Beiseförth

Verein gibt den Löwen ab

Mitglieder lösten Förderverein für Gasthaus in Malsfeld-Beiseförth auf

MALSFELD. Aus Personalmangel haben die Mitglieder des Fördervereins Goldener Löwe ihren Verein aufgelöst. Das Vereinsvermögen soll nun an die Gemeinde übergehen. Der Förderverein kümmert sich seit dem Jahr 2002 ums Beiseförther Gasthaus Goldener Löwe. Zunächst ersteigerten die Mitglieder das Haus für 80.000 Euro. Anschließend investierten sie 170 000 Euro und 8000 Stunden Arbeit ins Gebäude, erklärte der ehemalige Vereinsvorsitzende Herbert Harbusch. Das Gebäude erhielt unter anderem neue Fenster und Türen, eine Wärmedämmung und einen Versammlungsraum. Zuschüsse erhielt man nach Vereinsangaben von der Gemeinde und dem Land Hessen.

 

Foto: Grugel

27 Mitglieder

Niemand wollte mehr Verantwortung im zuletzt 27 Mitglieder starken Förderverein übernehmen, erklärte Harbusch. Nach etlichen Pächterwechseln seien es die Mitglieder müde geworden, immer wieder auch dafür in die Verantwortung genommen zu werden, wenn die Geschäfte im Gasthaus nicht so gut liefen und im Veranstaltungssaal nichts los gewesen sei. Schließlich habe man auch keine neuen Mitglieder für die Aufgaben im Förderverein gewinnen können, so dass er habe aufgelöst werden müssen. Für diesen Fall sieht die Vereinssatzung laut Harbusch vor, dass die Gemeinde das Vereinsvermögen erhält.

Wie es dann weitergeht, sei ungewiss. Der Wunsch gehe aber dahin, dass die Gastronomie im Löwen aufrechterhalten werde. Pachtvertrag läuft aus Im Gasthaus an der Mühlenstraße 1 gibt es eine Gaststätte, eine Küche, einen Veranstaltungssaal, eine Wohnung und Fremdenzimmer. Einen bestehenden Pachtvertrag hat der Förderverein zum Jahresende gekündigt. Die Pächterfamilie mit Norbert, Gabriele und Peter Eschbach konnte nach eigenen Angaben das Gasthaus im vergangenen Jahr nicht wirtschaftlich betreiben. Zurzeit kochen die Eschbachs nach eigenen Angaben täglich bis zu 450 Essen für Kindergärten und Grundschulen in Morschen, Melsungen und Malsfeld.
(lgr)

Termin

Mit der Übernahme und der künftigen Nutzung des Goldenen Löwen befasst sich die Malsfelder Gemeindevertretung am Donnerstag, 16. Juli, ab 19.30 Uhr im Rathaus. Die Sitzung im Sitzungssaal ist öffentlich. (lgr)

Quelle: HNA

 

Badesee Beiseförth verunreinigt durch Fäkalien von Wasservögeln

Geplant war ein Bad mit den Kindern am 27.07. im Naturbadesee Beiseförth, wegen der starken Verunreinigung vor Ort fuhren wir an den Naturbadesee nach Ostheim und waren Positiv überrascht.

Mit einer Sichttiefe von über 1 m, keine Fäkalien von Wasservögeln am Strand oder auf der gepflegten Liegewiese ist der Badesee Ostheim im Vergleich zum Naturbadesee Beiseförth die bessere Wahl. Zu bemängeln wäre lediglich der schmale Zugang zum Badesee der in den letzten Jahren sich durch Uferpflanzen und Büsche natürlich verkleinert.

Die Verunreinigung des Badesee Beiseförth durch Fäkalien von Wasservögeln ist untragbar, ein Baden ist für Kinder und ältere Menschen gesundheitlich bedenklich. Das Ufer ist übersät mit Fäkalien, die Liegewiese selbst sieht nicht viel besser aus. Zusätzlich ist ein unangenehmer Geruch am Badesee feststellbar, der bei den hohen Lufttemperaturen von über 30°C durch die Fäkalien entsteht.

Obwohl am Eingang zum Naturbadesee Beiseförth ein Hinweis angebracht wurde, der auf Infektionen für Menschen durch die Fäkalien der Wasservögel hinweist, werden keine Maßnahmen ergriffen. Auch der Hinweis dass durch die Gewässerbelastung der Wasservögel ein Badeverbot möglich ist wird ignoriert.

Freude kommt bei den Badegästen am Naturbadesee Beiseförth bei einen solchen Anblick sicherlich nicht auf!

Das Wasser ist sehr trübe bei einer Sichttiefe von max. 40 cm, auf der Wasseroberfläche schwimmen Ablagerungen auf dem Badesee die von Badegästen verschluckt werden können. Eine erhöhte Keimbelastung durch Vogelkot ist am Badesee Beiseförth in dem Ausmaß möglich. Das Gesundheitsamt Homberg Efze ist nicht nur für die Einhaltung der Wasserqualität
verantwortlich, sondern  muss auch ein Badewasserprofil erstellen, in dem auch die Bewertung des Vogelaufkommens beurteilt wird. Nach Angabe des Gesundheitsamtes liegen aber noch keine Erkenntnisse über ein Vogelaufkommen vor, obwohl das Problem schon seit Jahren bekannt ist.

Wasservögel, z.B. Enten sind Verursacher der "Bade- oder Zerkariendermatitis", die Zerkariendermatitis kann das Badevergnügen durch einen juckenden Hautausschlag beeinträchtigen.

Der Naturbadesee Ostheim war am 27.07. gut besucht und ohne offensichtliche Mängel die das Badevergnügen einschränken.

Die geringe Sichttiefe am Badesee Beiseförth von 40 cm kann auf eine schlechte Badewasserqualität hinweisen.

Das Bundes Umweltamt gibt folgenden Hinweis:
Um gesundheitliche Probleme beim Baden zu vermeiden oder zu vermindern, sollen Badegewässer möglichst wenig pathogene Mikroorganismen enthalten, den Gehalt an bestimmten Indikatororganismen nicht überschreiten und eine Sichttiefe von mindestens 1 m besitzen.

Fazit:
Die Badewasserqualität am Naturbadesee Beiseförth, hier auch gerade das Flachwasser an dem Kinder spielen, ist durch seine Trübung, den Ablagerungen auf der Wasseroberfläche und den Fäkalien bedenklich. Der Badesee Beiseförth wurde durch das Gesundheitsamt Homberg Efze am 17.07. überprüft, der angetroffene Zustand des Badesees am 27.07. ist daher unverständlich
Für den Naturbadesee Beiseförth fallen gegenüber den Badesee Ostheim erheblich höhere Unterhaltskosten für die Gemeinde Malsfeld an, die bei einen solchen Zustand des Badesees nicht gerechtfertigt sind.

Weitere Bilder unten!

 

 

Badesee Beiseförth durch Hochwasser der Fulda verunreinigt

Der  Naturbadesee Beiseförth wurde nach dem Hochwasser der Fulda durch das Gesundheitsamt Homberg Efze vor etwa 2 Wochen zum Baden gesperrt.

Die Bekanntgabe der Sperrung wurde über die Internetseite des Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie veröffentlicht.  Die Gemeinde Malsfeld stellte aber auch bis zum 13.06. keine Hinweisschilder über ein Badeverbot am Badesee auf, obwohl die Gemeinde dazu verpflichtet ist. Am 14.06. um 9.00 Uhr wurde das Gesundheitsamt Homberg und Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie über den Vorgang unterrichtet. Das Gesundheitsamt konnte sich den Vorfall nicht erklären, versprach umgehend die Gemeinde Malsfeld zu benachrichtigen und bedankte sich für den Hinweis.

Nach Angabe des Gesundheitsamtes Homberg Efze war geplant am 17.6. und 24.6.  Wasserproben zu nehmen, sollten keine Beanstandungen nach den Messungen vorliegen stand der Badefreigabe durch das Gesundheitsamt nichts im Weg.

Ich staunte nicht schlecht, innerhalb von 30 Minuten nach meinen Telefonat wurde die Eintragung auf der Internetseite des Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie durch das Gesundheitsamt Homberg Efze geändert, von Badeverbot, auf Badefreigabe mit dem Hinweis: 14.06.2013, 09:32: Aufgrund des Hochwassers im Juni, zur Zeit baden auf eigene Gefahr.
Die Gemeinde Malsfeld brachte die entsprechenden Hinweise „Baden derzeit auf eigene Gefahrnachträglich am Badesee an.

Kinder am 13.06 im Naturbadesee Beiseförth ohne Hinweisschilder

Am 13.6. schwammen Kinder im Badesee ohne Aufsicht und natürlich auch ohne die entsprechenden  Hinweisschilder, das Verhalten der Gemeinde ist grob fahrlässig. In 2011 wurde ein Kind wegen allergischer Reaktionen auf das Wasser im Badesee durch Atemnot von der DLRG gerettet. Unverständlich auch die überhastete Badefreigabe durch die Gesundheitsbehörde Homberg, obwohl die zweite Messung nicht durchgeführt wurde.
Das Gesundheitsamt Homberg gab den Badesee am 17.06. nach der ersten Messung ohne Einschränkung frei, obwohl die zweite Messung noch anstand.

Fazit: Ob der Hinweis: „Baden auf eigene Gefahr “der Verordnung und Gesetzeslage über Badeseen entspricht, darf bezweifelt werden. Ein Badegast ist nicht in der Lage, die Gefahr am Naturbadesee Beiseförth richtig einzuschätzen, und das auch noch ohne Beaufsichtigung. Verpflichtungen zur Veröffentlichung wurde von der Gemeinde Malsfeld aus bekannten Gründen nach meiner Meinung absichtlich ignoriert!

Nicht vergessen der Bericht vom 11.08.2011 mit Belastung von Blaualgen im Naturbadesee Beiseförth

 

Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen · Teil I

Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer*) (VO-BGW) 21. Juli 2008

§ 7 Bewirtschaftungsmaßnahmen in Ausnahmesituationen, Maßnahmen bei hohen Einzelwerten

(1) Sobald Ausnahmesituationen oder unerwartete Situationen auftreten, die sich negativ auf die Badegewässerqualität und auf die Gesundheit der Badenden auswirken können, sind entsprechende Bewirtschaftungsmaßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen schließen auch die Information der Öffentlichkeit und ein zeitweiliges Badeverbot ein.

§ 12 Information der Öffentlichkeit

(1) Während der Badesaison sind folgende Informationen zu verbreiten und unverzüglich an leicht zugänglicher Stelle
in unmittelbarer Nähe jedes Badegewässers bereitzustellen:

1. die aktuelle Einstufung des Badegewässers sowie ein Badeverbot oder ein Abraten vom Baden mittels deutlicher und einfacher Zeichen und Symbole, die im Staatsanzeiger durch die oberste Wasserbehörde nach Maßgabe der Festlegung nach Art. 15 Abs. 2 der Richtlinie 2006/7/EG veröffentlicht werden,

2. eine allgemeine, nicht fachsprachliche Beschreibung des Badegewässers auf der Grundlage des nach Anlage 3 erstellten
Badegewässerprofils,


3. bei Badegewässern, die für kurzzeitige Verschmutzungen anfällig sind:
a) eine Mitteilung darüber, dass das Badegewässer für kurzzeitige Verschmutzungen anfällig ist,
b) die Anzahl der Tage in der vorangegangenen Badesaison, an denen es aufgrund einer kurzzeitigen Verschmutzung
ein Badeverbot gegeben hat,
c) eine Warnung, sobald eine kurzzeitige Verschmutzung vorhergesagt wird oder vorliegt,


4. Informationen über die Art und voraussichtliche Dauer von Ausnahmesituationen,


5. wenn das Baden verboten oder davon abgeraten wird, ein Hinweis mit Angabe von Gründen,

Internetseite von HLUG und Hinweistafel am Naturbadesee Beiseförth vor dem Telefonat vom 13.06.


 

 

 

Zur Erinnerung an Familie Katz

Künstler Gunter Demnig verlegte drei Stolpersteine vor dem früheren Wohnhaus in Beiseförth

BEISEFÖRTH. Mittlerweile findet man Stolpersteine in Spangenberg, ebenso in Melsungen und seit Dienstagnachmittag auch im Malsfelder Ortsteil Beiseförth. Vor dem Haus Brückenstraße 4 hat der Kölner Künstler Gunter Demnig drei Stolpersteine verlegt. Demnig, Initiator der Stolpersteine, setzt mit dieser Aktion ein Zeichen, gegen das Vergessen der zwischen 1933 und 1945 vertriebenen oder ermordeten Juden.

Bei der Arbeit: von links Jürgen Engel (Bauamtsleiter Malsfeld), Herbert Harbusch (Erster Beigeordneter) und Thomas Stegemann (Bauhofmitarbeiter) mit Gunter Demnig vor dem Haus Brückenstraße 4, in dem Familie Katz ihren letzten Wohnsitz hatte. Foto: Grenzeb

In Riga ermordet

Die drei Steine vor dem Haus Brückenstraße 4 – früher Mühlenstraße – erinnern an den Vater Sally Katz, seine Frau Betty und Tochter Doris. Auf der Oberseite des Steines befindet sich jeweils eine Messingplatte mit der Inschrift: „Hier wohnte Sally Katz, Jahrgang 1890, deportiert 1941, ermordet in Riga.
Alle drei Familienmitglieder starben 1941 in Riga.“ Vor der Verlegung der Stolpersteine diskutierten Bauamtsleiter Jürgen Engel, Erster Beigeordneter Herbert Harbusch, Bauhofmitarbeiter Thomas Stegemann und Gunter Demnig, wo die Steine am besten zur Geltung kommen. Ein Bezug zum Haus sollte sichtbar sein, mittig zur Eingangstür. Bauhofmitarbeiter Thomas Stegemann entfernte dann zwei Pflastersteine auf dem Hof. Dort fanden die Stolpersteine ihren neuen Platz.

 

Initiative des Sohns

Herbert Harbusch wusste dann noch als alt eingesessener Beiseförther einiges über die Familie Katz zu berichten: „Familie Katz hatte drei Kinder: Ilse, Doris und Manfred. Manfred Katz (Jahrgang 1928), der verheiratet und Vater von drei Kindern ist, lebt in den USA. Er hat die Verlegung der Stolpersteine in Beiseförth veranlasst.“ Mit elf Jahren habe Manfred Katz Beiseförth verlassen. Vater Sally, weiß Harbusch, war Pferdehändler. Harbusch hatte auch im Gedenkbuch „397 Jahre jüdisches Leben in Beiseförth“ (2008) von Manfred Eifert (Heinebach) und Manfred Katz nachgelesen und erfahren:
1858 waren es 13 jüdische Familien mit 62 Personen. Am 9. November 1938 waren es nur noch 15 Menschen.

H I N T E R G R U N D

In 748 Orten in Deutschland

Gunter Demnig hat seit Beginn seiner Aktion über 35 000 Steine in Europa verlegt. In Deutschland liegen sie in 748 Orten. Im Oktober 2005 wurde er für sein Projekt mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Demnigs Credo lautet: „Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ (ycg)


www.stolpersteinemelsungen.de
www.stolpersteine.com

 

Quelle: HNA

 

 

 

Badefreigabe für Naturbadesee Beiseförth

Nach einer Veröffentlichung auf malsfeld-news am 11. August 2011 und Bericht in den Heimatnachrichten, der in der Gemeindevertretung Malsfeld hohe Wellen schlug, wird der Naturbadesee Beiseförth durch das Gesundheitsamt Schwalm Eder auf seine Badewasserqualität überprüft.

Die erste Überprüfung ergab eine Belastung von Enterokokken 15 (KBE/100ml), Escherichiacoli <15 (KBE/100ml) und daher keine Beanstandung. Es bleibt abzuwarten ob eine Belastung durch Massenentwicklung von Blaualgen (Cyanobakterien) verhindert wird. Die Hochsaison für Blaualgen ist der Sommer, daher ist der Naturbadesee  wegen seiner geringen Wassertiefe bis 3 m besonderst gefährdet.
Positiv ist die  regelmäßige Prüfung der Wasserqualität zu werten, die Sicherheit für die Badegäste bedeutet.

 

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