Der Schulbus als Sparschwein für Schuldenabbau

Durch die verschiedenen Pressemitteilungen über die Sicherheitsmängel der Schülerbusse im Schwalm Eder werden wieder die Erinnerungen wach an den schweren Schulbusunfall in Neuental-Bischhausen am 16.05.2007. Nach dem Busunglück wurden von Landrat Martin  Neupärtel höhere Sicherheitsstandards bei der neuen Ausschreibung versprochen, angedacht waren Sicherheitsgurte, die Praxis sieht aber auch nach fast 5 Jahren leider ganz anders aus.

Der Gesetzgeber ist gefordert, eine Gurtpflicht im Nahverkehr einzuführen, im Fernreiseverkehr schon über 10 Jahre Pflicht. Sicherheitsgurte sind aber  immer noch Mangelware wundern über den jetzigen Sicherheitsstandard  der Schülerbusse braucht man sich nicht, wenn  Ausschreibungen für die Beförderung der Schüler nach dem Personenbeförderungsgesetz der „Geringste-Kosten-Verordnung“ nur der Günstigste den Zuschlag für die Beförderung der Schüler erhält, den Busunternehmen aber keine Spielräume für höhere Sicherheitsstandards lässt.


Die Dummen bei dieser Vergabe sind die kleinen Busunternehmen, unrentable Routen dürfen dann die Kleinen für die Platzhirsche auf dem Markt in Subunternehmerauftrag erledigen. Wer von den Verantwortlichen bei dieser Vergabepraxis dann auch noch eine gute Qualität mit hohen Sicherheitsstandard erwartet sollte seinen Arbeitsplatz schnellstens räumen.

Verunglückte Personen von 1989-2010, Maßstab Bus zu Pkw 1:100

Der ADAC berichtet schon seit Jahren über mangelnde Sicherheit der Schulbusse und  überschrittene Höchst- geschwindigkeiten, den Verantwortlichen in der Politik für dieses Preisdumping sind solche Fakten egal, Hauptsache billig. Ausbaden müssen die unhaltbaren Zustände die Fahrer und Schüler, wenn vom Gesetzgeber solche Zustände akzeptiert werden ist das nicht nur bedauerlich sondern eiskalt berechnend.


Nach eine Überprüfung der Sicherheit von Schulbussen durch den ADAC kam Hessen, wen wundert es, auf den letzten Platz. Die Fahrpläne sind  wegen hoher Einsparvorgaben der Auftraggeber von den  Busunternehmen knapp  kalkuliert und in der Praxis unrealistisch. Im Personennahverkehr ist die Höchstgeschwindigkeit 80km/h, sind alle Plätze belegt und ein Fahrgast bekommt keinen Sitzplatz reduziert sich die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h, nur wer hält sich dran.


Die Verantwortlichen dieser unhaltbaren Zustände sollten sich lieber das Schwarzbuch 2011 vom Bund der Steuerzahler durchlesen um den Haushalt zu sanieren, aber nicht auf den Rücken der Schüler die leider keine Lobby haben.


Das entsetzen von Mark Weinmeister (CDU) in den Medien über die Sicherheitsmängel kann ich nicht nachvollziehen, als Parteimitglied der CDU trägt gerade die CDU an den Sicherheitsmängeln als Bundesregierung und in Hessen als Landesregierung die Hauptverantwortung.

 

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