Mosheim

Tanz und Festzug zur Kirmes

Mosheimer Burschenschaft organisiert die Feier

MOSHEIM. Die Vorbereitungen für die Kirmes in Mosheim laufen auf vollen Touren. Organisiert wird das Fest, das von Freitag, 10. bis Sonntag, 13. Mai statt findet, vom Kirmesteam Mosheim. Start der Kirmes ist am Freitag ab 20 Uhr mit der Band Tequilas und am Samstag spielt ab 20 Uhr die Band Charisma zum Tanz auf. Am Samstagmorgen zieht die Burschenschaft zum Ständchen spielen durch das Dorf. Der Sonntag beginnt um 10Uhr mit einem Zeltgottesdienst.

Das Kirmesteam von Mosheim: von links Lars Emmeluth, Eduard
Siegle (kniend), Florian Mink, Svenja Rabich, Max Körber, Talisa
Munder, Ferdinand Kirchner, Janine Schmeer, Andre Koch, Katharina
Graf, Frederik Smerling, Nils Zöller (kniend), Patrik Fyke, nicht
im Bild: Björn Koch und Florian Steube. Foto: privat

Ab 14 Uhr zieht der Festzug unter Begleitung des Musikzugs Malsfeld durch die Straßen des Dorfes. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen im Festzelt. Am Montagabend machen die Spaßrebellen Musik. Zum Ausklang wird die Kirmesfahne an den Meistbietenden versteigert. Die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen werden die Gastgeber durch Verwendung farblich unterschiedliche Bändchen unterstützen, heißt es in einer Mitteilung. (red)

Quelle: HNA

 

„Us dä gid’s nie wos“

Von verrückten Witwen und den Streichen der Lausbuben

Mosheim. Kuriose Geschichten ranken sich um Mosheim. Eine davon handelt von Witwe Wiegand, die 1839 eigenhändig einen mannshohen Erdwall auf ihrem Grundstück aufgetürmt hat.

Und das nur, damit der Pfarrer aus Sipperhausen auf seiner Abkürzung Richtung Mosheim durch die schäle Hecke nicht mehr über ihr Land trampelt. Allerdings hatte sie nicht mit dem Widerstand des Pfaffen gerechnet, der eines sonntags vor einer Wand aus Erde stand. Er stiefelte zurück und reichte beim Amtsgericht Melsungen Klage ein. Ein Jahr später dann wurde Witwe Wiegand verpflichtet, den Pfarrer „über ihr Land zu gehen oder reiten zu lassen“.

Ganz aufmerksam: In den Fünfzigerjahren, in denen auch dieses Foto entstanden ist, sind alle Kinder des Ortes in der Mosheimer Schule in zwei Klassen gegangen. Unterrichtet wurden sie von Lehrer Hufschmidt. Fotos: privat

Diese und viele andere Geschichten graben Gerhard Riedemann aus Melsungen und ein ganzes Redaktionsteam gerade aus, um bis zur 1225-Jahr-Feier im September 2011 in Mosheim eine ganze Chronik zu füllen. Ganze 60 der insgesamt knapp 120 Artikel darin verfasst Gerhard Riedemann. So ist es kein Wunder, dass sich im Arbeitszimmer des 72-Jährigen Akten, Blätter und Fotos zu kleinen Bergen stapeln. „Das ist mein Chronik-Zimmer“, sagt Riedemann und wedelt mit den Händen in Richtung der 2000 historischen Fotos, die sich gut sortiert zwischen Beschriftungskärtchen in drei Holzkisten aneinanderdrängen. Aufgetrieben, abfotografiert und beschriftet hat die Heinz Riedemann. „Die Arbeit an der Chronik ist eine Herzensangelegenheit für mich und meine Mitstreiter. Als ich zehn Jahre alt war, sind wir dorthin gezogen. Nach meiner Pensionierung habe ich mir extra deswegen einen Computer angeschafft“, erklärt Gerhard Riedemann, der lange als stellvertretender Direktor am Melsunger Gymnasium gelehrt hat.

Archive durchstöbert

Geschichtlich interessiert war Riedemann immer, doch die Arbeit an der Chronik, mit der er seit zweieinhalb Jahren beschäftigt ist, war Neuland für ihn. Die Daten und Geschichten für Riedemanns Artikel in der Chronik stammen zum Großteil aus dem Archiv des Landeskirchenamtes in Kassel, dem Staatsarchiv Marburg und persönlichen Erfahrungen sowie Gesprächen mit Mosheimern. So skizziert Riedemann außergewöhnliche Persönlichkeiten des Ortes.

Und einen davon kennt er besonders gut. Seinen Großvater Karl, den alle nur Karl Hain 3 nannten. „Er war Schuhmacher und hat den ganzen Tag ununterbrochen geschimpft. Da hat ihm mein Bruder einmal den Kleber für die Sohlen auf den Holzschemel geschmiert. Als er aufgestanden ist, hing der Stuhl an seinem Hosenboden“, erzählt Riedemann und lacht. „Us dä gid’s nie wos“, habe Karl Hain 3 da mit dem Lausbuben geschimpft. Ein ganz anderes Kaliber war Johannes Schwalm. Der ist Mitte des 19. Jahrhunderts zwölf Jahre lang insgesamt 3125 Kilometer als Tischlergeselle durch die Lande gezogen, 2600 Kilometer davon zu Fuß.

Und wo Johannes Schwalm gewerkelt hat, fallen heute noch viele Späne. Bei der Tischlerei Ludwig Kichhoff, die seit 150 Jahren besteht. „Und in der Chronik gibt’s noch mehr tolle Geschichten und Bilder“, sagt Riedemann.

Von Judith Strecker

Quelle: HNA

 

Start ins große Mosheimer Dorfjubiläum

Mosheim. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins Mosheim hat eine Dorfchronik herausgebracht. Anlass ist die für Anfang September geplante 1225-Jahr-Feier in Mosheim. Der Titel der Schrift lautet „Ein nordhessiches Dorf – Geschichte und Geschichten“.

Zog an einem Strang: Die Arbeitsgruppe Dorfchronik des Heimatvereins Mosheim.

Öffentlich vorgestellt wird sie am Donnerstag, 23. Juni, ab 14 Uhr in der Mehrzweckhalle der örtlichen Landfleischerei Hain. Monatelang haben die Mitglieder der Gruppe um Reinhold Hocke, Heinz und Gerhard Riedemann Archive durchforstet, Bilder, Briefe, Postkarten und sonstige historische Dokumente gesichtet und bewertet sowie Beiträge zusammengetragen und selbst verfasst. Dabei kamen allerhand interessante Anekdoten zu Tage, die das eine oder andere Lächeln in die Gesichter zauberten und alte Erinnerungen weckten.

Hauptverantwortlicher für das Layout ist Lothar Fritz, selbst ehemaliger Mosheimer. Lohn der vielen Arbeit ist ein umfangreiches Werk, das nach der Präsentation für 25 Euro zu haben ist. Wer nach diesem Termin noch weitere Exemplare benötigt, kann diese zu den üblichen Geschäftszeiten in der Landfleischerei Hain sowie im Friseursalon „Sam’s Struwwelpeter“ in Mosheim erwerben.

Anlässlich der Buchvorstellung werden außerdem Getränke und ein kleiner Imbiss angeboten. (lgr)

Quelle: HNA

 

Seit Generationen dem Holzhandwerk treu

Mosheim. Ob Treppen, Möbel, Türen, Fenster oder gleich ganze Wohnungseinrichtungen und Innenausbauten - seit 150 Jahren sind die Dienste der Mosheimer Schreinerei Kirchhoff gefragt. Seinen 150. Geburtstag feierte das Traditionsunternehmen jetzt mit 300 Gästen.

Ziehen in der Werkstatt an einem Strang: von links Ludwig Kirchhoff, André Kirchhoff, Frank Lengemann und Nino Amos an einem Werkstück für ein Melsunger Dorfgemeinschaftshaus. Foto: Grugel

Auch künftig soll die Schreinerei klein und fein bleiben, wünscht sich Meister André Kirchhoff, der von Malsfeld aus zusammen mit Firmeninhaber und Meister Ludwig Kirchhoff, Geselle Frank Lengemann und dem Auszubildenden Nino Amos in der Mosheimer Werkstatt an einem Strang zieht. Aufträge kommen aus dem Gebiet zwischen Kassel und Frankfurt am Main. Sie reichen unter anderem von Reparaturwünschen über den historischen Fensterbau für denkmalgeschützte Häuser bis hin zu Möbeln nach Maß.

Klein und fein - das spiegelt auch die Technikphilosophie der Meisterwerkstatt wider. Da können einerseits Maßmöbel mit dem Kunden in individuellen Design- und Preisvarianten am Computer ausgesucht und gestaltet werden - große computergesteuerte Industriemaschinen zur Herstellung von Serienprodukten sind dagegen nicht im Einsatz.

So gestaltet sich denn der Schreinerberuf in der Mosheimer Werkstatt Am Berg nach wie vor ausgesprochen abwechslungsreich. „Man kommt viel rum und mit vielen Leuten zusammen“, sagt André Kirchhoff. Die Gründungsväter der Schreinerei starteten im September 1860 mit einer Hobelbank und einfachen Werkzeugen wie Hobel, Hammer, Zange und Säge. Sie erwarben 1900 den Metzschen Hof und bauten 1922 die Schreinerei.

Der heutige Firmenbesitzer und Meister Ludwig Kirchhoff trat 1982 in die Firma ein und erweiterte sie mehrfach durch An- und Umbauten unter anderem um Lager- und Büroräume. Sein Sohn André Kirchhoff trat vor elf Jahren ins Unternehmen ein. Und so könnte es eigentlich immer weiter gehen. Denn sollte André Kirchhoff seinen Sohn Jannis ebenfalls motivieren können, das Schreinerhandwerk zu erlernen, könnte eines Tages die siebte Generation in der Schreinerei Kirchhoff am Ruder sein. (lgr)

Quelle HNA

 

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