Naturschutzgebiet Goldbergsee hat viel zu bieten

 

Wegen seiner Abgeschiedenheit bietet der Goldbergsee vielen gefährdeten Wasservögeln einen geschützten Lebensraum, vom Eisvogel, Rebhuhn, Haubentaucher, um nur einige zu nennen. Eine kleinere Inseln im Goldbergsee wird in der Brutzeit von den Wasservögeln als sicherer Brutplatz  genutzt, aus dem Beobachtungsstand oberhalb Sipperhausen ist die Insel leider nicht einsehbar.

Der vorhandene Beobachtungsstand oberhalb Sipperhausen gibt leider wenig Anlass zur Freude, da eine Beobachtung von Wasservögeln ohne guten Fernglas  aus der Entfernung unmöglich ist. Die Büsche und Bäume vor dem Freisitz grenzen die Sicht  zusätzlich stark ein.
An den Ufern wachsen Schilfrohr, Rohrkolben, Kalmus, Schwarz- und Grauerle, durch den natürlichen Pflanzenwuchs  ist von dem ehemaligen Braunkohletagebau in Ostheim nach über 20 Jahren ein natürlicher Lebensraum entstanden.
Vogelkundler und Touristen haben die Möglichkeit über einen 2,7 Km langen Rundweg sich einen besseren Eindruck über die Artenvielfalt am Goldbergsee zu verschaffen, leider ist auch über den Rundweg die Sicht durch Büsche und Bäume um den Goldbergsee stark eingeschränkt.

Das Naturschutzgebiet Goldbergsee hat eine Gesammtfläche von 37 Hektar, bei einer Wasserfläche von ca. 22 Hektar.
Durch seine geringe Belastung durch die Landwirtschaft mit Nährstoffen und Abwasser  besitzt der Goldbergsee die Wasserqualität der Güteklasse 1.
Unterhalb am Goldbergsee wurde ein Badesee mit Freizeitnutzung angelegt, wegen seiner Natürlichkeit und Ruhe nutzen  viele Badegäste aus dem Umkreis der Gemeinde Malsfeld den Badesee. Die Liegewiese wird von Bäumen beschattet, in der Badesaison ist eine Toilette vorhanden. Der Badesee wächst leider an den Ufern in den letzten Jahren als weiter zu und erschwert den Zugang beim baden. Das Wasser selbst ist auch im Sommer durch seinen ständigen Wasseraustausch klar, und bietet keine Beanstandung. Der Badesee wird auf seine Wasserqualität nicht überprüft!

Fazit: Für Naturliebhaber und Familien bietet das Naturschutzgebiet Goldbergsee viele Freizeitmöglichkeiten kostenlos, nach einen schwerwiegenden  Eingriff in die Natur durch den Kohleabbau ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Möglichkeiten entstanden. Wünschenswert ein neuer Standort für den Freisitz um eine Beobachtung von Wasservögeln zu ermöglichen, und der Zugang für Badegäste in den Naturbadesee muss erweitert werden.

Die Geschichte vom Braunkohletagebau in Ostheim

Nach dem Braunkohletagebau von 1972-1989 entstand das Naturschutzgebiet "Goldbergsee" in 1991. Die Kosten für die Rekultivierung betrugen 3,7 Mio DM.

1840 - 1860 wurden westlich der Gemeinde Ostheim ca. 10.000 t Braunkohle abgebaut.
1860 fand man im Schacht Lohkopf in Sipperhausen nach 29m Abraum einen 15m mächtigen Kohleflöz.
1870-1879 wurden am Lohkopf 40.000 t Kohle abgebaut.
1880 wurde wegen fehlenden Verkehrswegen, Kapitalmangel und Wassereinbruch der Abbau eingestellt.
1962/63 wurde der Tagebau mit einem Schrägstollen 30 auf 30 m wieder geöffnet.
1967 Übernahme durch Preußen Elektra (heute Preussag)
1972-1989 wurden 2,4 Mio Tonnen Kohle abgebaut, dabei fallen 7,3 mio Kubikmeter an Abraum an, davon wurden 2,3 mio m³ in offenen Steinbrüchen verkippt.

 

 

 

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