Martin Wagner und die angebliche Goldgrube Bundeswehrgelände in Homberg

Für den Denker und Lenker in Homberg, Bürgermeister Martin Wagner ist nur zu hoffen, dass genügend Fördergelder bewilligt werden um den Technologiepark zu realisieren. Es ist wohl davon auszugehen, dass die Landes-CDU ihren Bürgermeister nicht im Regen stehen lässt und Fördergelder bewilligt, um von den vielen negativen Schlagzeilen in den letzten Jahren abzulenken.
Ob der Bürgermeister in Homberg noch Vertrauen in der Bevölkerung genießt ist kaum vorstellbar, nach der Hessentag-Pleite in 2008 mit 3,6 Mio Schulden plus Zinsen und einer Dienstwagen-Affäre mit Strafbefehl in 2010.

Befürworter gegen Bürgerentscheid

Unverständlich ist der Widerstand der Befürworter des Bundeswehrgeländes, die gegen einen Bürgerentscheid in Homberg mobil machen. Hätten die Verantwortlichen in Homberg in den letzten 10 Jahren ihre Hausaufgaben ordentlich gemacht und die Stadt nicht so hoch verschuldet, gäbe es in der Bevölkerung nicht so ein großes Mistrauen gegen den Technologiepark.

Die von CDU und Bürgermeister Martin Wagner entstehenden 100 Arbeitsplätze durch den Bau einer Pyrolyse- und Algenzuchtanlage sind Wunschdenken. Die Pyrolyseanlage schafft nach letzten Informationen durch Hr. Pelz, Geschäftsführer Thermolyte Prozess Lübbenau GmbH (TPL) 18-30 Arbeitsplätze.

Ansässige Unternehmen sollen nach dem erstellten Gutachten 20-30 Arbeitsplätze schaffen, Hr. Martin Wagner redet von 30 Arbeitsplätzen. Bei den Homberger Unternehmen kann es sich auch nur um eine Verlagerung der Arbeitsplätze handeln, bestätigt ist nichts. Sieht man die Zahlen realistisch verbleiben für den späteren Bau der Algenzuchtanlage , wenn er überhaupt kommt, 50-60 Arbeitsplätze um die geplanten 100 Arbeitsplätze zu verwirklichen, utopisch!

 

Technologiepark mit Pyrolyseanlage

Die geplante Nutzung des Technologieparks mit einer Pyrolyseanlage in der Altreifen verarbeitet werden ist eine Zumutung. Abhängig macht Hr. Pelz die Investition einer Pyrolyseanlage von den zu erwartenden Fördergeldern.  Hier werden Steuergelder die an anderen Stellen gebraucht werden aus dem Fenster geworfen. Die Fa. Thermolyte Prozess Lübbenau GmbH bekam in 2010 nach einem Zeitungsbericht  Fördermittel vom Land Brandenburg und der EU, die Investition vier bis fünf Millionen Euro für 20 Arbeitsplätze, der Produktionsstandort war ebenfalls ein vorhandenes Industriegebäude!


Aus welchen Grund erneut Fördergelder für eine Pyrolyseanlage ausgegeben werden sollten ist  unverständlich. Es gibt genügend Firmen die sich auf Recycling und Entsorgung von Altreifen spezialisiert haben und keine Fördergelder in Millionenhöhe einstreichen die am Ende der Steuerzahler bezahlt.
Merkwürdig ist, das eine Firma die 12-17 Millionen Euro in eine Industrieanlage stecken will keine eigene Internetseite vorweisen kann um dort für Pyrolyseanlagen wirbt. Nach Angabe Hr. Pelz soll eine Betriebsgesellschaft für Homberg gegründet werden, welche Vor- oder Nachteile diese Gesellschaft für Homberg haben kann ist schwer einzuschätzen!
Ohne Fördergelder ist auch nach einer Entwicklungsstudie die Homberg in Auftrag gegeben hat der Technologiepark nicht machbar, und man weist auch am Ende der Studie auf ein nicht kalkulierbares Risiko hin.

Solarpark keine Konversionsfläche

Der geplante Solarpark entspricht nicht den Kriterien einer Konversionsfläche nach dem Erneuerbare Energie Gesetz (EEG), das wird durch die Aussage der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) bestätigt. Karin Löwer von der Bima bestätigt ausdrücklich, dass mit Bodenverunreinigungen auf dem Kasernengelände nicht zu rechnen ist. Die Bima weist lediglich auf den Schießstand hin, dort wurde auf Tontauben geschossen, Munitionsreste könnten dort nicht ausgeschlossen werden. Abgesehen dass die Kriterien nicht erfüllt sind werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen aber viel Fläche verbaut, die für spätere Projekte problematisch werden.

Fazit: Nach Verhandlungen von drei Jahren mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über das Bundeswehrgelände in Homberg Efze ist das Ergebnis für die Bürger und den geplanten Technologiepark mehr als bedauerlich. Die geplante Algenzucht- und Pyrolyseanlage steht noch in der Entwicklung und bringt  keine sicheren Arbeitsplätze die Homberg für den Kauf der Immobilie dringend benötigt. Mehr Verantwortung von CDU und SPD ist für das Projekt Technologiepark geboten, für Homberg ist der Rettungsschirm zum greifen nah, mit negativen Folgen der Bürger!

Ein aktuelles Beispiel von Fehleinschätzung durch einen Bürgermeister im Schwalm Eder ist das Rittergut in Malsfeld, welche Nutzung für die Fläche jetzt geplant wird steht in den Sternen, aber das Grundstück ist gekauft mit laufenden Kosten für die Gemeinde!

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