Malsfeld

Malsfelder Lügen-Affäre immer undurchsichtiger: Bürgermeister weist Vorwürfe zurück – jetzt Aussage gegen Aussage

Malsfeld. Die Lügen-Affäre um das geplante Ärztehaus in Malsfeld wird immer undurchsichtiger. Nachdem der Melsunger Arzt Dr. Volker Iber letzte Woche behauptet hat, Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel habe im Bezug auf die gescheiterten Vertragsverhandlungen die Unwahrheit gesagt, schlägt Vaupel nun zurück und präsentiert seine Version.

„Vorwürfe entbehren jeder Grundlage“

Den Vorwurf, nicht die Wahrheit gesagt zu haben, weise er „mit Entschiedenheit zurück“, so Vaupel. Auch verwahre er sich gegen den Vorwurf von Dr. Iber, bereits seit Montag, den 18. Juni vom nicht zustande kommen des Mietvertrages gewusst zu haben. Folglich entbehrten die Vorwürfe der Opposition, die Gemeindevertretung in der jüngsten Sitzung nicht über diesen Sachstand informiert zu haben, jeder Grundlage.

Aussage gegen Aussage: In der Lügen-Affäre um den gescheiterten Bau des Ärztehauses in Malsfeld bezichtigen sich Bürgermeister Herbert Vaupel, und der Arzt Dr. Volker Iber gegenseitig, die Unwahrheit zu sagen.

Am fraglichen Montag habe er lediglich von einem denkbaren Partner von Dr. Iber die Information erhalten, dass dieser keine Kooperation eingehen wolle. Über diesen Umstand habe er noch am gleichen Tag Dr. Iber informiert. „Es erfolgte darauf hin definitiv keine Absage, dass das Mietverhältnis zwischen Gemeinde und ihm nicht zustande kommen würde“, so der Bürgermeister.

 

Erst auf Nachfrage bei Dr. Iber habe er am Mittwoch-abend, den 27. Juni, die abschließende Antwort erhalten, dass dieser von der Anmietung der Praxis Abstand nehmen müsse. „Wenn mir zu diesem Zeitpunkt (gemeint ist die Gemeindevertretersitzung vom 21. Juni, Anm. der Redaktion) eine Absage zum Abschluss des Mietvertrages mit Dr. Iber bekannt gewesen, wäre eine Diskussion über den Bau beziehungsweise Investition in weitere Räumlichkeiten völlig überflüssig gewesen“, so Vaupel.

 

 

 

„Man hätte die Beratung zu diesem Punkt von der Tagesordnung nehmen können und bereits zu diesem Zeitpunkt konstatieren müssen, dass der Bau des Ärztehauses ohne Praxis für einen Allgemeinmediziner vorerst nicht umgesetzt wird.“

Genau das hatte die Opposition aus Gemeinschaftsliste, CDU und FDP  in der Sitzung gefordert, wurde aber von der Mehrheitsfraktion der SPD überstimmt.

„Welchen Sinn hätte es gehabt, diese Information, wenn sie denn vorgelegen hätte, der Gemeindevertretung vorzuenthalten“, fragt nun Vaupel? Eine Frage, die auch die Opposition beschäftigt, die überlegt, eine Sondersitzung des Gemeindeparlaments zu diesem Thema zu beantragen.

Vaupel selbst würde wohl gerne einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen. „Die gesamte Diskussion ergibt aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn“, betont er. Partei- übergreifender Wille des Gemeindeparlamentes sei es, eine dauerhafte, nachhaltige medizinische Grundversorgung in Malsfeld anzustreben. „Darum geht es und um nichts anderes“, so Vaupel.

Allerdings ergeben sich aus den Aussagen von Vaupel und Dr. Iber bereits neue Ungereimtheiten. So behauptet Vaupel, dass bei den Verhandlungen mit den Melsunger Ärzten „die Miethöhe unstrittig gewesen“ sei. Dr. Iber dagegen begründet seine Absage gegenüber den Heimat-Nachrichten mit dem von der Gemeinde geforderten, zu hohen Quadratmeterpreis. Damit könnte bereits eine neue Runde in der Lügen-Affäre eingeläutet sein.

Quelle: Heimatnachrichten

Ungereimtheiten ums Ärztehaus! Was wusste Bürgermeister Vaupel?

Malsfeld. Die hochfliegenden Pläne für ein Ärztehaus in Malsfeld müssen vorerst wieder in der Schublade verschwinden. Wie Bürgermeister Herbert Vaupel letzte Woche einräumen musste, sind die Verhandlungen über eine Vermietung der neuen Praxisräume an die Gemeinschaftspraxis von Dr. Volker Iber und Bernd Sostmann aus Melsungen gescheitert. Damit ist auch das Finanzierungskonzept der Gemeinde, die den Bau mit 800.000 Euro vorfinanzieren wollte, nicht mehr haltbar.

Was wusste Bürgermeister Herbert

Vaupel wirklich? Foto: Bernhard

So weit, so schlecht. Weiter getrübt wird das Bild nun durch Ungereimtheiten bei der Informationspolitik des Malsfelder Bürgermeisters. Dieser hatte im Gespräch mit einer Tageszeitung angegeben, erst am Mittwoch, den 27. Juni, von den Ärzten darüber in Kenntnis gesetzt worden zu sein, dass diese die Praxisräume nicht anmieten wollen.

Gegen diese Darstellung verwahren sich nun Iber und Sostmann vehement. In einem Brief, der der Redaktion vorliegt, betonen sie, dass Vaupel „viel früher über den Sachstand informiert“ gewesen sei. Bereits am Montag, den 18. Juni habe man den Bürgermeister, der als alleiniger Ansprech- und Verhandlungspartner gedient habe, informiert, weshalb dessen Aussage „nicht der Wahrheit“ entspreche.

Opposition empört

Dies wiederum empört die Opposition in der Gemeindevertretung. „Wenn dem so ist, wurden auch wir hinters Licht geführt“, erklärt Lothar Kothe, der Fraktionsvorsitzende der Malsfelder Gemeinschafts Liste (GL). Denn dann habe der Bürgermeister bereits vor der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments,  am Donnerstag, den 21. Juni gewusst, dass die  Ärztehauspläne gescheitert sind, die Opposition darüber aber nicht informiert.

 

 

In dieser Sitzung hatten GL, CDU und FDP die Pläne der Mehrheitsfraktion der SPD für eine Erweiterung des Ärztehauses um eine Physiotherapiepraxis und eine Filiale der VR-Bank wegen der ungeklärten Finanzierung kritisiert und auf eine Vertagung des Tagesordnungspunktes gedrängt. Dies wurde jedoch von der Mehrheitsfraktion abgelehnt, die schließlich, unter den Augen des Bürgermeisters, eine abgespeckte Version ohne die Physiotherapie-Praxis verabschiedete.

„Wir sind über das Verhalten von Bürgermeister Vaupel enttäuscht“, so Kothe. Angesichts einer solchen Politik, stehe nun in den Sternen wie es mit der Gesundheitsversorgung in Malsfeld weiter geht. „Der Bürgermeister riskiert, mit Ränkespielen dieser Art, seinen Ruf als solider Verwaltungschef zu verspielen“, ergänzt Ralf-Urs Giesen von der FDP. CDU-Fraktionschef Klaus Rehs kündigt an: „Wir streben jetzt schnellst möglich eine Aufarbeitung der Vorgänge im Parlament an.“

Quelle: Heimatnachrichten

Ärztehaus wird vorerst nicht gebaut

Projekt aufgeschoben wegen fehlender Mieter

MALSFELD. Mit dem geplanten Neubau des Ärztehauses im Bereich des Rittergutes Malsfeld wird zunächst nicht begonnen. Das teilt der Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel (SPD) mit. Wille und einstimmiger Beschluss der Gemeindevertretung Malsfeld war, in Malsfeld ein Ärztehaus mit einer Arzt- und Zahnarztpraxis kreditfinanziert zu bauen. Finanzierung und Planung wurden im Haushalt 2012 vorgesehen.

Herbert Vaupel

Zwingende Voraussetzungen war laut Vaupel unter anderem, dass die durch den Bau entstehenden Kosten durch die Vermietung der Räume getragen werden. Am Mittwochabend habe der in Malsfeld praktizierende Arzt dem Bürgermeister mitgeteilt, dass er die neuen Praxisräume nicht mehr mieten könne. Hintergrund sei offenbar, dass die angedachte Kooperation mit einem zweiten Arzt nicht zustande kam. „Damit ist die Situation eingetreten, dass die vorgegebenen Voraussetzungen nicht erfüllt werden konnten“, erklärt der Bürgermeister.

Die Folge: keine Vermietung, kein Bau. Nach wie vor sei vorgesehen, im Bereich der noch abzureißenden Gebäude, ein seniorengerechtes Wohnen nach Bedarf zu errichten. Die Diakoniepflegestation habe bekundet, mit in diesen Komplex zu gehen und Pflege bis Pflegestufe 3 zu garantieren. Eine dauerhafte und umfassende medizinische Grundversorgung sei zwar unverzichtbar für die Gemeinde.

Allerdings könne dies in Zeiten schwieriger Haushaltssituationen nicht dazu führen, dass solche Vorhaben durch die Kommune subventioniert werden. Gerade die Zusatzplanung mit einer Räumlichkeit der VR-Bank hätte dazu geführt, das Gesamtvorhaben rentabler zu gestalten. Warum dies durch Teile der Gemeindevertretung abgelehnt wurde, sei nicht nachvollziehbar. Mit Nachdruck würden nun Möglichkeiten ausgelotet, auch für den Bau des Ärztehauses, eine Lösung zu finden. (gör)

Das sagt die SPD

Die Malsfelder SPD- Fraktion wundert sich aufrichtig über die unangemessene Kritik von CDU und GL. Das teilt Fraktionsvorsitzender Heinz Schneider mit. Beide Fraktionen hätten die Bereitstellung der Mittel für das Ärztehaus mitgetragen und übten nun Kritik an der nicht gesicherten Vermietung.
Diese sei auch seinerzeit nicht gesichert gewesen. Dessen ungeachtet habe die CDU übersehen, dass der damalige Beschluss ebenso wie der über die Erweiterung einen klaren Vorbehalt enthält. Die Mittel seien nur unter der Voraussetzung bereitgestellt, dass eine mindestens den Kapitaldienst deckende Miete erzielt wird. Noch erstaunlicher sei die Kritik der GL, die es „unfair“ nenne, dass sich die SPD-Fraktion entschlossen hat, die Mittel für die Physiotherapie nicht bereitzustellen und eine private Finanzierung zu prüfen. Genau das habe die GL doch gewollt.


Leider gehe im von CDU und GL entfachten Sturm im Wasserglas unter, welche Ziele die SPD-Fraktion verfolgt. „Uns geht es um die langfristige Sicherstellung einer hochwertigen, vorsorgeorientierten und hausarztzentrierten gesundheitlichen Primärversorgung auf dem Gebiet unserer Gemeinde.“ (gör)

Quelle: HNA

 

 

 

Rittergut in Malsfeld wird abgerissen

Das Rittergut wurde noch vor Eintreffen der Mehlschwalben abgerissen, denn Eile war geboten, sonst hätten die Schwalben erst nach der Brutzeit den  Abriss  ermöglicht. Ob die geplanten Ausgleichsnester als Ersatz für die alten Nester von den Mehlschwalben angenommen werden bleibt abzuwarten, eine Garantie gibt es nicht.
Entscheidend ist wohl er, ob die veränderten Umweltbedingungen den Mehlschwalben zusagen!

Nach den ersten  Vorplanungen mit einem Ärztehaus, und späteren Neubau für Betreutes Wohnen in dem ehemaligen  Bereich der Lagerhallen, werden nach Angabe der Gemeindeverwaltung Malsfeld mit weiteren Interessenten Verhandlungen geführt, die eine Vergrößerung durch Aufstockung von dem ursprünglich geplanten Ärztehaus  erfordert.
Die Fertigstellung der Ärztehäuser  ob mit oder ohne  weiteren Gewerbebetrieben ist nach Angabe der Gemeindeverwaltung für nächstes Jahr eingeplant.


Zu hoffen bleibt, dass bei der Erweiterung der ursprünglichen Gewerbefläche auf dem Rittergut kein größerer Leerstand an Gewerbefläche in Malsfeld entsteht.
Gutes Beispiel ist die Insolvenz der Fa. Schlecker, die jetzt leer stehende Gewerbefläche im Ortskern ist schon von der Größe schwer vermittelbar.
 

 

 

Abriss: Schwalben müssen umziehen

Umweltschützer hängen neue Vogelnester auf

MALSFELD. Rund ums Rittergut hört man zurzeit Vogelgezwitscher. Wer die Ohren spitzt, erkennt Schwalben. Noch exakter weiß es Torsten Cloos: Der Diplom-Biologe hat für die Gemeinde ein Gutachten erstellt und in den Vögeln Mehlschwalben erkannt. An die 50 genutzte Vogelnester haben Torsten Cloos und der Malsfelder Vogelschutzbeauftragte Dieter Brassel auf dem Gelände gezählt. Die brütenden Vögel sollen von den Abrissarbeiten möglichst wenig mitbekommen.

Retter der Schwalben: Robert Pensing und Dieter Brassel (von
links) hängen Ersatznester für die brütenden Vögel auf.

Deshalb hat die Gemeinde Ersatznester angeschafft, die der Verein für Umwelt und Naturschutz (VUN) am Wochenende aufhängen wird. Das kündigte Dieter Brassel am Dienstag an. Angestrebt sind ortsnahe Ausweichnester, erklärte Torsten Cloos. Ziel sei es, nach Fertigstellung des Bauprojekts noch genau so viele Schwalben zu haben wie bislang. Dafür habe man auch die Brutzeiten genau im Auge.

Tatsächlich wird die Gemeinde den Abriss der Lagerhallen erst im Herbst in Angriff nehmen, um ortsnahe Nester installieren zu können und die Brutzeit der Vögel nicht zu stören, kündigte Bürgermeister Herbert Vaupel an.
Ob das Ganze zum erwünschten Ziel führt, wird Dieter Brassel beobachten. Notfalls werde man nachbessern, kündigte Torsten Cloos an. Perspektivisch soll es auf dem Gelände ein Schwalbenhaus geben. Darunter muss man sich ein kleines Häuschen auf einem Pfosten vorstellen, erklärte Torsten Cloos. So könne sich Malsfeld auf den Weg zu einem schwalbenfreundlichen Dorf machen. (lgr)

Quelle: HNA

 

 

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