Badesee Beiseförth durch Hochwasser der Fulda verunreinigt

Der  Naturbadesee Beiseförth wurde nach dem Hochwasser der Fulda durch das Gesundheitsamt Homberg Efze vor etwa 2 Wochen zum Baden gesperrt.

Die Bekanntgabe der Sperrung wurde über die Internetseite des Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie veröffentlicht.  Die Gemeinde Malsfeld stellte aber auch bis zum 13.06. keine Hinweisschilder über ein Badeverbot am Badesee auf, obwohl die Gemeinde dazu verpflichtet ist. Am 14.06. um 9.00 Uhr wurde das Gesundheitsamt Homberg und Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie über den Vorgang unterrichtet. Das Gesundheitsamt konnte sich den Vorfall nicht erklären, versprach umgehend die Gemeinde Malsfeld zu benachrichtigen und bedankte sich für den Hinweis.

Nach Angabe des Gesundheitsamtes Homberg Efze war geplant am 17.6. und 24.6.  Wasserproben zu nehmen, sollten keine Beanstandungen nach den Messungen vorliegen stand der Badefreigabe durch das Gesundheitsamt nichts im Weg.

Ich staunte nicht schlecht, innerhalb von 30 Minuten nach meinen Telefonat wurde die Eintragung auf der Internetseite des Hess. Landesamt für Umwelt und Geologie durch das Gesundheitsamt Homberg Efze geändert, von Badeverbot, auf Badefreigabe mit dem Hinweis: 14.06.2013, 09:32: Aufgrund des Hochwassers im Juni, zur Zeit baden auf eigene Gefahr.
Die Gemeinde Malsfeld brachte die entsprechenden Hinweise „Baden derzeit auf eigene Gefahrnachträglich am Badesee an.

Kinder am 13.06 im Naturbadesee Beiseförth ohne Hinweisschilder

Am 13.6. schwammen Kinder im Badesee ohne Aufsicht und natürlich auch ohne die entsprechenden  Hinweisschilder, das Verhalten der Gemeinde ist grob fahrlässig. In 2011 wurde ein Kind wegen allergischer Reaktionen auf das Wasser im Badesee durch Atemnot von der DLRG gerettet. Unverständlich auch die überhastete Badefreigabe durch die Gesundheitsbehörde Homberg, obwohl die zweite Messung nicht durchgeführt wurde.
Das Gesundheitsamt Homberg gab den Badesee am 17.06. nach der ersten Messung ohne Einschränkung frei, obwohl die zweite Messung noch anstand.

Fazit: Ob der Hinweis: „Baden auf eigene Gefahr “der Verordnung und Gesetzeslage über Badeseen entspricht, darf bezweifelt werden. Ein Badegast ist nicht in der Lage, die Gefahr am Naturbadesee Beiseförth richtig einzuschätzen, und das auch noch ohne Beaufsichtigung. Verpflichtungen zur Veröffentlichung wurde von der Gemeinde Malsfeld aus bekannten Gründen nach meiner Meinung absichtlich ignoriert!

Nicht vergessen der Bericht vom 11.08.2011 mit Belastung von Blaualgen im Naturbadesee Beiseförth

 

Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen · Teil I

Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer*) (VO-BGW) 21. Juli 2008

§ 7 Bewirtschaftungsmaßnahmen in Ausnahmesituationen, Maßnahmen bei hohen Einzelwerten

(1) Sobald Ausnahmesituationen oder unerwartete Situationen auftreten, die sich negativ auf die Badegewässerqualität und auf die Gesundheit der Badenden auswirken können, sind entsprechende Bewirtschaftungsmaßnahmen zu treffen. Diese Maßnahmen schließen auch die Information der Öffentlichkeit und ein zeitweiliges Badeverbot ein.

§ 12 Information der Öffentlichkeit

(1) Während der Badesaison sind folgende Informationen zu verbreiten und unverzüglich an leicht zugänglicher Stelle
in unmittelbarer Nähe jedes Badegewässers bereitzustellen:

1. die aktuelle Einstufung des Badegewässers sowie ein Badeverbot oder ein Abraten vom Baden mittels deutlicher und einfacher Zeichen und Symbole, die im Staatsanzeiger durch die oberste Wasserbehörde nach Maßgabe der Festlegung nach Art. 15 Abs. 2 der Richtlinie 2006/7/EG veröffentlicht werden,

2. eine allgemeine, nicht fachsprachliche Beschreibung des Badegewässers auf der Grundlage des nach Anlage 3 erstellten
Badegewässerprofils,


3. bei Badegewässern, die für kurzzeitige Verschmutzungen anfällig sind:
a) eine Mitteilung darüber, dass das Badegewässer für kurzzeitige Verschmutzungen anfällig ist,
b) die Anzahl der Tage in der vorangegangenen Badesaison, an denen es aufgrund einer kurzzeitigen Verschmutzung
ein Badeverbot gegeben hat,
c) eine Warnung, sobald eine kurzzeitige Verschmutzung vorhergesagt wird oder vorliegt,


4. Informationen über die Art und voraussichtliche Dauer von Ausnahmesituationen,


5. wenn das Baden verboten oder davon abgeraten wird, ein Hinweis mit Angabe von Gründen,

Internetseite von HLUG und Hinweistafel am Naturbadesee Beiseförth vor dem Telefonat vom 13.06.


 

 

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