Ostheim

Über 100.000 Liter Milch: Bianka ist die beste Kuh im Stall

Ostheim. Bianka ist nicht irgendeine Kuh. Sie ist eine Hochleistungskuh. So jedenfalls bezeichnet sie ihr Besitzer Walter Braun. Warum das so ist, erklärt der Milchbauer aus dem Malsfelder Ortsteil Ostheim.

© Hohagen

Stolz auf Bianka (von links): die Bauern Thomas Braun, Walter Braun, Silke Beinhauer und Eva Braun.

„Vor kurzem hat sie die 100.000-Liter-Marke geknackt“, sagt der 62-jährige Landwirt stolz. „So eine Kuh habe ich in meinem ganzen Leben nicht gehabt.“

„Diese Menge hat Bianka innerhalb ihres fast 13-jährigen Lebens erzeugt: 100 000 Liter – das sind umgerechnet in Gewicht etwas mehr als eine Intercity-Lok. Das ist heutzutage wirklich etwas Besonderes“, bestätigt Jost Grünhaupt, Zuchtleiter vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Kassel.

Ein Spitzentier

Rein rechnerisch sei das das fünffache der Lebensleistung einer hessischen Kuh, so Grünhaupt. Nur Spitzentiere liefern jährlich 10.000 Liter Milch, Biankas Jahres-Spitzenleistung betrug sogar 11.500 Liter.

Durchschnittlich stehen Milchkühe fünf bis sechs Jahre im Stall. Das liegt daran, dass die Kühe in der Regel zum Schlachter gebracht werden, sobald ihre Milchleistung nachlässt, erläutert Braun. Und das ist auch in seinem Stall der Normalfall.

Gemeinsam mit seinem Sohn Thomas und seiner Frau Eva kümmert er sich um 80 Kühe der Rasse Schwarzbunte, verteilt auf Laufställe an zwei Standorten. Für die Milchwirtschaft seien Schwarzbunte bestens geeignet, sagt der Landwirt. Voraussetzungen dazu seien eine gute genetische Anpassungsfähigkeit sowie die stabile Gesundheit und eine gute Fruchtbarkeit. Weil Bianka all diese Kriterien besser erfüllt als die meisten ihrer Artgenossinnen und damit eine sehr gute Milchkuh ist, blieb der Schwarzbunten der frühe Gang zum Schlachter erspart.

Anlässlich dieser besonderen Lebensleistung haben die Brauns ein Fest organisiert und dazu Helfer, Freunde und Partner eingeladen. Vor Ort waren unter anderem Vertreter vom Hessischen Verband für Qualitätsprüfungen in der Tierzucht, vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und der Kraftfutter-Geschäftsstelle Raiffeisen in Gensungen. Die vielen Geschenke und der Besuch der Gratulanten sind eine schöne Belohnung für die jahrelange harte Arbeit, sind sich die Brauns einig. Schließlich führen sie den von Walter Brauns Vater übernommenen Hof seit 35 Jahren.

Täglich zweimal melken

365 Tage im Jahr jeden Morgen ab 6 und jeden Abend ab 18 Uhr müssen die 80 Kühe gemolken werden – an Urlaube ist da nicht zu denken. „Aber wir haben uns diese Arbeit ausgesucht und machen sie mit Leidenschaft“, sagt Walter Braun.

Zu der Schwarzbunten Bianka haben die Brauns in all den Jahren eine enge Verbindung aufgebaut. „Das ist doch klar. Wir kennen sie ja am längsten“, sagt Thomas Braun. Der junge Landwirt fügt aber auch an: „Sie ist zwar etwas schwach auf den Beinen, liefert aber noch immer zuverlässig Milch.“

Drei Töchter von Bianka

Was ist, wenn die alte Dame Bianka irgendwann nicht mehr kann und auch ihre Milchproduktion allzu sehr nachlässt, sich Brauns also von ihr trennen müssen? Dann stehen noch drei ihrer hoffnungsvollen Töchter bei den Brauns im Stall.

Quelle HNA

Erst bauen, dann feiern in Ostheim

Ostheim. Ganz Ostheim bereitet sich auf die 850-Jahr-Feier vor: Das Ortsjubiläum soll im Jahr 2012 über die Bühne gehen.   Bis dahin sollen etliche Straßen, Häuser und der Dorfplatz neu gestaltet werden.

Baufällig: Ortsvorsteherin Kornelia Rübenkönig vor einer baufälligen Fachwerkscheune unweit vom Ostheimer Gänsemarkt, die abgerissen werden soll. Fotos: Grugel

Zurzeit ist am Ostheimer Ortsausgang in Richtung Gewerbegebiet für Autos kein Durchkommen: Hinter Absperrgittern verlegen Straßenbauer Michael Kühn und seine Kollegen neue Gehwegsteine an der Raiffeisen- und der Sipperhäuser Straße. Im Kreuzungsbereich der beiden Straßen sollen neue Vorfahrtsregeln den Straßenverkehr beruhigen. Die Gemeinde Malsfeld hat dort außerdem ein marodes Haus ersteigert und abgerissen, um auch dort einen Gehweg anzulegen und Grün anzupflanzen.

Baustellen sind die Ostheimer gewohnt. Denn die seit Jahren laufende Dorferneuerung brachte ihnen inzwischen ein neues Dorfgemeinschaftshaus, einen Spielplatz, einen Jugendraum und den neu gestalteten Lindenplatz an der Kirche ein. Die Hoffnung aber, das Ortsjubiläum in zwei Jahren in einem runderneuerten Dorf feiern zu können, wird nicht ganz aufgehen. Grund dafür sind die Sparpläne des Landes Hessen, die den Bau der Ortsdurchfahrt verschieben: Die Mosheimer Straße soll erst im Jahr 2013 saniert werden, teilte Bürgermeister Herbert Vaupel mit.

Vorgezogen wird dafür der Ausbau des Dorfplatzes im Zentrum. Dort soll im nächsten Jahr die Bushaltestelle erneuert werden. Sitzgruppen sollen zum Verweilen und Feiern einladen. Außerdem soll ein Quellstein mit Wasserrinne entstehen, erläuterte Ortsvorsteherin Kornelia Rübenkönig. Das Material dafür werde zum Teil aus Basalt sein und damit an den Abbau des vulkanischen Gesteins in Ostheim erinnern.

Mehr Grünflächen im Dorf

Deutlich mehr Grünflächen als bisher soll es künftig in Ostheim geben, kündigte Kornelia Rübenkönig an. Dafür werde die Gemeinde noch ein weiteres baufälliges Haus abreißen und das Grundstück bepflanzen.

Vorbereiten wird die 850-Jahr-Feier der Verein Ostheimer Kohlkippen. Neue Mitglieder sind weiterhin willkommen. (lgr)

Kontakt: Jochen Ackermann, Tel. 0 56 61 / 5 13 08

Quelle HNA

 

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