Am Sonntag kommt der Bischof

Elfershäuser Förderkreis hat es geschafft: Die Kirche im Dorf ist saniert und steht wieder zur Verfügung

ELFERSHAUSEN. Drei Jahre lang war die evangelische Kirche in Elfershausen leer. Sie wurde vom Hausschwamm befreit und grundlegend saniert. Für Veranstaltungen musste die Gemeinde ins Dorfgemeinschaftshaus und in die Friedhofshalle ausweichen. Damit ist es nun vorbei: Am Sonntag wird das Gotteshaus offiziell eingeweiht. Bänke, Altar, Taufbecken und Kanzel stehen wieder an ihrem Platz. Damit aber bis zur Einweihung wirklich alles fertig wird, fahren die Handwerker noch Extraschichten.


Auch der Kirchenvorstand hat noch einiges zu tun, um den Reststaub der zurückliegenden Sanierungssarbeiten zu entfernen; und Instrumentenbauer Christian Katzmann baute diese Woche die großen Pfeifen der Orgel wieder ein.Die Pfeifen hatte der Orgelfachmann für die Sanierungsarbeiten des Kirchenbodens zwischengelagert.

Der Musiker konnte es beim Zusammensetzen der Orgel nicht abwarten und setzte sich zwischendrin
schon mal auf die Orgelbank, um ein paar Takte zu spielen.

Engagierten sich für die Sanierung der Kirche: von links Karola Ploch, Hartmut Siegmann, Willi Scholl, Manfred Pötzsch, Karin Reichmann, Brigitte van der Steen, Ilona Weisel, Kirsten Bingel, Karl-Heinz Reichmann und Wilfried Schmidt. Foto: Koch

Über den Wiedereinbau der Pfeifen freute sich vor allem Organist und Kirchenältester Wilfried Schmidt.

 

 

„Es ist schön, dass so viele Leute aktiv geworden
sind und gesagt haben: Wir lassen die Kirche im Dorf.“
K I R S T E N B I N G E L
P F A R R E R I N

Dass die Kirche wieder geöffnet wird, ist vor allem dem Engagement der Elfershäuser selbst zu verdanken. Sie gründeten einen Förderkreis zur Erhaltung der Kirche und schlugen seither kräftig die Werbetrommel für ihren Spendentopf. Außerdem
initiierte der Kreis spektakuläre Aktionen. So wurden Feste veranstaltet, Waffeln gebacken, ein Kirchenkino organisiert, der Dorfbrunnen mit 3500 handbemalten Ostereiern geschmückt, mit der Drehorgel losgezogen, ein Sandbild hergestellt und Konzerte veranstaltet.
Patenschaften für Fußboden. Auch Steinpaten- schaften für den neuen Sandsteinfußboden der Kirche wurden übernommen. Ein Verlegungsplan mit den Namen der Paten wird künftig im Kirchenraum hängen. „Es ist schön, dass so viele Leute aktiv geworden sind und gesagt haben: Wir lassen die Kirche im Dorf“,

so Pfarrerin Kirsten Bingel. Spenden in Höhe von 31 200 Euro kamen zusammen bei den Aktionen, als Einzelspenden sowie von örtlichen Vereinen und der Feuerwehr. „Das ist ein grandioser Erfolg für ein kleines Dorf“, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinz Reichmann.
Die gesammelte Summe war am Ende von der Stiftung Kirchenerhaltungsfond der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck verdoppelt worden.

Quelle: HNA