Wilder Ritt durchs Gelände

In Ostheim traten am Samstag 71 Geländewagen-Piloten aus ganz Deutschland an

OSTHEIM. Über 500 Zuschauer verfolgten am Samstag die rasanten Fahrten: 71 Mannschaften waren zum nach Malsfeld-Ostheim gekommen. Darunter befanden sich auch Deutsche Meisterinnen und Meister sowie ein Europa-Vizemeister. Sie alle kämpften in gleich sieben Klassen um möglichst wenig Fehlerpunkte. Es war der erste von insgesamt sechs Wertungsläufen, die in diesem Jahr in ganz Deutschland ausgerichtet werden.
Und ein jeder ist wichtig: Fahrer, die nur einen einzigen dieser Läufe versäumen, haben wenig Chancen, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. So war der Ehrgeiz groß, als die Fahrer in zwölf Sektionen nahe des Ostheimer Verkehrsübungsplatzes ihren wilden Ritt durchs Gelände antraten. Ihr Ziel war es, innerhalb von fünf Minuten aufgestellte Tore in der richtigen Reihenfolge und nur vorwärts zu durchfahren – und dabei so wenig Fehlerpunkte wie nur möglich zu produzieren.

Großer Spaßfaktor: Auch wenn es ganz gefährlich aussieht, bei der Meisterschaft der Allradfahrzeuge ist nichts Schlimmes passiert. Ganz im Gegenteil: Die Fahrer ließen nichts unversucht, um ihre Gefährte möglichst spektakulär ins Bild zu setzen.
Fotos: Zirzow

Manche Fahrmanöver waren geradezu atemberaubend, denn die Prüfungen in den steilen Berg- und Talfahrten mit Schlamm- und Wasserhindernissen sowie engen Kehren erforderten höchstes fahrerisches Können. Und trotzdem kam es zum Schrecken und Erstaunen des Publikums auch schon einmal vor, dass eines der bunten Fahrzeug umkippte.

Piloten sind gut gesichert

Da die Besatzungen aber immer mit Helmen und Gurten gut gesichert waren, gab es beim Wertungslauf keine einzige Verletzungen, sondern eher immer großes Gelächter, wenn die Piloten aus ihren Karossen kletterten, wenn die auf dem Dach oder der Seite gelandet waren.
Wenn alle Versuche, das Fahrzeug wieder auf die Bahn zu bringen, fehlschlugen, rückte ein Bagger an, um die Autos mit einem Gurt wieder auf zu richten. Steffen Dziersk vom ASC Melsungen sorgte mit für einen reibungslosen und gut organisierten Ablauf im Ostheimer Rennzirkus. Dziersk hatte vor zwölf Jahren mit seinem Freund Ronny Simon die Sparte Allrad-Trial gegründet, aus der zehn aktive Fahrer an Wettbewerben teilnehmen.
Für die Melsunger war es bereits die fünfte Veranstaltung dieser Art. Und bestimmt nicht die letzte: Fürs nächste Jahr ist wieder ein Wertungslauf zur Deutschen Meisterschaft in Ostheim geplant, kündigte Dziersk an.

Quelle: HNA