Elfershausen

Die Post kommt immer

Elfershausen. Reinhold Kripko ist Postprofi. Seit 28 Jahren stellt der Malsfelder Briefe und Pakete zu. Strenge Winter sind für den 43-Jährigen nur eine Spielart seines stressigen Berufs.

Schaltet bei Schnee und Eis einen Gang zurück: Reinhold Kripko auf Tour in Elfershausen. Foto: Grugel

Bei Schnee und Eis schaltet aber selbst der eilige Bote einen Gang zurück. Zu viele Gefahren lauern an den Hausecken. Bei Wechselwetter mit Frost-Tau-Perioden etwa gibt es unterm harmlosen Schnee Eisplatten. Auf denen legen sich selbst ruhige Spaziergänger ratzfatz hin, wie Kripko vor einem Jahr erfuhr, als er sich bei einem Sturz das Bein stauchte. Übers Wochenende schonte sich der leidenschaftliche Postler, dann ging es weiter wie immer.

So wie diese Woche. Mit vier Paketen steigt Kripko am Dienstag eine Haustreppe in Beiseförth hoch. Da macht es plumps - und die braunen Schachteln purzeln auf die Erde. Doch diesmal war es nicht Glätte. Schnee verdeckte eine Treppenkante und der Bote trat ins Leere. Immer dieser Winter. „Sonne ist schöner“, sagt Kripko.

Kripko kennt sie alle, die Häuser mit ihren oft versteckten Briefkästen, ihre Bewohner und die Hauseingänge mit ihren Gefahren: nicht geräumte Wegen, stellenweise gefrorener Waschbeton, glitschigen Marmorplatten.

„Hallo, Herr Kripko“, ruft einer seinem Postboten hinterher. Der grüßt im Vorbeigehen zurück und ist auch schon zwei Häuser weiter, wo Katja Porzucek sich über ein großes Paket mit Zubehör fürs Internet freut. Überhaupt Internet: Was die Leute sich im Netz alles bestellen, fährt Kripko ihnen vor die Haustür. Bis 31,5 Kilo muss der Mann schleppen, ob Kleidung, Hundefutter oder wie dieser Tage Streusalz.

Für ein Schwätzchen bei der Übergabe bleibt keine Zeit. 200-mal steigt Kripko an einem Arbeitstag aus seinem gelben Lieferauto aus und ein. Die Fahrerkabine strahlt nicht viel Wärme aus. Gegen die Kälte hat sich der 43-Jährige dick eingepackt. Die Posthandschuhe gönnt sich Kripko aber erst ab minus zehn Grad Außentemperatur. Mit nackten Fingern greift es sich eben besser in die vorsortierten Kästen mit den vielen Briefen für die 600 Haushalte seines Bezirks.

Sortiert und verladen hat Kripko, der Mann aus Elfershausen, seine Brief- und Paketfracht schon um 6 Uhr im Melsunger Postzentrum. Bevor der Einsatz in der teils brutalen Kälte beginnt.

Quelle HNA

Von Lorenz Grugel

Brunnenfest mit 3500 schmucken Eiern

Sage und schreibe 3500 bemalte Ostereier hat der Förderkreis zur Erhaltung der Kirche in Elfershausen als Schmuck für sein Osterbrunnenfest gesammelt.

Die bunten Eier lieferten neben der Kirche unter anderem die Malsfelder Kindergärten sowie Schulen in Malsfeld und Melsungen. Das Fest am Elfershäuser Dorfbrunnen (bei Regen im Dorfgemeinschaftshaus) beginnt am Sonntag, 28. März, um 10.30 Uhr mit einem zentalen Gottesdienst für Malsfeld und Beiseförth. In den Mittagsstunden gibt es warmes Essen sowie Kaffee und Kuchen. Der Festerlös ist wie bei anderen Aktionen des Förderkreises auch diesmal für die Sanierung der vom Schwamm befallenen Ortskirche gedacht. Unser Bild zeigt am geschmückten Dorfbrunnen von links Manfred Pötsch, Karl-

Heinz Reichmann, Ilona Weisel, Klaus-Jürgen Weisel, Brigitte van der Steen, Christa Schmid, Hartmut Siegmann, Karin Reichmann, Wilfried Schmidt und Pfarrerin Kirsten Bingel. (lgr)

Quelle HNA

Eier sammeln und Gutes tun

Erlös des Elfershäuser Brunnenfestes wird in die Kirchensanierung investiert

Elfershausen. Rund um den Elfershäuser Dorfbrunnen kann man seit Sonntag viele farbenfroh gestaltete Ostereier bestaunen. Der Förderkreis zur Erhaltung der Kirche veranstaltete unter dem Motto „Alles rund um’s Ei“ ein erlebnisreiches Brunnenfest und schmückte aus dem diesem Anlass den Dorbrunnen mit 3500 Ostereiern.

 

Bunter Schmuck: Anita Dossinger und Mia Dossinger staunten nicht schlecht über so viele Ostereier. Foto: Günther

Ein dreiviertel Jahr lang hatten neben der Kirchengemeinde auch die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule Malsfeld, der Fuldatal-Schule Melsungen und die Jungen und Mädchen der Kindergärten Malsfeld und Sipperhausen fleißig Eier gesammelt und diese liebevoll gestaltet. Die Viertklässler der Astrid-Lindgren-Schule gingen hierbei besonders raffiniert vor und bliesen 200 Eier in der Bäckerei Theis in Beiseförth aus. Damit steuerten sie die meisten Eier bei. „Wir haben zwei Tage gebraucht, um den Dorfbrunnen zu schmücken. Aber alle haben mitgeholfen, und das Ergebnis ist einfach toll“, sagte Ortsvorsteher Karl-Heinz Reichmann.

Nach einem Gottesdienst am Palmsonntag stärkten sich die Besucher des Brunnenfestes mit Grüner Soße, Rührei und Grünem Kuchen. Aufgrund des schlechten Wetters wurde zwar nicht wie geplant am Dorfbrunnen, sondern im Dorfgemeinschaftshaus gefeiert, doch davon ließen sich die gutgelaunten Elfershäuser keinesfalls die Stimmung vermiesen.

Rallye für die jüngsten Gäste

Auch für die Unterhaltung der Kinder war mit einer erlebnisreichen Dorfrallye gesorgt. „So ein Fest wie heute stärkt das Gemeinschaftsgefühl des Dorfes, und ich bin stolz darauf, dass so viele Menschen daran teilnehmen“, sagte Reichmann.

Der Förderkreis zur Erhaltung der Kirche in Elfershausen stellte ein tolles Fest auf die Beine und unterstützt mit dem Erlös die Sanierung der Kirche. „Es ist großartig und freut mich, wie gut Kirche und Gemeinde zusammenarbeiten“, lobte Pfarrerin Kirsten Bingel. (zcg)

Quelle HNA

Willi fährt auf Trecker ab

Elfershäuser nimmt mit Schlepper-Tour Abschied als Landmaschinenmechaniker

Melsungen/malsfeld. 51 Jahre reparierte Willi Scholl aus Elfershausen Landmaschinen bei der Melsunger Raiffeisen-Zentrale. Jetzt plant der 65-Jährige einen grandiosen Abschied: Mit einem Fendt-Schlepper will der Elfershäuser 22 Raiffeisen-Standorte in Hessen und Thüringen abklappern und sich von seinen Kollegen in den Ruhestand verabschieden.

Steht mit Schleppern auf du und du: Willi Scholl (links) repariert seit 51 Jahren Landmaschinen. Unser Bild zeigt ihn in der Melsunger Werkstatt der Raiffeisen-Zentrale mit seinem Kollegen Frank Grenzebach. Fotos: Grugel

Sein langjähriger Arbeitgeber, die Raiffeisen Kurhessen-Thüringen, hat für das Vorhaben nicht nur grünes Licht gegeben, sagt Frank Grenzebach vom Vertrieb der Melsunger Raiffeisen-Zentrale. Auch die Spesen werden übernommen.

Das hat Willi Scholl allerdings auch verdient: Im zarten Alter von zwölf Jahren war der gebürtige Elfershäuser mit dem Fahrrad nach Melsungen zur Raiffeisen-Stelle gefahren, um sich um eine Lehrstelle zu bewerben – als 13-Jähriger trat er dort seine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker an. Seine Bilanz 51 Jahre später: „Ein Traumberuf war das hier.“

14-tägige Abschiedstour

Bei der Raiffeisen reparierte der Vater von zwei erwachsenen Kindern nicht ausschließlich Schlepper. Er setzte sich als Betriebsrat und im Aufsichtsrat des Unternehmens mit 1300 Beschäftigten in Hessen und Thüringen auch für seine Kollegen ein. Deshalb kennt der Elfershäuser in allen Werkstätten Leute – und darum will er sich überall auch persönlich verabschieden. Schätzungsweise wird die Tour 14 Tage dauern.

Seine frühe Selbstständigkeit erklärt sich der 1945 Geborene damit, dass er ohne seinen seit Kriegsende vermissten Vater aufwachsen und schon früh in der Landwirtschaft mithelfen musste.

Wie der Raiffeisen blieb Willi Scholl später auch der Landwirtschaft treu: Bis 2006 versorgte er elf Milchkühe und 15 Hektar Acker- und Grünland. Dafür stand er schon um 4 Uhr morgens auf und erschien manches Mal mit Duftnote bei der Arbeit.

„Die Schlepper waren mein Handwerk, darauf kann man auch abfahren.“

Willi Scholl

„Wo ich zufrieden bin, da bleibe ich“, sagt Willi Scholl, der selbst seinem Friseur nachreiste. Treue hält er auch den Landmaschinen. Trotz Rente auf dem Konto stand der 65-Jährige gestern in der Raiffeisen-Werkstatt und kümmerte sich um eine gebrochene Treckerachse. Vor seiner Haustür steht ein Fendt 215 Allzweck-Geräteträger. „Die Schlepper waren mein Handwerk, darauf kann man auch abfahren“, sagt Willi Scholl.

Langeweile sieht der 65-Jährige im Ruhestand nicht auf sich zukommen. Bücher will der Elfershäuser lesen, seiner Frau eine Wunschliste erfüllen und weiter in den Vereinen und bei der Malsfelder Feuerwehr mitmischen, der er von 1990 bis 2005 als Gemeindebrandinspektor vorstand. Nur eins gibt’s nicht: Reisen. Auch da bleibt sich der 65-Jährige treu, der in seinem Leben keine Handvoll Urlaubstage in fernen Gegenden unterwegs war.

Von Lorenz Grugel

Quelle www.hna.de

Mehr Asphalt und doch mehr Ruhe

Gemeinde Malsfeld übernimmt Straßen vom Land Hessen - und könnte die dann sperren
MALSFELD. Eine neue Straßenverbindung gibt es seit August zwischen der Autobahn-
Anschlussstelle Malsfeld und der Bundesstraße 83 am Sommerberg südlich von Melsungen.
Seitdem ist im Malsfelder Raum verkehrsmäßig nichts mehr so, wie es einmal war.
Das hat nun Konsequenzen für den Weiterbetrieb einiger Straßenabschnitte: Etwa fünf

   

Quelle: HNA

Kilometer bisherige Landes und Kreisstraßen übernimmt die Kommune Malsfeld in eigene Verantwortung, muss also für Unterhaltung, Reparatur und Winterdienst sorgen. Im Gegenzug gehen etwa 800 Meter Malsfelder Gemeindestraße in die Zuständigkeit der hessischen Straßenbauverwaltung über (siehe Grafik) Dafür gaben Malsfelds Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht. Wenn auch das Geben und Nehmen rein kilometermäßig nicht ausgewogen ist: „In diesem Gesamtsystem sind wir nicht zuletzt auch Profiteur“, meinte Bürgermeister Herbert Vaupel. So werde die bisherige Kreisstraße durch Dagobertshausen noch auf Kosten des Landes Hessen saniert, bevor sie in Malsfelder Verantwortung übergehe.

Da diese Verbindung von Ostheim in Richtung Beiseförth künftig keine überörtliche Funktion mehr hat, könne die Gemeinde sie auch eigenmächtig sperren, um für Ruhe im Ort zu sorgen. Ein Vorzug, den auch CDU-Parlamentarier Bodo Schacht unterstrich: „Wir haben dann die Verfügungsgewalt - anders als in Körle.“ Dort stocken die Bemühungen um eine Beruhigung der Ortsdurchfahrt. Weil die eine Bundesstraße ist, haben Gemeinde und Kreis vorerst keine Handhabe. Ohne offizielle Sperrung werde es auch in Dagobertshausen nicht ruhiger werden, meinte Schacht. Das Problem liege bei den Navigationsgeräten, die in immer mehr Neuwagen eingebaut sind: Kommt man in Ostheim von der Autobahn und will etwa in Richtung Rotenburg fahren, würde als kürzester Weg der über Dagobertshausen und Beiseförth auf die B 83 angezeigt. Die Obermelsunger und Elfershäuser werden nach der Umwidmung kaum noch Kummer mit durchfahrenden Autos haben: Die Verbindung zwischen beiden Orten wird für den Durchgangsverkehr gesperrt und ist künftig nur für Anlieger passierbar. (ASZ)

Artikel der HNA als Original

Quelle:HNA

 

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
Prev Next

Gartenhaus reduziert Stromkosten umweltfreundlich

Gartenhaus reduziert Stromkosten umweltfreundlich

Gartenhaus reduziert Stromkosten und entlastet die Umwelt Die installierte Photovoltaikanlage auf dem Gartenhaus mit 5...

„Gefahr für Energiewende“

„Gefahr für Energiewende“

„Gefahr für Energiewende“ Die Südlink-Trasse ist überflüssig, sagen Felsberger Bürgerinitiative und Bürgermeister FELSBERG. Wer ja zur Energiewende...

Vorhandenes Gasnetz macht SuedLink Trasse überflüs…

Vorhandenes Gasnetz macht SuedLink Trasse überflüssig

Vorhandenes Gasnetz macht SuedLink Trasse überflüssig Die geplanten Stromtrassen stoßen auf berechtigte Ablehnung bei den Bürgern...

Windkraftgegner ohne Alternativen

Windkraftgegner ohne Alternativen

Windkraftgegner die keine Alternativen zu einer umweltverträglichen Energieversorgung bieten aber auf Zerstörung der Landschaften durch...

Zweckverband befasst sich mit Windkraft

Zweckverband befasst sich mit Windkraft

Zweckverband befasst sich mit Windkraft am Wildsberg Malsfeld. Ab dem 15. März wird das Regierungspräsidium Kassel...

Der unseriöse „Energie-Soli“ von Herr Altmaier!

Der unseriöse „Energie-Soli“ von Herr Altmaier!

Der unseriöse „Energie-Soli“ von Herrn Altmaier! Nach Planung von Hr. Altmaier soll ein „Energie-Soli“ von 1,5...

Wetter Gemeinde Malsfeld

Aktuell sind 16 Gäste und keine Mitglieder online