Sonstiges

Malsfeld will Erdkabel

Parlament bringt im Planverfahren für 380 KV-Leitung Stellungnahme auf den Weg

MALSFELD. Zweimal schon hat das Parlament Malsfeld eine Erdverkabelung der geplanten 380 KV-Leitung für das Malsfelder Gebiet gefordert. Die Forderung gegenüber der Landesregierung und dem Stromleitungsbauer Tennet blieb aber bislang unberücksichtigt: Die inzwischen ausliegenden Planunterlagen sehen laut Verwaltung für Malsfeld eine etwa 35 Meter breite und 65 Meter hohe Freileitung vor. Am Donnerstag hat das Parlament nun mehrheitlich erneut eine Erdverkabelung gefordert.

Windräder und ein Strommast: Die neue 380 KV-Leitung von Wahle nach Mecklar soll Ökostrom aus dem Norden in den Süden leiten. Gegen die Masten hat die Gemeinde Malsfeld Einwände und fordert für ihr Gebiet eine Erdverkabelung. Unser Bild entstand bei Sehnde-Müllingen in der Region Hannover.

Diese und weitere Forderungen in der Sache soll die Gemeinde im gegenwärtigen Planfeststellungsverfahren erneut vortragen. Die Strommasten wirkten sich erheblich auf das Landschaftsbild aus, heißt es in der Stellungnahme. Nicht immer sei ein Abstand von 400 Metern zur Bebauung vorgesehen. Geringere Abstände seien zu einem Bio-Hühnerhof in Elfershausen und einer Vogelauffangstation in Beiseförth geplant.

Auch der Waldkindergarten ist betroffen. Die Stromtrasse hat dort nach der Stellungnahme nur wenig Abstand oder überspannt die Einrichtung. Folge: Der Waldkindergarten müsste einer Freileitung weichen. Vor diesem Hintergrund fordert das Parlament für den Fall einer Freileitung von der Tennet einen finanziellen AusStelgleich für die Verlegung des Waldkindertgartens.

Elektrosmog

Schließlich greift die Stellungnahme gesundheitliche Fragen auf. Auswirkungen durch Elektrosmog auf Mensch und Natur durch die Stromtrasse seien völlig unbekannt. Vor dem Bau der Leitung sei der wissenschaftliche Beleg der Unbedenklichkeit der Stromtrasse gegenüber Mensch und Natur zu erbringen. Bis zu diesem Zeitpunkt lehne das Parlament den Bau der Stromleitung ab und fordere einen Planungsstopp. Mit der Abgabe der Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren eröffnet sich für Malsfeld die Möglichkeit, im weiteren Verfahren gegebenenfalls gegen eine Freileitung vor Gericht zu ziehen. Über eine mögliche Klage müsste aber erneut entschieden werden, hieß es seitens der Verwaltung. (lgr)

Quelle: HNA

 

 

Neues Leben in alten Häusern

GL will Immobilienkauf in Ortskernen fördern

MALSFELD. Eine gezielte Förderung beim Kauf oder Ausbau älterer Häuser in den Ortskernen von Malsfeld fordert die Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal (GL). Damit soll das Interesse an älteren und leerstehenden Häusern geweckt werden.
Besorgt zeigt sich . „Wir müssen versuchen die Entwicklung zu stoppen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Lothar Kothe. Neue Baugebiete an den Ortsrändern auszuweisen, sei keine künftige kommunale Strukturpolitik. Dies führe zu größeren Straßen-, Kanal- und Versorgungsnetzen, deren Kosten von immer weniger Einwohnern getragen werden müssten. Deshalb möchte die GL eine Kommission einsetzen, die Richtlinien für eine Förderung erarbeiten soll. Regionale und finanzielle Möglichkeiten der Gemeinde müssten dabei berücksichtigt werden.

Vorlagen für ein Malsfelder Förderprogramm gebe es beispielsweise in Melsungen und Alheim mit dem Programm „Jung kauft alt“.

Als Ortsvorsteher von Dagobertshausen ist Winfried Hucke mit der Problematik des Leerstandes vertraut. „Ein Modell, wie „Jung kauft alt“ ist in Malsfeld durchaus Erfolg versprechend“, sagt er. Dabei könnten mit relativ wenig Geld fachliche Hilfe eingekauft und sogar neue Einwohner gewonnen werden.

Nach Meinung von Clarissa Beisecker, Gemeindevertreterin aus Sipperhausen, müssten die Verjüngung von Wohnquartieren, der Erhalt der Immobilienwerte und die bessere Auslastung der kommunalen Infrastruktur zu den Zielen des Förderprogramms zählen. (ras)

Den Leerstand im Blick: Mitglieder der GL-Fraktion verschafften sich einen Überblick über verlassene Wohngebäude in der Gemeinde Malsfeld, von links Lothar Kothe, Winfried Hucke, Clarissa Beisecker und Edgar Janassek.  Foto: privat

Quelle: HNA

   

 

Alles bleibt, wie es ist

GL scheitert im Parlament mit Antrag zur Abwassergebühr

MALSFELD. Die Gemeinschaftsliste Hochland-Fuldatal (GL) hat sich in Sachen gesplittete Abwassergebühr für den Ausgleich sozialer Härten eingesetzt. Am Donnerstagabend legten Gemeindevertreter der Fraktion dazu einen Antrag vor - das Parlament lehnte den Vorstoß ab.
Winfried Hucke (GL) hatte sich fur den Antrag seiner Fraktion stark gemacht. Auf den Dörfern befänden sich etliche Immobilien, die aufgrund ihrer früheren Nutzung große versiegelte Flächen aufwiesen. Inzwischen nutzten die Eigentümer die Anwesen nur noch zu Wohnzwecken.
Die gesplittete Abwassergebühr verlange den mitunter am Existenzminimum lebenden Eigentümern nun deutlich mehr Gebühr fürs Oberflächenwasser ab als früher. Deshalb solle die Gemeinde per Satzung soziale Härten mindern. Unterstützung erhielt die GL von Dominik Leyh (CDU): Schwachstellen bei der gesplitteten Abwassergebühr seien nachzujustieren. Die FDP fragte mit Ralf-Urs Giesen nach den Kosten fur das Vorhaben und wandte dagegen ein, auch andere Kosten fur Immobilien stiegen an. Am Ende müsse man sich in Sachen Unterstützung fragen: Wo fängt man da an?
Heinz Schneider (SPD) fragte zweifelnd, ob der Problemlösungsweg der GL der richtige sei. Tatsächlich biete die Abgabenordnung genügend Instrumente für die Abfederung sozialer Härten. Das geltende Recht sei ausdifferenziert und lasse Individualentscheidungen zu. Schneider: ,,Ich würde es so lassen."
Bürgermeister Herbert Vaupel erklärte, der Gemeindevorstand erlasse in Einzelfällen durchaus Abgaben und Gebühren. Stichworte dazu seien Niederschlagung, Stundung und Erlass. (lgr)

Quelle: HNA

 

 

 

ANSCHLUSS CONTAINERBAHNHOF

Ein Lastwagen pro Minute

Ein Lastwagen pro Minute wird nach Inbetriebnahme des Containerbahnhofes allein vom Industriegebiet Pfieffewiesen oder dort hin zurück über die Bundesstraße 83 rollen, 400 pro Tag, Mindestens!

MALSFELD • Diese Zahlen nannte gestern der stellvertretende Leiter des Hessischen Straßenbauamtes Kassel, Rainer Böhm, in Malsfeld. Er begründete damit den Bau einer Ampelanlage am Sommerberg in Höhe des Abzweiges nach Malsfeld.
Der wird zur Zeit umfangreich umgebaut. Rund eine Million Mark kosten allein die Straßenbauarbeiten, um ein Abbiegen der großen Containerzüge nach Malsfeld möglich zu machen. Der fast rechtwinklige Abzweig wie er derzeit ist, könnten von ihnen nicht gefahrlos bewältigt werden.

Eine Ampel soll künftig am Sommerberg dem Schwerverkehr eine Chance geben, der vom Malsfelder Containerbahnhof kommend auf die Bundesstraße 83 einbiegen will. Mit mindestens 400 Lkw-Fahrten pro Tag von und zum Containerbahnhof rechnet man im Kasseler Straßenbauamt. (Foto: Brückmann)

In die Millionensumme noch nicht eingerechnet sind die Kosten für die Lichtzeichenanlage selbst. Man habe kurzfristig eine Lösung schaffen müssen, um den Bedürfnissen des neuen Bahnhofes gerecht zu werden, begründete Planungschef Böhm, schloß aber im Gespräch mit CDU-Landtagsabgeordnetem Bernd Siebert und Malsfelds CDU-Gemeindeverbandsvorsitzen- dem Karl Mihm auf dessen Einladung er nach Malsfeld gekommen war, nicht aus , daß langfristig nach einer großen Lösung zur Beseitigung der gefahrenträchtigen Serpentinen und Steigungen am Sommerberg gesucht werden muß. Aber:,,Da rechne ich nicht in den nächsten fünf Jahren mit".

Verkehrsknotenpunkt

Bis dahin dürften dann Erfahrungen Vorliegen, wieviele Container-Ladungen wirklich täglich am ,,Container-Umschlag-Bahnhof Nordhessen" mit Lastwagen angeliefert werden. Denn bei 400 Fahrten zwischen Malsfeld und dem Industriegebiet Pfieffewiesen, die Grundlage für die bisherigen Planungen des Straßenbauamtes sind, dürfte es nicht bleiben, wie schon der Name des neuen Bahnhofes verrät. Der ganzen nordhessischen lndustrie will die Bahn hier einen Umschlagplatz von der Straße auf die Schiene anbieten. 200 Wagenladungen aus dem Industriegebiet Pfieffewieesen sind als nur ein Teil dessen, womit die Malsfelder rechnen müssen. Malsfeld als ,, Verkehrsmittelpunkt" -eine Vorstellung, ,,gegen die ich mich strikt wahren möchte", sieht CDU-Vorsitzender Karl Mihm seinen Heimatort schon zwischen Autobahnzubringer und Containerbahnhof-Zubringerverkehr aufgerieben.


Zwar hätten die Malsfelder den Containerbahnhof Nordhessen,,geschluckt", der ,,auch nicht ohne Lärmbelästigung vor sich gehen werde", betonte Mihm, doch gleichzeitig suchte er gestern geradezu händeringend mit MdL Siebert, dem Malsfelder CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Reh und dessen Kollege im Melsunger Parlament, Helmut Boucsein, nach einer erträglichen Linienführung für einen Autobahnzubringer.


,,Reicht denn nicht ein Ausbau der Bundesstraße 83 ?", wäre Mihm eine kleine Lösung anstelle eine Autobahnzubringers fast am liebsten. Bei der Planung des Autobahnzubringers dürfe man die Bedürfnisse des Containerbahnhofes und auch die mögliche Verlegung der B 83 am Sommerberg nicht außer acht lassen, forderte CDU-Landtagabgeordneter Bernd Siebert die Straßenbaubehörde zu weitsichtigem Denken auf.

Quelle: HNA

 

SPD Klartext über Schwerlastvekehr

In der Gemeindevertretung Malsfeld wurde der Schwerlastverkehr durch Dagobertshausen und Beiseförth in 2002 auf 7,5 t begrenzt, aber nicht umgesetzt. Im Klartext aus dem September 2002 wird die Sperrung von der SPD befürwortet, und als unnötige Belastung der Bürger angesehen.
Die Gemeindevertretung hatte danach auf Antrag und mit den Stimmen der SPD-Fraktion den Gemeindevorstand beauftragt, die Sperrung für Elfershausen auch für Dagobertshausen und Beiseförth durchzusetzen.

 

Quelle: SPD Klartext September 2002

Im Klartext von 2002 wird ausdrücklich auf eine Zusage aus Wiesbaden hingewiesen, die Ortsdurchfahrten Dagobertshausen und Beiseförth auf 7,5 t zu begrenzen, lediglich der Zulieferverkehr für die Betriebe darf nach der Sperrung die Ortsdurchfahrten nutzen.
Die Sperrung der Ortsdurchfahrten sollte danach spätestens nach Inbetriebnahme des neuen Autobahnanschluss im November 2002 umgesetzt werden.

Die Bürger in den betroffenen Orten warten jetzt schon 10 Jahre auf die Umsetzung der Beschlüsse in der Gemeindevertretung, die auch durch Wiesbaden abgesegnet wurden. Es ist schon verantwortungslos, dass die Gesundheit  und Wohnqualität der Bürger in den Augen der Politiker keinen Wert hat. Den Beschluss dann auch noch als Erfolg für die SPD zu werten ist schon bedauerlich.


Fazit: Die Beschlüsse in der Gemeindevertretung zur Verkehrsentlastung müssen eingehalten werden, ist man nicht selbst durch den Schwerverkehr betroffen, schiebt man Beschlüsse auf die lange Bank oder sind politisch nicht gewollt.

 

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