Kirchengemeinde Malsfeld

Ein großes Fest fürs junge Gotteshaus


Malsfeld/Beiseförth. Eigentlich ist die Malsfelder Kirche ein noch recht junges Gebäude: Sie zählt gerade einmal 150 Jahre. Kein Alter für eine Kirche in einer Region, in der die Gotteshäuser oft 600 oder 700 Jahre älter sind. Damit feiert die Kirche ein geradezu jugendliches Jubiläum.

Die Mitglieder der Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld lassen keinen Zweifel daran, dass sie diesen Geburtstag würdigen wollen: sie haben eine Festwoche mit einem prallen Programm auf die Beine gestellt. Die beginnt morgen mit einem Gottesdienst und einer Vernissage.

Die Kirche in Malsfeld wird 150 Jahre alt. Pfarrer Henning Reinhardt lädt alle Gemeindemitglieder zur Festwoche ein, die am morgigen Sonntag beginnt. Foto: Brandau

"Das Programm steht: jetzt sind wir alle gespannt und auch ein bisschen aufgeregt", sagt Pfarrer Henning Reinhardt. Seit vorigem September hat der Jubiläumsausschuss Ideen entwickelt, Aktionen geplant, Bischof Dr. Martin Hein zum Festgottesdienst eingeladen, Künstler angesprochen, viele Helfer mit ins Boot geholt.

"Dabei haben wir auch das große kreative Potenzial entdeckt, das wir hier in Malsfeld und Beiseförth haben", sagt Reinhardt. Dieses "kreative Potenzial" hat beispielsweise eine Ausstellung von Kirchenbildern zusammengetragen, die morgen in der Kirche eröffnet wird. Außerdem wurde eigens für die Festwoche ein Gospelchor gegründet, der seit Monaten probt und am Donnerstag zum ersten Mal auftritt. Es sind also viele Premieren, die in der nächsten Woche in Malsfeld stattfinden. Die Malsfelder sind allesamt zu den Veranstaltungen eingeladen. "Wir haben ein Programm zusammengestellt, das so viele Menschen wie möglich ansprechen soll", sagt Reinhardt.

Als die Kirche übrigens im Winter 1864 eingeweiht wurde, war es so warm, dass man alle Türen öffnete. Das ist bis heute so geblieben: Die Türen der Malsfelder Kirche stehen jeden Tag offen. Nicht nur in der Festwoche.

Quelle: HNA

Jung und Alt vereinen

Matthias Lambach ist neuer Jugendmitarbeiter der Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld

BEISEFÖRTH/MALSFELD. Er ist der Neue in der Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld: Matthias Lambach tritt zum 1.Februar das Amt des Jugendmitarbeiters an. Vorgänger André Teumer-Weißenborn wurde im Dezember feierlich verabschiedet.
„Ich genieße intensive Gespräche und gemeinsamen nach Lösungen zu suchen“, sagt Lambach. „Mich interessieren einfach Menschen und cool ist, dass ich das auch als Beruf machen kann. Dadurch bekomme ich auch ganz viel Energie zurück.“ Energie zieht der 32-Jährige auch aus seinen Hobbys: ob beim Fuß-, Basketball- und Gitarrespielen oder beim Lesen –besonders mag er Fantasybücher.

„Mich interessieren einfach Menschen.“

Lambach, der in Wuppertal geboren ist, zog mit etwa acht Jahren mit seiner Familie nach Melsungen. Nach dem Schulabschluss absolvierte er bei der Kreissparkasse Melsungen eine Ausbildung zum Bankkaufmann, danach studierte er Soziale Arbeit in Würzburg.
Dort arbeitete er ab 2007 in der ambulanten Jugendhilfe. „Ich habe Familien in Krisensituationen betreut. Das ist zwar ein anderes Arbeitsfeld als die Jugendarbeit, aber beides ist spannend“, erzählt der 32-Jährige.

Foto: Grenzebach



Und Erfahrung in der Jugendarbeit bringt Lambach mit: Er war lange aktiv bei Ten Sing Malsfeld, tatkräftig im Jugendkreis dabei, hat den Kindergottesdienst in Melsungen mitgestaltet und war engagiert im Projekt „jackass4jesus“.
„Durch diese Arbeit kenne ich schon viele Jugendliche oder jetzige Konfirmanden hier“, sagt Lambach. Zuletzt zog es ihn, seine Frau und seine beiden dreiund sechsjährigen Töchter wieder zurück in ihre nordhessische Heimat.

 

 

„Und dann habe ich die Stellenausschreibung des Jugendmitarbeiters der Kirchengemeinde Beiseförth-Malsfeld gelesen. Habe mich regulär darauf beworben, hatte sofort ein Vorstellungsgespräch und zeitnah die Zusage bekommen“, sagt der ehemalige Melsunger. Zwischen den Jahren ist die Familie nun mit Sack und Pack von Würzburg nach Beiseförth umgezogen und fühlt sich schon recht wohl dort. Vieles ist ihnen ja auch vertraut. „Die Struktur der Jugendarbeit schätze ich hier sehr“, sagt Lambach. „Daher ist es erstmal wichtig für mich, alles so zu machen, wie es ist und auch zu schauen, was läuft gut  hier.“ Er wolle ganz klassisch mit Jugendkreis, Jungschar, Kindergottesdienst und Ferienprojekten starten.


Besonders wichtig ist ihm aber, dass er immer Rückmeldung erhält: Er will wissen, wenn etwas nicht gut läuft –aber auch, wenn es gut läuft. „Ich will im Team arbeiten und nicht als einzelner Jugendmitarbeiter“, sagt er. Weiter liegt ihm die Verbindung von Jung und Alt am Herzen. „Wie muss Kirche gestaltet sein, dass Kirche alle Altersspektren im Ort zusammenfasst?“ Dieser Frage will Lambach nachgehen.

Quelle: HNA

 

 

Ihr seid: selbst Schuld – Grenzerfahrung: Kirche kann auch anders

Malsfeld. Provokant, mutig und unberechenbar. Dafür steht der Name “Jackass”. Vielen auch aus der gleichnamigen MTV-Serie mit Johnny Knoxville bekannt. Doch was hat es mit “Jackass4Jesus” auf sich?

Jetzt wird’s ernst: Die Jackass4jesus-Crew sichert die Konfirmanden vor dem Abseilen. Fotos: Privat

Gefährliche Aktionen und offene Worte

Eine Gruppe aus knapp 15 Malsfelder Freunden hat sich vor einigen Jahren für den Ökumenischen Kirchentag in Berlin etwas besonderes einfallen lassen. Ziel war es nicht nur für sich selbst den Glauben an Jesus Christus zu wahren. Man wollte vielmehr den Mut aufbringen offensiv zu seinem Glauben zu stehen. In allen Lebenslagen und mit besonderen Aktionen.

“Jackass4Jesus” (J4J) wurde geboren. Eine brillante Idee, die seit der Gründung im Jahr 2003 einmal jährlich, meist im Rahmen eines Konfiwochenendes, in Malsfeld riesigen Andrang findet.

Mut gehört dazu: Beim Abseilen vom Kirchturm, aber wohl auch beim Bekenntnis zur Kirche.

Bei den Jackass4Jesus-Aktionen werden die Jugendgottesdienste zu 100 Prozent durch Konfirmanden gestaltet und von dem J4J-Team kräftig unterstützt. Kirche und Glauben werden für Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahre lebendig dargestellt und vermittelt. Mischpulte, Lichtmaschinen, Videoprojektionen aber auch Livemusik kommt dabei zum Einsatz. Jeder der Konfirmanden findet seine persönliche Aufgabe und darf dabei durchaus provokant, mutig aber auch nachdenklich sein.

Die diesjährige Malsfelder Jackass4Jesus-Aktion stand unter dem Motto “Selbst Schuld”.

Aktionen wie das Abseilen vom Kirchturm, Singen vor Publikum, ein Videodreh und verschiedene Spiele rund um die Glaubensfrage wurden durchgeführt. Dabei scheute sich die Gruppe auch nicht politische Themen wie Rücktrittsforderungen, Tierschutz oder sogar Systemfehler der Regierung anzusprechen. Ein rasender Reporter traf dabei die wohl ungewöhnlichsten Malsfelder Bürger.

Über einen Punk der gegen das politische System war, bis hin zu einem Obdachlosen Alkoholiker der seinen ehemaligen Arbeitgeber traf und seine Schuldzuweisung eindeutig positionierte. Allen wurde die eine Frage gestellt, “wer hat Schuld?”. Das Ergebnis war für die Jugendgottesdienst Teilnehmer verblüffend und aufweckend zugleich. Denn Schuld sind komischerweise immer nur die anderen. Und MTV-Provokateur Johnny Knoxville wäre bei diesen Aktionen sicherlich auch etwas stolz auf seine kirchlichen Grenzgänger mit Heiligenschein gewesen.

Quelle: Heimatnachrichten





 

Sein Gott bleibt seiner

Pfarrer Karl Georg Simon nimmt am Sonntag Abschied von zwei Kirchengemeinden

MALSFELD. Dort oben, wo er Gott ein paar Zentimeter näher sein konnte, hat er nicht gepredigt. Denn wer auf hohen Kanzeln steht, ist seiner Gemeinde fern. Karl Georg Simon ist Pfarrer in Malsfeld und Beiseförth gewesen. 37 Jahre lang.


Am Sonntag nimmt er Abschied von seiner Gemeinde und seinem Berufsleben. Oder, wie Simon es sagt: „Ich begrüße einen neuen Abschnitt.“ Der alte Abschnitt, erklärt der 63-jährige Pfarrer, bahnte sich schon in seiner Kindheit an. Der Vater war Diakon gewesen und die Familie betete vor dem Essen. Dann, noch vor dem Abitur, schickte ihn der Religionslehrer zu einer Werbeveranstaltung der Kirche. Die suchte neue Pfarrer und fand Karl Georg Simon. Jetzt steht Simon in der Malsfelder Kirche und sagt „Gott war immer da“. Natürlich hat er auch gezweifelt:„Hat mein Gott mich verlassen?“ Das waren Momente, in denen Krankheiten dem siebenfachen Vater und seine Familie zusetzen. Dann las Simon in der Bibel. „Das hat mich beruhigt: Gott ist noch da.“

Pustet ein Licht aus: Von der Gemeindearbeit verabschiedet sich Karl Georg Simon. „Das zweite Licht leuchtet weiter“, sagt er. Denn auch wenn der Pfarrer kein Pfarrer mehr ist: Der Glauben an Gott erhellt weiterhin sein Leben.         Foto: Schleichert

In Simons Bücherregal stehen die „Bibel für heute“, aber auch die Evangelien. Er ist keiner, der Bewährtes auf den Kopf stellt. „Ich habe nur man-che Dinge in Frage gestellt“, sagt er. Wie die Bänke in der Malsfelder Kirche. „Ist die Kirche nicht viel beweglicher, wenn da Stühle drin stehen?“, fragte der Pfarrer und setzte seinen Plan um. Zweimal im Jahr macht Simon den „etwas anderen Gottesdienst“.
Dann moderieren Ehrenamtliche den Gottesdienst, ein Schlagzeug und Gittarren schallen durch die Kirche und die Gemeinde stimmt ab, wofür gebetet werden soll. Stolz auf seine Neuerungen, nein, das ist er nicht. „Stolz zählt nicht zu meinem aktiven Wortschatz“, sagt er. Wenn Simon von seinem Wirken spricht, zählt er zuerst das der anderen auf. Das Engagement seiner Frau Magdalena, die am Sonntag mit ihm verabschiedet wird: als engagierte Gemeindehelferin und Pfarrersfrau.

Das Wirken jener Frauen, die jede zweite Woche kochen. Für Menschen, die sonst alleine am Tisch sitzen. Und den Einsatz des Kirchenchors, der Ostern um 6 Uhr und Heiligabend um 22 Uhr in der Kirche singt. „Ich habe einen guten Draht zu meiner Gemeinde“, sagt Simon, der in der Beiseförther Kirche lieber vorne am Altar predigt. Die Kanzel ist ihm zu hoch. Die Gemeinde muss er seinem Nachfolger überlassen.

Doch sein Gott bleibt seiner. „Wir hatten immer einen guten Draht - auch, wenn ich manchmal Zweifel hatte.“ Der Karl Georg Simon, der kein Pfarrer mehr ist, wird die Bibel auch weiterhin in seiner Tasche durch die Welt tragen. „Die ist voll mit Gottes Antworten.“

Termin: Der Abendmahlsgottesdienst zur Verabschiedung beginnt am Pfingstsonntag, 12. Juni, um 14 Uhr in der Malsfelder Kirche. Die Feier wird in das Gemeindehaus übertragen.

Quelle: HNA

 

 

Eine reiste aus Portugal an

54 Männer und Frauen begingen in Dagobertshausen ihr Konfirmationsjubiläum

Dagobertshausen. 54 Konfirmationsjubilare kamen nach Dagobertshausen, um gemeinsam das Fest ihrer silbernen, goldenen, diamantenen, eisernen und Gnaden Konfirmation zu feiern. Die Freude über das Wiedersehen war groß. Alle hatten sich viel zu erzählen. Elfe Fischer ist zu ihrer diamantenen Konfirmation sogar aus Portugal angereist.

Sie hatten sich viel zu erzählen: 54 Jubilare kamen nach Dagobertshausen, um gemeinsam ihre gnadene, eiserne, diamantene, goldene und silberne Konfirmation zu feiern. Foto:  nh

Den Festgottesdienst gestaltete Pfarrerin Kirsten Bingel. Die Konfirmanden zogen unter den feierlichen Klängen der Orgel in die Kirche ein. Organist war Uwe Range. Auch der Posaunenchor Malsfeld unter der Leitung von Gerhard Ploch spielte für die Konfirmationsjubilare in der Kirche.

Heimatlieder vor der Kirche

Zu einer offenen Serenade am Tag zuvor kamen auch viele Besucher in die Kirche nach Dagobertshausen. Der Kirchspielchor Dagobertshausen unter der Leitung von Beate Rehwald-Möller und der gemischte Chor Malsfeld unter der Leitung von Gerhard Ploch sorgten für die Musik.

Im Anschluss saßen die Jubilare bis in den späten Abend vor der Kirche. Es wurde noch lange erzählt und gesungen. Pfarrerin Kirsten Bingel stimmte auf dem Akkordeon alte Heimatlieder an. Für die Verpflegung hatten die Mitglieder des Kirchspielchores sowie einige Gemeindemitglieder gesorgt. (red)

Quelle HNA

 

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