Melsungen

Imkerei im Aufwind

Fast zwölf Neuzugänge im vergangenen Jahr

MELSUNGEN. Erfolgreich sei das vergangene Jahr gewesen, sagte der Vorsitzende des Imkervereins Melsungen, Michael
Schermeier, während der Hauptversammlung. „Die Imkerei boomt, und wir können fast ein Dutzend neue Mitglieder
begrüßen“, sagte der Vorsitzende. Der positive Trend soll in diesem Jahr fortgeführt werden.
So plant der Verein wieder eine Imkerausbildung sowie die Teilnahme am 825-jährigen Bestehen der Stadt Melsungen.
Bei den Neuwahlen wurden der Vorsitzende Michael Schermeier und sein Stellvertreter Stefan Klug sowie der Kassierer Holger Friedrich in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Dorothee Schanze als Schriftführerin.
Waltraut Kuhl gab das Amt aus Altersgründen auf. Eine außergewöhnliche Ehrung erhielt Alfred Heckemann:
Er ist seit 65 Jahren im Verein. Für die Tätigkeit als Imkerberater stehen dem Verein Heidrun Wulf und Stefan Klug zur Verfügung.

Offen ist der Imkerverein natürlich auch für Neueinsteiger. Regelmäßiger Stammtisch ist jeweils am letzten Freitag eines Monats ab 19.30 Uhr im Schwimmbadcafé Melsungen. (ras)

• Kontakt: Tel. 0 56 61 / 32 37

Quelle: HNA

Für fünf Städte und Gemeinden: Start fürs neues große Ordnungsamt

Melsungen. Das gemeinsame Ordnungsamt für die Städte Melsungen, Felsberg, Spangenberg und die Gemeinden Malsfeld und Morschen startet heute. Im neuen Ordnungsamt sollen vor allem klassische Aufgaben übernommen werden. Dazu gehören:

Kontrolle des ruhenden Verkehrs, Gurt- und Helmpflicht, Abfall, Verkehrszeichen, Straßenreinigung und die Hundeverordnung. Publikumsintensive Tätigkeiten sollen aber weiter in den einzelnen Städten und Gemeinden bearbeitet werden. Das sind Aufgaben wie das Meldewesen, das Standesamt, Gewerbeanmeldungen und die Feuerwehr. Als neuen Service soll es ebenfalls ab heute ein Online-Antragsportal geben. Dort können Einwohner online Plakatierungen, das Aufstellen von Containern im öffentlichen Verkehrsraum und den Ausschank von alkoholischen Getränken melden. Das Portal ist von allen Internetauftritten der fünf Städte und Gemeinden zu erreichen.

Das Antragsportal soll nach Aussage von Melsungens Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Schmidt wird auch Chef des neuen großen Ordnungsamts sein. Dienstsitz ist im Melsunger Dienstleistungszentrum. Für die etwa 40.000 Einwohner im neuen Ordnungsbehördenbezirk werde sich nichts ändern, sagt Markus Boucsein, Melsungens Bürgermeister. Drei Hilfspolizisten werden künftig den ruhenden Verkehr in den Orten überwachen. Hauptaugenmerk liege dabei auf Melsungen und Spangenberg.

Auf Wunsch der Kommunen sei ein Einsatz auch an anderer Stelle möglich. So werde beispielsweise das Lkw-Parken in Ostheim kontrolliert. "Wir werden nicht einfach auf gut Glück nach Falschparkern suchen", sagt Schmidt. Eine regelmäßige Überwachung des ruhenden Verkehrs oder anderer Verstöße habe es in den meisten Kommunen bisher ohnehin nicht gegeben.

Foto Dewert

 

Mittelfristig würden alle Kommunen Geld sparen, nennt Boucsein als wichtigen Grund für das Ordnungsamt. Von neun Mitarbeitern in den fünf Kommunen bleiben sechs.
Drei im Innen- dienst und eben die drei Hilfspolizisten. Außerdem sollen Abläufe verbessert und Aufgaben gebündelt werden. Eineinhalb Stellen seien noch ausgeschrieben und somit noch nicht besetzt, sagt Boucsein. An der Leistungsfähigkeit des Ordnungsamtes hatte es im Vorfeld Zweifel gegeben.

 

Teil des Teams: Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt und Mitarbeiterin Kerstin Dietrich vor dem Dienstleistungszentrum. Mit so einem Wagen sind die Hilfspolizisten ab heute im Einsatz.  Foto Dewert  Teil des Teams: Ordnungsamtsleiter Roland Schmidt und Mitarbeiterin Kerstin Dietrich vor dem Dienstleistungszentrum. Mit so einem Wagen sind die Hilfspolizisten ab heute im Einsatz.

Quelle: HNA

 

Apfeltag: Sammeln, waschen, häckseln, pressen

Melsungen. Auf dem Schulhof der Gesamtschule Melsungen herrschte am Dienstag emsiges Treiben: Die etwa 110 Schüler der fünften Klassen sammelten, wuschen, häckselten und pressten körbeweise Äpfel und verarbeiteten sie zu Saft.

An dem alljährlichen Apfeltag, den die Schule zusammen mit dem Naturschutzbund (NABU) und der Stadt Melsungen veranstaltet, lernen die Schüler nicht im Klassenzimmer, sondern in der freien Natur.
"Wir wollen den Kindern damit die Themen Umwelt und gesunde Ernährung näher bringen", erklärte Förderstufenleiterin Gabi Nadler. Die Schüler hätten oft keine Vorstellung davon, wie der Apfelsaft in die Flaschen kommt. "Wir versuchen, sie mit diesem Projekttag wieder zurück zu den Wurzeln zu führen", erläuterte Nadler die Projekt-idee. Dazu sei das Thema im Vorfeld auch im Unterricht behandelt worden.

Stellten etwa 90 Liter Saft her: Die Schüler der fünften Klassen waren den ganzen Schultag damit beschäftigt, die Äpfel zu verarbeiten. Foto: Schippers

Dem NABU ist bei der Aktion wichtig, zum Pflanzen und zum Erhalt von Bäumen anzuregen: "Von einem Baum profitieren etwa 3000 Lebewesen", sagte Naturschützer Heinrich Kirschner. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hubert Weber stellte er das Rüstzeug fürs Apfelsaftpressen zur Verfügung und half den Schülern bei der Arbeit.

Mitarbeiter der Stadt hatten die von den Schülern auf einer Streuobstwiese gesammelten Äpfel zur Schule gebracht. Auf dem Schulhof wurden sie dann weiterverarbeitet. "Wir wollen den Schülern mit diesem Projekt zeigen, wo unsere Nahrungsmittel herkommen und man sich gesund ernährt", erklärte der Umweltschutzbeauftragte Gerald Zöller.

Am Ende des Projekttages hatten die Schüler aus vier Zentnern Äpfel 90 Liter Saft hergestellt, den sie mit nach Hause nehmen konnten. Aber vorher gab es noch ein Stück Apfelkuchen. 25 davon hatten Eltern für den Apfeltag gebacken. Die Schüler waren begeistert: "Die Aktion hat richtig Spaß gemacht. Am besten hat mir das Apfelpressen mit der Maschine gefallen", sagte der Fünftklässler Fred Kessler und freute sich auf Saft und Kuchen.

Quelle: HNA

Agenda 21

So wie bisher kann es nicht weitergehen

Melsungen. Der oberste Leitsatz der "Agenda 21" und das neue geplante "Gewerbegebiet Ostheim" waren die Kernpunkte bei dem Meinungsaustausch zwischen Wirtschaft und Stadt, zu dem Bürgermeister Karl Heinz Dietzel die Gewerbetriebe der Stadt Melsungen am Dienstag den 14.September 99 in die Stadthalle Melsungen einlud. Das Gleichgewicht von Ökonomie und Okologie, sowie die Verbesserung des sozialen Sicherheit ist der Grundgedanke der "Agenda 21 ". Diese anspruchsvolle Ziel kann nur erreicht werden, wenn viele Menschen auf der Erde daran arbeiten.

Damit die lokale "Agenda 21" nicht zu einem reinen Umweltprogramm entgleist, müssen insbesondere auch die Unternehmer Arbeitskreise schaffen. Sachkundige Einwohner sollen auch ohne Parteibuch in Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden. Zum Beispiel die Beschäftigungslage und den Arbeitsmarkt zu analysieren. Gewerbeflächenentwicklung zu beobachten - eventuell die Flächen mit Leben zu füllen. ln Deutschland wird die Dienstleistung immer wesentlicher. Wie steht es mit der regionalen Selbstversorgung? Diese und andere Fragen könnten in Arbeitskreisen erörtert werden. Die Auftaktveranstaltung der "Agenda 21" findet am 25 September um 11 .30 Uhr in der Stadthalle in Melsungen ihren Anfang.

Die Skizze zeigt das geplante Gewerbegebiet Ostheim.
Zeichnung: Ingenieurbüro Kittelbarger

 

lnterkommuates Gewerbegebiet Ostheim

Die Zeiten sind vorbei, daß jede Gemeinde für sich alleine arbeitet, so Bürgermeister Karl Heinz Dietzel bei seiner Information zu dem neuen Gewerbegebiet Ostheim. Die Gemeinden Melsungen, Felsberg, Morschen, Spangenberg, und Malsfeld bildeten sich zu einem Zweckverband zusammen um ein neues Gewerbegebiet zu erschließen. Im Schwalm-Eder Kreis ist eine neue Strukturschwäche erkennbar, so das dieses Modellprojekt in Förderprogrammen berücksichtigt wird. Das Gebiet hat eine Größe von 20 Hektar und liegt unmittelbar an der A7. Eventuell stehen noch 20 Hektar nach geeigneten Werbemaßnahmen zur Verfügung. Ein neuer Autobahnanschluß nach Ostheim wird zusätzlich gebaut. Das neue Gewerbegebiet wird im besonderen Attraktiv durch die Nähe zur Autobahn, Straße und Bahnverbindung und die Nähe zum
Werbegebiet nach Melsungen.

Dieses Projekt wird mit 20 Millionen Mark veranschlagt. Auf die Städte und Gemeinden fallen vier Millionen Mark, informiert Bürgermeister Dietzel.

Für Lageristen oder Transportgewerbe, mit großen Flächenbedarf sei das Gebiet nicht gedacht. Für die Kommunen hat die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum die höchste Priorität.

Quelle: Land und Leute

 

Abschied von Dieter Runzheimer: Hunderte begleiteten den verstorbenen Bürgermeister auf seinem letzten Weg

Melsungen. Große Anteilnahme bei der Trauerfeier für Dieter Runzheimer. Hunderte Menschen säumten die Straßen am Marktplatz in Melsungen, als der Trauerzug mit dem Sarg des verstorbenen Bürgermeisters und ehemaligen Pfarrers von der Stadtkirche zum Friedhof nach Schwarzenberg überführt wurde.

Trauernde säumen die Straßen

Viele von ihnen hatten zuvor über eine Stunde bei Eiseskälte vor der Kirche gewartet, weil selbst das größte Gotteshaus der Stadt nicht alle Menschen aufnehmen konnte, die gerne an der Trauerfeier teilgenommen hätten.

Pfarrerin Dorothea Göbel übernahm den Gottesdienst und geleitete die Ehefrau und die drei Kinder des Verstorbenen in die überfüllte Kirche, in der der blumengeschmückte Sarg bereits aufgebahrt war. Mit Blick auf Familie, Freunde, politische Weggefährten, aber auch viele trauernde Bürger, die Runzheimer die letzte Reverenz erweisen wollten, betonte sie die Ohnmacht angesichts der überwältigenden Trauer. „Es hätte mehr Zeit gebraucht, um sich mit dem Gedanken an den Tod vertraut zu machen“, sagte Göbel, „denn wir brauchen Zeit um die Gefühle und Gedanken zu ordnen.“

Bereits vor der Trauerfeier hatten viele Menschen die Gelegenheit genutzt, einige Worte in das Kondolenzbuch für Dieter Runzheimer einzutragen.

Runzheimer, der am Dienstag, nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 50 Jahren verstorben war, charakterisierte sie als einen „wachsamen Menschen“. Eine Eigenschaft, die ihm als Pfarrer und als Politiker hilfreich gewesen sei. Gleichzeitig sei er auch ein „kritischer Geist“ gewesen, der wie kaum ein anderer die Dinge in wenigen Worten auf den Punkt bringen konnte. Seine Stärke sei aus seiner Familie gewachsen.

Den Nachruf im Namen der Stadt, aber auch vieler Vereine und Verbände in denen Runzheimer tätig war, übernahm auf Bitte der Familie als einziger der Erste Stadtrat von Melsungen, Fritz Voit. Auch er brachte die allgemeinde Bestürzung über den frühen Tod des Politikers und Familienvaters zum Ausdruck.

Alle ein Stück ärmer geworden

„Wenn er jetzt hier sein könnte, hätte er uns vor Übertreibungen gewarnt“, erinnerte Voit an die bescheidene Art des Bürgermeisters. Der habe immer eine „lebendige Gemeinschaft“ in seiner Heimatstadt gewollt. „Dafür hat er sich mit voller Kraft und ohne Rücksicht auf die eigenen Bedürfnisse eingesetzt.“ Sein Verdienst sei vor allem die Weiterentwicklung der Stiftung für ein kinder und familienfreundliches Melsungen sowie die beispielhafte Unterstützung der Vereine in der Stadt.

Er selbst, so Voit abschließend, habe „einen wunderbaren Menschen und guten Freund verloren.“ Alle Menschen die ihn kannten seien heute „ein Stück ärmer geworden“.

Quelle: Heimatnachrichten

 

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