108 neue Krippenlätze für 2012

Fünf Kommunen wollen nächstes Jahr mehr für die Jüngsten tun

SCHWALM-EDER. Von den 151 Krippenplätzen, die bis 2013 vom Kreistag anvisiert sind, sollen 108 im kommenden Jahr entstehen. Fritzlar ist für 2012 mit 22 bei der Kreisverwaltung angemeldeten weiteren Plätzen dabei, Knüllwald mit 32, Melsungen mit 16, Malsfeld mit acht und Schwalmstadt mit 30 Plätzen, jeweils für Kinder zwischen einem und drei Jahren.

Teilweise planen diese Kommunen Neubauten, teilweise Erweiterungen bestehender Kindertagesstätten. In Oberaula und Schrecksbach sind derzeit Plätze im Werden, die schon in der Statistik des Schwalm-Eder-Kreises zum Stichtag 31. Dezember 2012 eingearbeitet sind (siehe weitere Artikel), erklärt Horst Abel, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Jugend und Familie.

Arbeitsplätze zählen

Überall dort, wo es in der Nähe Arbeitsplätze und gut qualifizierte Männer und Frauen gibt, ist die Nachfrage nach Krippenplätzen besonders hoch. Diese Erfahrung machen beispielsweise die Bürgermeister Herbert Vaupel (Malsfeld) und Martin Wagner (Homberg). In den beiden Homberger Einrichtungen im Osterbach und im Holzhäuser Feld gebe es eine starke Nachfrage nach Plätzen für Ein- und Zweijährige. Etwa 20 stünden auf der Warteliste. Andererseits gebe es 15 freie Plätze in den Stadtteilen Wernswig, Holzhausen und Hülsa. Flexibel reagieren ist Wagners Devise. Das könne eine Umorganisation sein oder eine Erhöhung der Quote, denn bei zehn Kindern unter drei Jahren dürften nur maximal drei Ein- bis Zweijährige sein.

Die U3-Kinder im Kindergarten Neuenbrunslar: Die Jüngsten unter sich mit den Erzieherinnen Heike Frede (links) und Tanja Illian. Foto: Koch


 

 

 

Was die Kinder aus dem Stadtteil Dickershausen betrifft, sei man mit der Gemeinde Malsfeld im Gespräch. Denn: Eltern aus Dickershausen schicken ihre Jüngsten gerne ins nahe gelegene Sipperhausen, und das gehört zu Malsfeld. In Sipperhausen und in Malsfeld selbst sollen die Kitas erweitert werden, wohl für die U3-Kinder als auch die etwas Älteren. Mit rund 60 Prozent liegt Malsfeld bei den Krippenplätzen einsam an der Spitze.

Dennoch: „Wir haben eine steigende Nachfrage“, sagt Bürgermeister Herbert Vaupel. „Wir mussten schon Eltern absagen.“ Weil Malsfeld schon überproportional viel an Zuschüssen erhalten hat, rechnet Vaupel eher damit, dass die Gemeinde die Kosten für neue Betreuungsplätze selbst schultern muss. Dazu kämen die laufenden Kosten. Als Gründe für die hohe Nachfrage nennt Herbert Vaupel unter anderem die Melsunger Arbeitgeber Edeka und B. Braun. Und auch die Verkehrsanbindung nach Kassel sei gut. (bmn)

Schwalmstadt holt auf

Bisher konnte Schwalmstadt dem Bedarf gerecht werden. Doch mit steigender Nachfrage seitens der Eltern, muss auch das Platzangebot steigen, insbesondere für Zweijährige, sagt Heike Hoch, Koordinatorin in der Stadtverwaltung Zu den vier Betreuungseinrichtungen mit Krippenplätzen soll im nächsten Jahr ein zusätzliches Haus neu gebaut und an einer Kita soll angebaut werden. Laut Kreisverwaltung entstehen so 30 weitere Plätze für die Jüngsten. (bmn)

Kleine Kinder bleiben daheim

In der ländlichen Gemeinde Ottrau ist der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren gering. „Die meisten Eltern bevorzugen die Familie“, sagt Bürgermeister Norbert Miltz. Das habe eine Umfrage bei den Eltern im September ergeben.Eine Kindertagesstätte gibt es. Dort werden zurzeit 36 Ottrauer Kinder betreut. „Wir haben Platz für bis zu 100 Kinder“, erklärt Miltz. Daher gibt es in der Schwälmer Gemeinde, in der die Betreuungsquote 21 Prozent beträgt, keinen Baubedarf. (bmn

Betreuung in Zahlen

Bad Zwesten: 83 Kinder, 33 Plätze; 40 Prozent Versorgungsquote
Borken: 283 Kinder, 83 Plätze; 29 Prozent
Edermünde: 166 Kinder, 56 Plätze; 33 Prozent
Felsberg: 229 Kinder, 87 Plätze; 38 Prozent
Frielendorf: 183 Kinder, 50 Plätze; 27 Prozent
Fritzlar: 308 Kinder, 87 Plätze; 28 Prozent
Gilserberg: 76 Kinder, 22 Plätze; 29 Prozent

Gudensberg: 187 Kinder, 50 Plätze; 27 Prozent
Guxhagen: 97 Kinder, 46 Plätze; 47 Prozent
Homberg: 337 Kinder, 106 Plätze; 31 Prozent
Jesberg: 52 Kinder, 16 Plätze; 31 Prozent
Knüllwald: 77 Kinder, 21 Plätze; 27 Prozent
Körle: 67 Kinder, 15 Plätze; 22 Prozent
Malsfeld: 94 Kinder, 55 Plätze; 59 Prozent
Melsungen: 296 Kinder, 122 Plätze; 41 Prozent

Morschen: 78 Kinder, 29 Plätze; 37 Prozent
Neuental: 66 Kinder, 28 Plätze; 42 Prozent
• Neukirchen: 159 Kinder, 43 Plätze; 27 Prozent
Niedenstein:104 Kinder, 44 Plätze; 42 Prozent
Oberaula: 76 Kinder; 35 Plätze; 45 Prozent
Ottrau: 29 Kinder, 6 Plätze; 21 Prozent
Schrecksbach: 71 Kinder,19 Plätze; 27 Prozent
Schwalmstadt: 450 Kinder, 122 Plätze; 27 Prozent

Schwarzenborn: 15 Kinder,7 Plätze; 47 Prozent
Spangenberg: 120 Kinder, 47 Plätze; 39 Prozent
Wabern: 178 Kinder, 48 Plätze; 27 Prozent
Willingshausen: 121 Kinder, 31 Plätze; 26 Prozent
• Schwalm-Eder-Kreis insgesamt: 4002 Kinder, davon 566 in Krippen; 532 in altersübergreifenden
Gruppen; 198 bei Tageseltern, macht zusammen 32 Prozent Versorgungsquote zum
Jahresende 2011 laut Statistik der Kreisverwaltung. (bmn)

Quelle: HNA

 

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