42 Cent mehr fürs Wasser

Malsfeld. Die Schließung des Beiseförther Getränkewerks Wildsbergquelle hat Folgen für die Wasser- und Abwasserpreise der Gemeinde Malsfeld: Nach einem Parlamentbeschluss vom Donnerstag steigen die Gebühren rückwirkend ab dem 1. April 2010 an.

Beschluss gilt rückwirkend ab 1. April

Nach dem Beschluss zahlen alle Malsfelder seit April 1,49 Euro pro Kubikmeter Wasser und damit 42 Cent mehr als bislang. Fürs Abwasser werden 3,70 Euro pro Kubikmeter fällig. Das sind 50 Cent mehr als bisher.

Option vom März

Das Malsfelder Parlament hatte sich bereits im März die Option gesichert, die Gebühren rückwirkend zu erhöhen. Damals reagierten die Gemeindevertreter auf die Schließung des Malsfelder Hansa-Heemann-Werks.

Der Getränkekonzern hatte in Beiseförth bis Ende vergangenen Jahres Mineralwasser und alkoholfreie Erfrischungsgetränke abgefüllt und als Großabnehmer von Gemeindewasser über viele Jahre zu stabilen Gebühren beigetragen. Die Abnahmemengen bewegten sich dabei nach Angaben der Verwaltung je nach Produktionsjahr zwischen 80 000 und 100 000 Kubikmeter pro Jahr.

Kostendeckende Einnahmen

Die Gemeinde strebt kostendeckende Einnahmen für ihre bestehenden Wasser-Anlagen an: Alle Kosten, etwa für Pumpen, Wasseraufbereitung, Kontrollen und das Leitungsnetz müssen nach diesem Prinzip per Gebühr bezahlt werden können. So sind denn die Beschlüsse vom Donnerstagabend eine Folge des Gebührenausfalls seit dem Wegfall des Großabnehmers in Beiseförth. In Geldsummen ausgedrückt: Im März erwartete die Verwaltung allein für dieses Jahr einen Fehlbetrag von 88 000 Euro beim Wasser und 85 000 Euro beim Abwasser. (lgr)

Quelle: HNA

 


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