Malsfeld

 

Strassenbauamt

Vorzug für Anschluß Ostheim

Einen eindeutigen Vorzug für einen Autobahnzubringer bei Malsfeld haben die bisherigen Untersuchungen des Kasseler Straßenbauamtes ergeben. Mensch und Natur würden hier weniger belastet.

MALSFELD • "Im Bereich von Malsfeld ist das Risiko, Menschen mit einer Straße zu belasten, letztlich geringer als in Melsungen." Rainer Böhm, stellvertretender Chef des Straßenbauamtes in Kassel sprach einen großen Satz gelassen aus - und im dreiviertel gefüllten Saal der Gaststätte Jägerhof rumorte es am Dienstagabend gewaltig. Eine, wenn auch erheblich kürzere Straße bei Melsungen würde ganz einfach wesentlich näher an Wohngebieten liegen als ein Zubringer zur - A 7 auf Malsfelder Gebiet. Was sie nicht hören wollten, das sagte der Chef der Planungsabteilung in der Kasseler Behörde den Zuhörern der Bürgerversammlung ganz deutlich.

Rainer Böhm vomStraßenbauamtin KasseL erntete während der Bürgerversammlung in Malsfeld fast ausschließlich Kritik für seine Ausführungen zum möglichen Autobahnanschluß Ostheim und der erforderlichen Zubringerstraße. (Foto:Brückmann)

Die bisherige Untersuchung der Umweltverträglichkeitsstudie, bei der es sich wohlgemerkt um eine Voruntersuchung und nicht etwa um die Planung eines Autobahnzubringers handelt, ,,hat eine deutliche Präferenz für Malsfeld- Ostheim" ergeben. Zum einen deshalb, weil ,,weniger Menschen" betroffen sein würden als bei einem Zubringer auf kurzem Weg von den Pfieffewiesen über die Fulda zur A 7. Und zum anderen deshalb, weil im Malsfelder Raum ,,das Potential durch einen Rückbau von Straßen, die Natur wieder zu entlasten, deutlich höher" ist als bei einer Melsunger Lösung.

Rückbau von Straßen

Das war der springende Punkt: Rückbau von Straßen. Die Malsfelder konnten (wollten?) es nicht glauben. Die Strecke Obermelsungen - Elfershausen beispielsweise könnte dicht gemacht werden, wenn der Autobahnzubringer bei Malsfeld erst gebaut ist, so Böhms Theorie. Und gleich noch einige andere Straßen mehr. "Sie müssen folgendes ganz einfach mal akzeptieren", flehte er die aufgebrachte Menge geradezu an, Vernunft anzunehmen, ,,Straßen, die dann vielleicht nicht mehr so benötigt werden," könnten ,,nicht mehr als Straßen" benutzt werden. Die Verbindung zwischen Elfershausen nach Hilgershausen, die Strecke Malsfeld-Elfershausen und die schon genannte zwischen Elfershausen und Obermelsungen sowie die von Beiseförth über Dagobertshausen nach Ostheim -alldiese kleinen Straßen könnten nach Böhms Ansicht wegfallen, wenn ein Zubringer gebaut würde.

,,Kein Quatsch"

Der Saal will sich nicht mehr einkriegen. Kopfschütteln in allen Reihen. "Meine Damen und Herren, lassen Sie mich doch erstmal reden' , da wird der Mann aus Kassel richtig böse. ,,Ich habe keine Lust, Ihnen hier was vorzustellen, von dem Sie keine Lust haben, es sich anzuhören." Und: ,,Das ist kein Quatsch!" verteidigt er seine Ideen nun geradezu wütend. Die "Variante 4" ist es, die die Malsfelder so auf die Palme bringt. 11 900 Fahrzeuge etwa würden den neuen Zubringer im "Planungsbezugsjahr 2000" täglich benutzen, hat man im Straßenbauamt ausgerechnet. Eine Zahl, die den Bau einer neuen Straße durchaus auch wirtschaftlich rechtfertigen würde, so der Fachmann. Doch trotz eines Straßenneubaues von fünf Kilometern Länge, würde sich das klassifizierte Straßennetz im untersuchten Bereich von ,,unheimlich dichten" 106 Kilometern Länge durch den Wegfall der kleinen Verbindungen auf 88 Kilometer ,,erheblich reduzieren".


Auch die Gesamtfahrzeit aller Kraftfahrzeuge im rund 600 Hektar großen Untersuchungsgebiet, die Lärmemmission, die Kolenmonoxidbelastung und sogar die Unfallkosten, die auf diesen Bereich entfallen, würden weniger werden, argumentiert der Straßenplaner. Letztere von 13,2 Millionen Mark auf 11,8 Millionen. ,,Glauben Sie wirklich, das würde einer mit normalem Menschenverstand noch verkraften", fragt ein ehemaliger Gemeindevertreter und erntet dafür den stärksten Beifall des Abends. ,,Wer muß denn eigentlich den Autobahnzubringer haben? Melsungen muß ihn haben, nicht Malsfeld!"
Und Malsfeld will ihn auch nicht, das jedenfalls wurde am Dienstag abend deutlich.

Quelle: HNA

 

Autobahnzubringer

Kanonenbahn wird stillgelegt

Die "Kanonenbahn" zwischen dem Melsunger Industriegebiet und Malsfeld soll mit Fertigstellung des Containerbahnhofs stillgelegt werden. Kann der Gleiskörper dann für einen Autobahnzubringer Ostheim genutzt werden?

MELSUNGEN • Das letzte Teilstück der sogenannten "Kanonenbahn" , die einstmals Spangenberg, Melsungen und Waldkappel miteinander verband und heute nur doch den Gleisanschluß für das Melsunger Industriegebiet "Pfieffewiesen  bildet, wird vermutlich schon im kommenden Jahr stillgelegt. Spätestens mit Fertigstellung des Containerbahnhofs bei Malsfeld - anvisierter Zeitpunkt: September/Oktober 1993 soll die Traditionsstrecke nicht mehr befahren werden, erläuterte Gunter Reisner, Leiter der Regionalabteilung der Bundesbahn in Kassel, auf Anfrage der HNA.

Die Eisenbahnbrücke über die Fulda zwischen Malsfeld und  der Domäne Fahre. Wenn die Kanonenbahn im nächsten Jahr stillgelegt wird, ist auch die Brücke nutzlos. Denkbar wäre, daß sie einmal in die Pläne zum Bau eines Autobahnzubringers zum neuen BAB Anschluß Ostheim einbezogen wird, doch nochfehlen Untersuchungen darüber, in welchem baulichen Zustand sich die gewaltigen Pfeiler befinden. (Foto:Stier)

Für den Weiterbetrieb der Strecke sieht Reisner keine wirtschaftliche Grundlage mehr. Die Edeka nutze ihren Gleisanschluß schon längere Zeit nicht mehr, allein die Firma Sonntex sei der Bahn als Kunde geblieben. Hinzu komme, daß für eine künftige Nutzung der Eisenbahnbrücke über die Fulda beim Gut Fahre erhebliche Erneuerungsarbeiten für schätzungsweise eine Million DM erforderlich würden.
Für Sonntex-Geschäftsführer Claus Gomoll kommt die Entwicklung nicht überraschend: "Wir kämpfen seit Jahren für den Erhalt unseres Gleisanschlusses, werden die Stillegung aber nicht verhindern können." Rund 700 Waggons werden von Sonntex über die Kanonenbahn jährlich auf die Reise geschickt, nach Stillegung der Strecke werden gleichviele zusätzliche Lastwagen auf das schon heute überfüllte Straßennetz Melsungens drängen.

Für Straße nutzbar?

Da erscheint es nicht nur dem Unternehmer als eine verlockende Alternative, die durch die Stillegungspläne der Bahn jetzt immer mehr in den Mittelpunkt der Diskussion rückt: Die dann nicht mehr benötigte Eisenbahntrasse könnte für den neuen Zubringer zum Autobahnanschluß Ostheim genutzt werden. Dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt natürlich noch genauso
Spekulation, wie ja nicht einmal der Autobahnanschluß selbst Einzug in den Bundesverkehrswegeplan gehalten hat. Doch die jetzt mögliche Variante könnte einmal den Ausschlag für Ostheim und gegen den im Bundesverkehrswegeplan aufgeführten Autobahnanschluß bei Obermelsungen geben, der gewaltige Bauwerke erfordern, die Verkehrsprobleme
Melsungens aber doch nicht lösen würde. Weder Kommunalpolitiker noch Verkehrsfachleute räumen diesem Projekt Chancen ein. Die Nutzung der Kanonenbahntrasse für den Autobahnzubringer Ostheim hingegen bietet verlockende

Möglichkeiten: Der Landschaftsverbrauch beispielsweise könnte deutlich reduziert werden. Bundesbahnsprecher Reisner hält den Gleiskörper vor, auf und hinter dem Bahnhof Malsfeld grundsätzlich für geeignet, auch eine Straße aufzunehmen. Natürlich müsse geprüft werden, ob die Pfeiler der Eisenbahnbrücke über die Fulda am Gut Fahreauch eine Autobrücke tragen könnten. Aber: "Bahnbrücken sind stets für höhere Lasten ausgelegt, denkbar wäre dies schon."

"Interessante Variante"

Für Alfred Maltz, bei der Gesellschaft für Landeskultur (GfL) in Marburg für die Erstellung der Umweltverträglichkeitsstudie für den Autobahnzubringer Malsfeld-Ostheim zuständig, wäre die Nutzung des Gleiskörpers eine "neue und hochinteressante Variante". Als die GfL vor zwei Jahren den Auftrag für die Studie übernommen habe, sei von einer Stillegung der Kanonenbahn keine Rede gewesen, deshalb sei die Nutzung der Gleistrasse auch nicht in die Prüfungen eingeflossen. Maltz: "Das wäre ein neuer Ansatz zur Optimierung der Trassenführung für den Zubringer, der eine größere Geländeschonung mit sich bringen würde."

Ob die neuen Möglichkeiten noch in die Studie eingearöeitet werden können, die bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein muß, liegt laut Maltz am Straßenbauamt in Kassel. Dort hat man bereits begonnen, sich auch darüber Gedanken zu machen. Derzeit, so Pressesprecher Werner Döhling, werde der von der GfL ausgearbeitete "Trassenkorridor" zwischen Ostheim, Elfershausen und Malsfeld zur B 83 geprüft. Auch Döhling hält eine Nutzung der Kanonenbahn nebst Eisenbahnbrücke für denkbar, Untersuchungen in diese Richtung habe es bislang allerdings nicht gegeben.

Noch mehr Verkehr

Derweil wird sichtbar, daß die Aufgabe der Kanonenbahn zu einer weiteren Verschärfung der Verkehrsbelastung zwischen dem Melsunger Industriegebiet und der Kernstadt führen wird. Sonntex-Chef Gomoll:
"Allein von unserem Betrieb würden dann jährlich rund 1500 Lastzüge statt bisher 800 über Melsungen die Autobahn ansteuern." Käme der Anschluß Ostheim, würde er vermutlich von der überwiegenden Zahl der Lastwagen genutzt, die B 83 mithin entlastet werden. Nicht anders sehe es wohl bei der Edeka und den anderen Betrieben im Industriegebiet aus, die durchweg den Anschluß Ostheim wünschten.

Quelle: HNA

Sie verdienten sich ihre Sporen

Auf dem Malsfelder Lindenhof legte Nachwuchs Prüfungen ab

MALSFELD. Prüfungen rund um Pferd und Reiter wurden jüngst auf dem Malsfelder Lindenhof der Familie Dethof abgelegt. In verschiedenen Leistungsklassen stellten die Reiter ihr Wissen unter Beweis. Das hatten sie sich in vielen Übungsstunden angeeignet.

Stolz: Das viele Üben hat sich für die jungen Nachwuchsreiter gelohnt.
Sie bestanden ihre Prüfungen. Foto: priv

Die Ponyzwerge legten erfolgreich ihr Steckenpferd Reiten ab, darauf wurden sie von Julia Reyer vorbereitet und brachten das Richtergremium mit ihrem Wissen in der Prüfung zum Staunen, heißt es in der Mitteilung. Die großen Hufeisen, Basispässe und die Reitabzeichen der Klassen IV und III in Dressur und Springen wurden von Ilka und Jörg Gerlach vorbereitet. „Wir freuen uns, dass wir erneut so gute Ergebnisse in allen Kategorien erzielen konnten“ sagte Ilka Gerlach.

 

 

Sie haben bestanden:
• Steckenpferd Reiten: Hannes Reinbold, Leni Reinbold, Lilly Hulverscheidt, Tokessa Winter, Viktoria Metz, Lina Schormann.
• Großes Hufeisen: Anton Gerlach, Emma Schormann, Lea Vogt, Lena Smakulski, Sofie Rossberg, Tom Sandrock, Jette Nagel.
• Basispass Pferdekunde: Sarah Weiser, Anton Gerlach, Melissa Stranz, Jette Nagel, Emma Schormann, Alexandra Krüger, Leonie Eckert-Hetzel, Vivian Groppe, Linda Löwe, Annika Löwe, Corinna Löwe, Andrea Hölscher-Meier, Helene Fischer.
• Reitabzeichen Klasse IV: Anka Dethof, Leonie Eckert- Hetzel, Christoph Bremmer.
• Reitabzeichen Klasse III: Julia Reyer. (red)

Quelle: HNA

Bei besten Wetter Kirmesumzug in Malsfeld

Bei bestem Wetter und gefühlten 35ºC fand die Malsfelder Kirmes mit einen Umzug durch Malsfeld seinen Höhepunkt, der unter dem Motto stand „Ab in den Wilden Westen“. Viele Schaulustige konnten die verschiedenen Kirmesteams aus der umliegendenden Umgebung mit ihren geschmückten Wagen und Kostümen bewundern.

An dem Kirmesumzug nahmen wie jedes Jahr der Kindergarten, Grundschule, Musikzug Malsfeld und örtliche Vereine teil. Für die äußere Abkülung der Schaulustigen gab es von den Festwagen reichlich Wasser auf das geschwitzte Haupt. An einigen Akteuren im Kirmesumzug  hatten scheinbar die letzten Nächte im Festzelt und die Party mit den Schwalmrebellen seine Spuren hinterlassen. Ein gelungene Kirmes und Vorfreude auf die Kirmes in 2013.

 

 

 

Ärztehaus auf dem Rittergut Malsfeld ist vorerst ausgeträumt

Es ist schon erstaunlich welche Entwicklung in wenigen Tagen nach langer Vorplanung in der Gemeindevertretung ein  geplantes Ärztehaus mit Bankfiliale und späteren Gebäude für Betreutes Wohnen nimmt.

Wenn man die Berichte in den Zeitschriften liest hat man die Vermutung die Planung des Ärztehaus wurde am Stammtisch besprochen.
Das Ende vom Lied ist, die verschuldete Gemeinde Malsfeld ist mit dem Projekt-Rittergut durch den Alleingang von Bürgermeister Vaupel auf ganzer Linie gescheitert. Jetzt besitzt die Gemeinde Malsfeld noch mehr Schulden durch das Projekt-Rittergut, auf der noch im Frühjahr in aller Eile vor Eintreffen der Mehlschwalben ein Teil der Gebäude abgerissen wurde, um noch in diesen Jahr mit den  Bauarbeiten für das Ärztehaus zu beginnen.
Es währe wohl besser gewesen sich nicht nur um die Mehlschwalben sondern auch um die Mietverträge zu kümmern.

Das ganze Konzept Rittergut ist durch den Alleingang von Bürgermeister Herbert Vaupel in Frage gestellt, ob Betreutes Wohnen kommt, steht jetzt in den Sternen. Bürgermeister Herbert Vaupel und Dr. Volker Iber sollten die Vorkommnisse in den Medien abhaken und einen Neuanfang mit Einbeziehung der Fraktionen in Malsfeld beginnen. Es bleibt zu hoffen, dass unser Bürgermeister auf Alleingänge in Zukunft verzichtet. 
Dr. Iber sollte aber auch klar sein, dass die Gemeinde Malsfeld mit der jetzigen Haushaltslage keine  Arztpraxis subventioniert. Denkbar ist eine kleinere Praxis statt der geplanten 200 m2, um ein Kostendeckung durch die Einnahmen zu erreichen, eine Vollzeitstelle kann über die vorhandenen Patienten von Dr. Iber in Malsfeld sicher nicht realisiert werden, und ist kostendeckend nur über eine Gemeinschaftspraxis möglich.

Am Ende stellt sich die Frage ob die Gemeinde Malsfeld Räunlichkeiten für Arztpraxen bereitstellen muss, die finanziellen Risiken sind am Ende nicht abzusehen.

 

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