Zusätzlicher Verkehrslärm für Wohngebiete in Ostheim

Das neue ADAC Übungsgelände im Gewerbegebiet Ostheim liegt direkt an einem Wohngebiet in Ostheim und wird lediglich durch die A7 getrennt. Nicht nur, dass die Ostheimer schon genügend durch Autolärm belastet werden ist das neue Übungsgelände für den ADAC in direkter Nachbarschaft eine neue Lärmquelle.

Wenn jetzt an den Wochenenden auf der A7 der Verkehrslärm noch  abnimmt, werden nach der  Eröffnung des neuen ADAC Übungsgeländes im Frühjahr neuer Verkehrslärm die Nerven und Gesundheit der Anwohner strapazieren.
Für die Ostheimer Bürger, die noch vor einigen Jahren für eine Umgehungsstraße für Ostheim gekämpft haben um den Verkehrslärm aus dem Ort zu verbannen, ist die Genehmigung eines ADAC Übungsgelände sicher nicht nachvollziehbar.

Bürgerinitiative gegen Übungsgelände

Der ADAC plante auch ein Fahrzentrum in Höchstadt, dass wurde aber durch eine Bürgerinitiative wegen den befürchteten Verkehrslärm erfolgreich verhindert, obwohl das Fahrzentrum nicht so dicht an den Wohngebieten lag wie in Ostheim.
Eine andere Bürgerinitiative in Laatzen bei Hannover beschwerte sich ebenfalls über den Verkehrslärm auf einem ADAC  Übungsgelände, dass auch nahe an einen Wohngebiet genehmigt wurde.

Link zur Bürgerinitiative Höchstadt

 

Ein Ausschnitt aus einen Leserbrief über den Übungslärm in Laatzen

Auch belastend sind Trainings mit Motorrädern, mit aufheulenden Motoren, Vollbremsungen von LKW-Hohlkörperwagen (leeren Müllwagen), Brems- und Fahrübungen von Polizei und Bundeswehr mit den entsprechenden Fahrzeugen – und alles zu Lasten der Bewohner.
Die gemessenen dB-Werte liegen natürlich alle über 55 dB, werden aber aufgrund der Berechnungsmethode entsprechend der TA Lärm „geglättet“, so dass am Ende der Wert von 55 dB am Tag nicht überschritten wird.
Nervig sind die Quietschgeräusche bei den Bremsmanövern, im Abstand von 40 - 50 Sekunden und das über
längere Zeiten am Tag. Diese Geräusche bewegen sich in einer Frequenz, die viele Bewohner mehr als unangenehm empfinden und in einer Höhe von weit über den zulässigen 55 dB.

Der komplette Leserbrief als Download

Verkehrslärm verursacht gesundheitliche Probleme

  • Stress, da Lärm als Stressfaktor auf den menschlichen Organismus wirkt,
  • erhöhtes Herzinfarktrisiko bei chronischen Belastungen über 65 dB (A),
  • erhöhtes Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken, bei dauerhaftem nächtlichem Geräuschpegel über 55 dB(A),
  • beschleunigte Alterung des Herz-Kreislaufsystems durch chronische Lärmbelastung

Den Befürwortern im Zweckverband-Mittleres-Fuldatal für ein Übungsgelände liegt der Erlös durch den Flächenverkauf im Gewerbegebiet nach meiner Meinung höher, als die Gesundheit der Bürger im angrenzenden Wohngebiet!

Wenn man höhren möchte, mit welchen Verkehrslärm die Anwohner in Ostheim jetzt schon durch die A7 ausgesetzt sind, können die unteren Aufnahmen einen ersten Eindruck vermitteln. Ein Vergleich zu dem Verkehrslärm in einen Wohngebiet in Elfershausen ist mit den gleichen Empfindlichkeitseinstellungen der Aufnahme vorhanden. (ein Headset oder Kopfhörer ist bei den Aufnahmen von Vorteil). In dem Bild unten sind die Messpunkte abgebildet.

Die  unteren Links können  z.B. mit dem Windows Mediaplayer geöffnet werden!

Die Aufnahme aus Elfershausen wurde kurz nach 18.00 Uhr aufgenommen, daher die Kirchenglocken. Die Aufnahme zeigt dann aber auch die Ruhe nach dem Glockengeläut gegenüber den Wohngebieten in  Ostheim!

 

Die ungefähre Berechnung der Lärmbelastung ist über eine Onlineberechnung des VCD erfolgt! Das Problem der Berechnungen, der Lkw-Verkehr fließt bei allen Lärmgutachten mit 80 km/h ein, auch bei der Onlineberechnung! Daher sind die Berechnungen gegenüber der Realität nur theoretisch. In der Praxis ist eine Fahrgeschwindigkei zwischen 90-100 Km/h üblich. Die Verkehrsmenge der Fahrzeuge wurde von der Brücke am Helterbachtal von 70.000 Fahrzeugen am Tag abgeleitet

Der Link zur Berechnung