Beiseförth

Wir fühlen uns denunziert

Beiseförth. Der Brandbrief von Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel sorgt bei den Hundehaltern weiterhin für Verärgerung. Auslöser ist vor allem die Weigerung sogenannte  „Dog Stations“ (Abfallbehälter mit Tüten für Hundekot) aufzustellen.

Hundehalter aus Beiseförth fordern Bürgerversammlung wegen Kot-Drohung

Zur Erinnerung: „Wir haben zunächst auch überlegt Spender aufzustellen, aus denen die Gassigänger kleine Tütchen zur Beseitigung des Kots ziehen können“, hatte Vaupel gesagt. Doch letztlich sei die Idee wieder verworfen worden. „Die hätten wir ja im ganzen Ort verteilen müssen.“ Die Hundehalter fragen sich derweil, wo sie den Kot entsorgen sollen. „Sollen wir in der eine Hand den Hund, in der anderen den Kot nehmen?“

Wir werden angeprangert

„Wir achten natürlich darauf, dass unsere Hunde nicht auf Gehwege, Spielplätze oder gemähte Rasengrundstücke ihre Notdurft verrichten.  Durch den Brief unseres Bürgermeister fühlen wir uns denunziert. Das klingt so, als wären wir die größten Dreckmacher“, so Regina Porzucek. „Wir werden angeprangert, dabei gibt es doch auch viele andere, die die Wege verschmutzen. Was ist mit den Pferden, die auf der Straße ihre Notdurft verrichten, Leuten die ihre Kaugummis einfach weg spucken? Das Zusammenleben in einer Gemeinde sollte doch eigentlich durch gemeinschaftliche Lösungen geprägt sein. Wenn aber öffentlich aufgerufen wird, Leute anzuzeigen, die ihren Kot nicht weg machen, stelt dies keinen Beitrag für ein friedliches Beisammensein dar.“ Man solle doch lieber eine Bürgerversammlung einberufen, in der die Sache diskutiert werden könne, statt anzuklagen fordern die Beiseförther Hundehalter. Schließlich zahle man auch Hundesteuer. Dafür könne man doch zumindest an einigen Orten eine Dog Station aufstellen.

Quelle: Heimatnachrichten

Baden erwünscht – Beiseförth ist bereit für den Sommer

Beiseförth. „Baden verboten“ anstatt Badespaß. So hieß es im vergangenen Sommer am See in Beiseförth. Die Wasserpflanzen im See und die Algen auf der Oberfläche hatten sich so stark vermehrt, dass der See für Badende gesperrt werden mußte. Besucher blieben aus und selbst einige Dauercamper des angrenzenden Campingplatzes räumten das Feld.
In diesem Jahr soll alles anders laufen. Die Stadtverwaltung Malsfeld hat eine Möglichkeit gefunden, das Problem in den Griff zu bekommen. Pflanzenmaht heißt die Lösung, für die man sich entschieden hat. Dabei werden die Wasserpflanzen mittels eines Bootes, das wie ein schwimmender Rasenmäher wirkt, abgeschnitten.

Das Wasser ist sauber, die Pflanzen im See beseitigt, jetzt kann die Badesaison in Beisefört beginnen. Foto: ebc

Rund 10.000 Euro hat das  Verfahren die Gemeinde gekostet, aber Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel und Bauamtsleiter Jürgen Engel sind sich sicher,  es hat sich gelohnt. Auch den Algen will man mit Hilfe eines für Mensch und Tier unschädlichen Verfahrens an den Kragen. Bei der sogenannten Phosphatfällung wird eine übermäßige Anreicherung des Gewässers mit Nährstoffen, die das Algenwachstum fördern, verhindert.
Aber nicht nur im, sondern auch um den See gibt es einige Neuerungen. Ein Kinder- und Familienbad soll das Gelände werden. Der ehemalige Minigolfplatz wird zu einer Spielwiese für die Kleinen umgestaltet. „Neben mehreren Spielgeräten und einem Trampolin, wird auch ein Pool für Kleinkinder aufgestellt “, erklärt Bürgermeister Vaupel. „Zudem werden wir Wasserspaßgeräte anschaffen, um das Baden hier noch attraktiver zu machen.“

In Verbindung mit dem Campingplatz und der teilrenovierten Schwimmbadgaststätte, die am 23. April wieder in Betreib genommen wird, ist der Beiseförther See ein Ausflugsziel, dass den Besuch lohnt.

Quelle: Heimatnachrichten

Baden Verboten

Beiseförth in Aufruhr: Algenpest lässt Gäste weg

Beiseförth. Ein Sommer, ein See und ein Schild sind die Hauptakteure im Zwist um den Badespaß in Beiseförth. Der Sommer ist da, der See ist voller Algen und auf dem Schild steht, dass Baden hier nicht erlaubt ist. Von unten wachsen Wasserpflanzen, oben explodieren die Algen.

Lösungsversuche nicht von Erfolg gekrönt

Die Malsfelder Gemeindeverwaltung ordnete ein Badeverbot Ende Mai an. Seitdem bleiben die Gäste aus, die Badegäste, die Camper, die Kanuten. Dauercamper Peter Klemm ist empört: „Seit April ist das Problem bekannt, hätte man da etwas gemacht, wäre der See jetzt offen.“ Untätig war die Stadtverwaltung Malsfeld nicht. Man versuchte mit Arbeitern, die mit Rechen und Anglerhosen in den See stiegen, die Algen rauszufischen. Ein Bagger sollte die zusammengeschobenen Algen herausfischen. „Mit den Geräten war das ein schlechter Witz,“ ist sich Peter Klemm sicher. Durch regelmäßige Fuldahochwasser wird der Weiher mit Phosphaten versorgt, der perfekte Dünger für die Pflanzen. Das stehende Gewässer heizt sich zudem auf und bietet so ideale Bedingungen für das Wachstum. Sauerstoff ist in dem Gewässer zusätzlich knapp.

Dauercamper reisen ab, Plätze bleiben leer

Erwin Nun wohnt in Beiseförth und beobachtet die Situation schon länger: „Fünf Dauercamper sind schon weg, das gabs noch nie.“ Kritik gibt es vor allem über die Informationspolitik aus dem Rathaus. Die Betroffenen erwarten eine klare Ansage, was passieren wird, damit die nächste Saison nicht auch ausfällt. Pächterin Hinz spricht von Umsatzeinbußen von 50 Prozent. „Das ist sehr schlimm,“ gibt sie zu verstehen. Anfang April ging es los, selbst die Schwäne hätten um die Algenpest einen Bogen gemacht, erzählen die Camper.
Doch nicht nur die Campingfreunde bleiben weg. Die Angler fehlen ebenfalls und die neue Anlegestelle für Kanuten verwaist.

Es hätte nicht soweit kommen müssen, darin ist sich die kleine Allianz gegen das Algenproblem einig. Daher haben die Akteure nun eine Unterschriften gestartet. Innerhalb von zwei Wochen sind 200 Unterschriften zusammen gekommen, die will man nun im Rathaus vorlegen. Die Stadtverwaltung hat in der Zwischenzeit eine Spezialfirma das Problem ansehen lassen. Eine Beseitigung sei möglich, doch die Kosten enorm, ist aus dem Rathaus zu hören. Der Antialgendienst arbeitet mit Amphibienbooten und speziellen Mähwerken, um die Pflanzen runterzuschneiden.

Kostspielige Lösungen von Gemeinde erwogen

Alle zwei Jahre wäre eine solche Maßnahme nötig, etwa 10.000 Euro kostet die „Algenmaat“, sagt Malsfeld Bürgermeister Herbert Vaupel. Die chemische Lösung würde nur die Algenbekämpfen und kostet jährlich 3.000 bis 5.000 Euro. „Es gibt keine Paradelösung,“ so Vaupel. Um Grundwasserkontakt wiederherzustellen, könnte der See abgelassen und ausgebaggert werden – Die Kosten wären horrend. Auch Trinkwasser in den See zu pumpen, ist teuer.
Doch seit der Erhöhung der Kreisumlage ist auch in Malsfeld das Geld knapp. Auf der Sitzung am 2. August konnte sich die Gemeinde für keine Lösung entscheiden. Vaupel verspricht: „Im Herbst finden wir eine Lösung, damit die nächste Saison stattfinden kann“.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Heimatnachrichten

Still ruht noch der See

Für das Gewässer in Beiseförth gilt künftig möglicherweise Europäisches Recht

MALSFELD. Malsfeld steht in Sachen Naturbadesee Beiseförth vor einer Grundsatzentscheidung: Entweder steckt die Gemeinde künftig Jahr für Jahr etwa 20 000 Euro in das Freizeitgelände oder aber sie stellt den Badebetrieb ein und setzt damit das Gelände samt Campingplatz und Gastronomie als Touristenattraktion aufs Spiel. Das wurde am Donnerstagabend während einer Parlamentssitzung deutlich.

Überraschend hatten sowohl die CDU-Fraktion als auch Bürgermeister Herbert Vaupel beantragt, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. Im vergangenen Jahr habe man 20 000 Euro insbesondere für eine Algenmahd sowie eine Phosphatausfällung zur Verfügung gestellt, um die Wasserqualität zu verbessern, erklärte Klaus Rehs (CDU). Nun habe man über die Presse von Schwierigkeiten in der Sache erfahren. Diese drehten sich im Kern um die rechtliche Würdigung des Badesees, erklärte Vaupel.

Hintergrund: Vor zehn Jahren hatte das Land Hessen laut Vaupel den Naturbadesee aufgrund geringer Besucherzahlen als Gewässer der Europäischen Union (EU) abgemeldet, mit der Folge, dass die Gemeinde seither die Wasserqualität in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt auf freiwilliger Basis habe untersuchen lassen. Zehn Jahre ging das gut. Doch nachdem die Gemeinde dieses Jahr ins Freizeitgelände investiert und unter anderem Algen und Pflanzen aus dem See entfernt hatte, griff laut Vaupel ein weiteres Kriterium der EU:

Danach ist der Badesee unter anderem aufgrund seiner umliegenden Infrastruktur wie Wachstation, Café, Campingplatz und sanitären Anlagen nach EU-Normen einzustufen und entsprechend zu bewirtschaften. Damit werde der See mit der Stockelache Borken, dem Neuenhainer See und dem Frielendorfer Silbersee verglichen, den bislang einzigen EU-Gewässern im Schwalm-Eder-Kreis, berichtete Vaupel und kommentierte: „Eine Farce“.

Wichtiger Baustein

Nun muss die Politik über die Zukunft des Freizeitgeländes entscheiden, verdeutlichte Vaupel dem Gemeindeparlament. Er selbst befürworte einen Badebetrieb nach EU-Recht. Denn ohne das Badeangebot verliere das Freizeitgelände einen wichtigen Baustein und überhaupt an Attraktivität.
(lgr)

Quelle: HNA

 


Blaualgenbelastung Naturbadesee Beiseförth

Der Naturbadesee Beiseförth musste wegen starker Blaualgenbelastung erneut von einer Firma gereinigt werden.
Die letzte Reinigung im Frühjahr hat der Gemeinde erst 10.000 Euro gekostet jetzt nach 3 Monaten ist der Badesee wieder in dem gleichen schlechten Zustand.

Verursacht wird das starke Algenwachstum durch den  hohen Phosphatgehalt unter anderen Überdüngung von der  Landwirtschaft und die Überschwemmungen der Fulda im Frühjahr. Negativ wirkt sich auch die geringe Wassertiefe aus, max. 3,0 Meter. Durch die geringe Wassertiefe heizt sich der Badesee im Sommer schnell auf, die Blaualgen können sich dadurch explosionsartig vermehren.


Durch Verschlucken von Blaualgen können die Gifte in den Körper gelangen und zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Blaualgen sind auch für Reizungen an Haut, Schleimhaut und Auge sowie Entzündungen und allergische Reaktionen verantwortlich.
Für sensibele Menschen sind die Blaualgen gefährlich, sie können Atemnot hervorrufen.
Die Gemeinde Malsfeld hatte den Naturbadesee bei den Behörden als Badesee in 2003 abgemeldet und der Badesee wird daher auch nicht nach den Richtlinien der EU auf seine Wasserqualität überprüft.
Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es nur drei Badeseen, Silbersee in Frielendorf, Neuenhainersee und der Stockelacher See die nach den Richtlinien der EU regelmäßig geprüft werden.

Als fragwürdig ist das Verhalten der Gemeinde zu betrachten, durch die Abmeldung des Naturbadesee Beiseförth bei den Behörden in 2003 als Badesee darf der Naturbadesee in Beiseförth nicht als Badesee beworben werden, die Folge bei Nichtbeachtung ist eine umgehende Schließung.
Verwirrend die Beschilderung auf dem Freizeitgelände „Baden auf eigene Gefahr“ bezieht sich der Hinweis auf die schlechte Wasserqualität? Für die „Wasserspaßgeräte“ auf dem Naturbadesee hat man kein Verständnis, wenn ein Badesee nicht auf seine Wasserqualität überprüft wird und hier Gäste zum Baden animiert werden.

Neues Nutzungskonzept Naturbadesee Beiseförth

Ein neues Nutzungskonzept für den Naturbadesee muss umgehend beschlossen werden. Die letzte Reinigung am Naturbadesee Beiseförth wurde erst vor Saisonbeginn durchgeführt, aber eine erneute Reinigung ist schon wieder erforderlich, obwohl der Sommer bisher nicht sehr warm ist kommen auf die Gemeinde erhebliche Kosten, die sicherlich nicht eingeplant sind. Für die Gäste am Badesee hinterlassen die Arbeiten an der Ferienanlage auch keinen guten Eindruck. Im Vergleich der letzten offiziellen Messungen hat der Goldbergsee in Ostheim bessere Wasserwerte als der Naturbadesee Beiseförth.

Artikel Schwälmer Bote vom 27.04.2011

Artikel Heimatnachrichten vom 04.08.2010

Die letzten offiziellen Messungen Badesee Beiseförth hier zum Download

Badeseen in Hessen hier

 

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
Prev Next

Gartenhaus reduziert Stromkosten umweltfreundlich

Gartenhaus reduziert Stromkosten umweltfreundlich

Gartenhaus reduziert Stromkosten und entlastet die Umwelt Die installierte Photovoltaikanlage auf dem Gartenhaus mit 5...

„Gefahr für Energiewende“

„Gefahr für Energiewende“

„Gefahr für Energiewende“ Die Südlink-Trasse ist überflüssig, sagen Felsberger Bürgerinitiative und Bürgermeister FELSBERG. Wer ja zur Energiewende...

Vorhandenes Gasnetz macht SuedLink Trasse überflüs…

Vorhandenes Gasnetz macht SuedLink Trasse überflüssig

Vorhandenes Gasnetz macht SuedLink Trasse überflüssig Die geplanten Stromtrassen stoßen auf berechtigte Ablehnung bei den Bürgern...

Windkraftgegner ohne Alternativen

Windkraftgegner ohne Alternativen

Windkraftgegner die keine Alternativen zu einer umweltverträglichen Energieversorgung bieten aber auf Zerstörung der Landschaften durch...

Zweckverband befasst sich mit Windkraft

Zweckverband befasst sich mit Windkraft

Zweckverband befasst sich mit Windkraft am Wildsberg Malsfeld. Ab dem 15. März wird das Regierungspräsidium Kassel...

Der unseriöse „Energie-Soli“ von Herr Altmaier!

Der unseriöse „Energie-Soli“ von Herr Altmaier!

Der unseriöse „Energie-Soli“ von Herrn Altmaier! Nach Planung von Hr. Altmaier soll ein „Energie-Soli“ von 1,5...

Wetter Gemeinde Malsfeld

Aktuell sind 5 Gäste und keine Mitglieder online