NORDUMGEHUNG OSTHEIM

Kaum Geld für Sonderwünsche

Daß die Ortsumgehung von Ostheim kommen wird, ist längst beschlossene Sache. Im Moment lautet die Frage nur noch: Wie weit weg vom Dorf soll die Straße verlaufen?

 

OSTHEIM • Um jeden Meter Straße wird gefeilscht. Ob 50 Meter, 150 oder gar 400 Meter - das haben die Bürger Ostheims, Ortsvorsteher Reiner Lampe, Bürgermeister Herbert Vaupel von Malsfeld und Vertreter der "Rebo Consult GmbH" als beteiligte Straßenplaner in einer Bürgerversammlung am Donnerstag in teilweise hitziger Diskussion erörtert. Vaupel und Rainer Raacke von Rebo Consult erläuterten zunächst die drei in erster Vorplanung erarbeiteten Varianten.
Allen gemeinsam ist die Pflicht, an der bestehenden Autobahnbrücke beginnen zu müssen, weil eine Brückenverlegung technisch zwar machbar, aber viel zu teuer wäre, begründete Raacke seine Pläne.

Wie weit soll und kann die Nordumgehung um Ostheim herumführen. Diese Frage  stand im Mittelpunkt der Ortsbeiratssitzung am Donnerstag im DGH des Malsfelder Ortsteils. (Foto: Schmidtkunz)

Drei Varianten

Unterschiedlich sind jedoch die Straßenverläufe. Die teuerste Route führt am weitesten nördlich an Ostheim vorbei, ehe sie wieder auf die Landesstraße 3224 (Homberg - Melsungen) einmündet. Die Varianten zwei und drei führen beide knapp 60 Meter am Ortsrand vorbei, bieten aber verschiedene Möglichkeiten für den Anschluß der alten Ortsdurchfahrt. Besonderes Augenmerk werde, laut Raacke, bei der weiteren Planung auf den Erhalt vorhandener land- und forstwirtschaftlicher Verkehrswege gelegt. Außerdem sollten die Ergebnisse aus einer zur Zeit laufenden Verkehrszählung berücksichtigt werden. Alles soll in die Flächennutzungs- und Bebauungsplanung einfließen.

Wenn schon eine Umgehung, dann möglichst weit weg von der Ortslage Ostheims, so die vorherrschende Meinung am Ende der gut zweistündigen Bürgerversammlung. Keiner der Anwohner will durch Straßenlärm belästigt werden und Einbußen in der Wohnqualität hinnehmen müssen. Raacke zeigte sich verständnisvoll. "Wir werden einen neuen Vorschlag ausarbeiten, der Ihren Vorstellungen näher kommt", versprach er den Bürgern. Bindende Kriterien für den Straßenverlauf blieben jedoch die Anschlußpunkte an die A 7, an das geplante Interkommunale Gewerbegebiet bei Ostheims sowie an den neuen Autobahnzubringer von der Bundesstraße 83 aus. Diese Trasse - sie existiert ebenfalls in drei Planvarianten, die noch besprochen werden müssen - soll von Ostheim aus südlich an Elfershausen und nördlich an Malsfeld vorbeiführen.

Auf Höhe der Domäne Fahre soll sie dann am Sommerberg auf die B 83 münden. Ob die Ostheimer Umgehungsstraße aber tatsächlich in einer für alle Beteiligten befriedigenden Entfernung von der Wohnbebauung entsteht, bleibt fragwürdig. ln diesem Punkt ließ Kurt Stöhr, Geschäftsführer des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet Mittleres Fuldatal und Altbürgermeister Malsfelds, nicht allzuviel Hoffnung unter den gut sechzig Teilnehmern an der Bürgerversammlung aufkommen: "Der Straßenbau darf höchstens drei Millionen Mark kosten" , verkündete er. Bei rund 200 000 Mark pro hundert Meter Straße seien die finanziellen Möglichkeiten für große Sonderwünsche doch nur sehr begrenzt.

Quelle: HNA

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