Malsfeld

Hefe, Hopfen und Hingabe

Produkt-Serie: Wie in Bottichen und Becken des Malsfelder Brauhauses Bier entsteht

Wie entstehen eigentlich bestimmte Produkte, die tagtäglich in unserer Regionan gefertigt werden? – sei es per Handarbeit in einer kleinen Werkstatt oder am Fließband in einer großen Produktionshalle. Für eine Antwort schauten wir hinter die Kulissen – heute in der Brauerei Malsfeld.

MALSFELD. In einem guten Bier steckt Hingabe, sagt Bierbrauer Hans Zenker. Natürlich sind auch Malzschrot, Hopfen, Hefe und Wasser drin – „doch das, das haben sie ja alle, die nach dem Reinheitsgebot gebrauten Biere.“

Maischen: Tonnen von Malzschrot fallen in das Silo hinab, wenn Hans Zenker um 4 Uhr an einem großen Rad dreht. Das Schrot rauscht hinab in die Maischepfanne, die Zenker bereits mit 5000 Litern heißem Wasser befüllt hat. Mit weiteren 2500 Litern wird das Schrot in der Pfanne vermischt und langsam erhitzt. Brauer nennen das Maischen. Dabei löst sich die Stärke im Malz – es entsteht Zucker.
Die Enzyme, die beim Maischen gebildet wurden, wandeln nun die Stärke in Malzzucker um. Gleichzeitig wird Eiweiß abgebaut. Fotos: Schleichert

Läutern: Die Kornspelzen des Malzschrots (Foto oben) müssen raus. Im Läuterbottich neben der Maischpfanne trennt ein Siebboden die Bierwürze von Kornspelzen.

Zenker arbeitet in der Malsfelder Brauerei. Ein großer Teil des Bierbrauens ist dort noch Handarbeit: Er schüttet Hopfen in die brodelnde Flüssigkeit. Den Läuterbottich reinigt er mit einer Schaufel. „Bier schmeckt, wenn es eigenhändig gebraut wird“, sagt er. 1,5 Millionen Liter brauen Hans Zenker und sein Kollege Tobias Haßenmeyer in einem Jahr. In Baunatal wird es in Flaschen abgefüllt.

Kochen: Die Bierwürze wird bis zur Kochtemperatur erhitzt. Eineinhalb Stunden brodelt das Gebräu vor sich hin, die Zuckerkonzentration nimmt zu. Je höher der Zuckergehalt, umso höher ist später der Alkoholgehalt.
Ein malziger, würziger Geruch liegt in der Luft des Sudhauses. Währenddessen gibt Hans Zenker nach und nach den Hopfen hinzu, der dem Bier den typischen, feinherben Geschmack gibt. Nach dem Kochen nennen die Brauer das Gemisch Würze.

Rütteln: Ein Knopfdruck von Brauer Tobias Haßenmeyer leitet den nächsten Schritt ein: Die Würze wird in einen Tank gepumpt, der Whirlpool heißt. Hopfenreste und Eiweiß setzen sich am Boden ab und werden so entfernt.

Gären: Hefe wird zugegeben.
In schwimmbadgroßen
Becken beginnt der Gärprozess
bei acht Grad Celsius.

Nachgären: Die Hefe arbeitet. Im Hauptgärbecken wandelt sie in sieben Tagen 80 Prozent des Malzzuckers in Alkohol um. Das so genannte Jungbier wird schließlich zur Nachgärung in große Tanks geleitet. Vier, manchmal auch sechs Wochen reifen dort das Bier und sein typischer Geschmack. Dabei entsteht auch Kohlenstoffdioxid, das das Bier zum Schäumen bringt.

Abschmecken: Bevor ein Tankwagen das Bier abholt und zur Flaschen-Abfüllung nach Baunatal bringt, nehmen die beiden Brauer Proben. Sie testen das Bier auf seinen Geschmack, aber auch auf andere vorgeschriebene Werte. Besonders wichtig ist der Wert des Restzuckers, den die Hefe nicht vergoren hat. Er wird in einer Spindel beprobt und sollte möglichst gering sein.

 

Quelle: HNA

 

Wirtschaftsminister Posch: Turnplatz statt Schrottgelände

Malsfeld. Das Land Hessen beteiligt sich mit 758 900 Euro an der neuen Mehrgenerationenhalle Malsfeld. Das seien 40 Prozent der förderungsfähigen Kosten, teilte Wirtschaftsminister Dieter Posch mit.

„Mithilfe des Fördergeldes wird das ehemals als Basaltwerk und Schrottplatz genutzte Gelände am Ortseingang Malsfelds deutlich aufgewertet“, sagte Wirtschaftminister Posch in Wiesbaden. Der Landeszuschuss stammt aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Das Wirtschaftsministerium vergibt den Zuschuss innerhalb seiner Strukturpolitik, zu deren Zielen unter anderem der Abbau regionaler Ungleichgewichte zählen, teilte das Ministerium mit.

Dies umfasst laut Minister Dieter Posch auch Investitionen in die wirtschaftsnahe Infrastruktur, ins Regionalmanagement und in die Stadterneuerung. (red)

Quelle: HNA

 

 


Wo Ehefrauen XYL heißen

Malsfeld. Verstaubt wirkt der Amateurfunk in Zeiten von E-Mail und Mobiltelefon. Bodo Schacht aber hat in seiner Funkstation unverdrossen ein Leuchten in den Augen. Und eins verdeutlicht der Malsfelder seinen Besuchern schnell: Die ersten Chatrooms richteten Funker ein.

Chattet auf Kurzwelle: Amateurfunker Bodo Schacht in seiner Malsfelder Station. Foto: Grugel

Der Malsfelder ist Gründungsmitglied des über 40 Jahre bestehenden Melsunger Ortsvereins im Deutschen Amateur-Radio-Club und betrat seinen ersten Chatroom 1989: Damals trafen sich zu festgelegten Zeiten über Jahre Clubmitglieder aus ganz Deutschland und England auf einer Frequenz zum Schnuddeln.

Tabus und Abkürzungen

Dabei ging es um alles, nur nicht um Politik, Religion und Geschäfte, den Tabuthemen der Amateurfunker. Vielleicht sind deshalb wie Bodo Schacht einige von ihnen davon überzeugt, dass es keine Kriege gäbe, wenn nur alle Menschen Funkamateure wären. In den Funkergesprächen geht’s um alles rund um den Alltag und um Abkürzungen, die nur Funker verstehen: Störung heißt bei ihnen QRM, die Ehefrau XYL, das Wetter WX und ein deutsches Rufzeichen DK 3 EA.

Am Funk mit dem König

Für Bodo Schacht sind Funkstationen Experimentierbühnen und Spielwiesen. Zurzeit beteiligt sich der Rentner auf dem Meißner an der Weiterentwicklung von Funkverbindungen per Relais-Technik. Vor vielen Jahren schon sah der heute 66-Jährige beim Surfen auf der Kurzwelle im Orbit Funkbilder von Presseagenturen oder sprach 1976 mit König Hussein von Jordanien. „Da waren wir noch heiß“, sagt Bodo Schacht über sich und seine Funkfreunde, die sich früher so manches Mal auf dem Mosenberg zu einem 24-stündigen Funkmarathon trafen.

Mit dem Aufkommen des Internets ging das Interesse für den Amateurfunk zurück. Gleichwohl gesellen sich mitunter noch Jugendliche zu den alten Hasen. Aus seiner reichen Erfahrung kann der 66-Jährige dem spärlichen Nachwuchs versichern: Amateurfunker schulen ihr technisches Verständnis, kennen sich auf der Weltkarte aus und entwickeln ein Verständnis für Computer.

Funk funktioniert immer

Und wer erst einmal seine Funklizenz in der Tasche hat, dem stehen Kommunikationswege offen, die bei einem möglichen Ausfall des Internets immer noch funktionieren. Und wenn sie Glück haben, gehen sie im Orbit auch mal mit einem Astronauten auf Tuchfühlung, für die eine Funkerprüfung Pflicht ist. Kontakt: Die Funkamateure im Melsunger Ortsverein treffen sich jeden letzten Freitag im Monat ab 20 Uhr in der Stadthalle Melsungen; Vereinsvorsitzender ist Klaus Küken, Tel. 0 56 64 / 93 03 12

Von Lorenz Grugel

Quelle HNA

Kreisseniorentag in Malsfeld mit 700 Gästen aus sechs Städten und Gemeinden

Wo niemand allein ist

Annähernd 700 Gäste aus Melsungen, Felsberg, Morschen, Malsfeld, Spangenberg und Körle kamen zum Kreisseniorentag in die Malsfelder Fuldatalhalle. Dort gab es Kaffee und Kuchen, ein unterhaltsames Programm und ein Grußwort von Landrat Frank-Martin Neupärtel.

Malsfeld: Kreisseniorentag in der Fuldatalhalle

„Mir gefällt besonders, dass wir Alten hier dazugehören und nicht ausgeschlossen werden“, sagte Martha Haust aus Wolfershausen, die im Seniorenstift Felsberg lebt. Seit sieben Jahren kommt sie nun schon regelmäßig zum Kreisseniorentag.

Elfriede Wagner und Gustel Gohla aus Altmorschen lobten insbesondere den Zusammenhalt unter den Senioren. „Hier ist man nicht allein, jeder ist für den anderen da“, sagte Elfriede Wagner und nippte genüsslich an ihrer Tasse Kaffee. Isolde und Friedrich Tägtmeyer aus Hilgershausen waren am Sonntag zum ersten Mal dabei und interessierten sich für die Hintergründe der Veranstaltung.

Für das Beiprogramm hatten sich die Malsfelder einiges einfallen lassen. Kunststücke auf der Bühne zeigte beispielsweise die Step-Aerobic-Gruppe des Turn- und Sportvereins Malsfeld, und der Gemischte Chor sowie der örtliche Männergesangverein traten auf. Darüber hinaus gab es Sketche mit dem Aha-Theater. Durch das Programm führte der Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel. (zbg)

Quelle HNA

Es geht rund auf dem Platz

Heinrich-Schirmer-Sportfest – Neue 400-Meter-Rundbahn – 165 Kinder waren dabei

Malsfeld. Während des Sportfestes am Mittwoch in Malsfeld gab es gleich drei Neuerungen zu feiern. Die 400 Meter-Rundbahn für die Läufer und die Anlaufstrecke für die Weitsprunggrube wurden erneuert. Außerdem heißt jetzt das jährlich stattfindende Sportfest Heinrich-Schirmer-Sportfest, zu Ehren des im vergangenen Jahr verstorbenen Obersportwarts des TSV Malsfeld Heinrich Schirmer. Ein Gedenkstein mit einem goldenen Wappen und Schirmers Namen steht jetzt vor dem Sportlerheim.

165 Kinder gingen beim Heinrich-Schirmer-Sportfest an den Start: Darunter auch (großes Bild, von links) Lisa und Melinda aus Malsfeld. Auch (kleines Bild, von links) Luisa, Caya, Shireen, Viktoria und Lea aus Malsfeld, Melsungen und Umgebung waren beim Sportfest dabei. Vor dem Sportlerheim steht jetzt ein Gedenkstein zu Ehren Heinrich Schirmers. Fotos:  H. Wagner

165 Kinder aus Melsungen, Malsfeld und Umgebung im Alter von vier bis zwölf Jahren gingen beim Sportfest an den Start und sammelten in den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Werfen Punkte. Dabei waren auch die Eltern, um ihre Kinder anzufeuern. Organisiert wurde das Ganze von Mitgliedern des Turn- und Sportvereins Malsfeld.

Für die Sanierung der Rundbahn und der Sprunganlage stellte der TSV 8000 Euro zur Verfügung.   Hintergrund

Von Heike Wagner

Quelle HNA

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