wie der Weihnachtsbaum zu Weihnachten“, findet Karola Ploch, und Kirchspielküster Karl-Heinz Ludolph sagt: „Ich will, dass die Kirche im Dorf bleibt, weil sie mich am 7. Tag daran erinnert: Gott sei Dank, es ist Sonntag.“ (lgr)

Quelle www.hna.de

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