Sie wollen neue Aufträge

In der Produktionsschule stellen Jugendliche Praktisches für Haus und Garten her

FELSBERG. Vom Frühstücksbrett bis zum Regal, vom Windspiel bis zum Rosenrankgitter– die Jugendlichen in der Produktionsschule der Jugendwerkstatt Felsberg können vieles herstellen, was aus Holz oder Metall besteht. All diese Gegenstände sollen nicht auf ewig in den Räumen der Jugendwerkstatt herumstehen, sondern ein neues Zuhause finden: Die Produktionsschule sucht deshalb Auftraggeber.
„Man merkt, dass es die Jugendlichen motiviert, wenn sie einen festen Abgabetermin haben“, sagt Jochen Guinand, einer der Betreuer in der Produktionsschule. „Es steigert den Wert ihrer Arbeit, wenn sie auch einen Abnehmer dafür haben.“

Sie renovierten Bänke für den Heimatverein Wolfershausen: von links David Johnsen, Stephanie Johanson, Tobias Krügel, Tim Dengler und Christian Jensen. Das Foto entstand, als kürzlich Austauschschüler von einer Produktionsschule in Dänemark zu Gast in Felsberg waren.

Fotos: Féaux de Lacroix

Keine Konkurrenz für Firmen

Und solche Erfolgserlebnisse sind wichtig für die Jugendlichen in der Produktionsschule. Denn die jungen Frauen und Männer – die meisten sind zwischen 14 und 27 Jahre alt – haben meist nur einen schlechten oder sogar überhaupt keinen Schulabschluss.
Auf dem Arbeitsmarkt haben sie damit kaum eine Chance. Doch in der Produktionsschule der Jugendwerkstatt können sie, wenn nötig, ihren Hauptschulabschluss nachmachen. Denn neben dem praktischen Arbeiten steht auch Theorie-Unterricht auf dem Programm. „Das Ziel ist, den Teilnehmern eine berufliche und persönliche Orientierung zu geben“, sagt Christina Weber, Mitarbeiterin der Jugendwerkstatt. Aktuell nehmen 34 junge Frauen und Männer an der Produktionsschule teil. Wichtig ist, dass sie eigene Ideen mit einbringen können. „Wir haben zum Beispiel aus einer hölzernen Obstschale einen Hocker entwickelt“, erzählt Jochen Guinand.

Die Jugendlichen können aber auch Dinge reparieren: Zum Beispiel restaurieren sie sieben Bänke für den Heimatverein Wolfershausen. Christina Weber stellt klar: „Wir dürfen nicht in Konkurrenz mit hier ansässigen Firmen treten.“ Das Angebot der Produktionsschule sei als Ergänzung gedacht.

Bewerbungen sind noch möglich

Wer an der Produktionsschule teilnehmen möchte, kann sich noch bewerben: Der nächste Jahrgang startet am 27. August. Interessenten können ihre Bewerbung an info@jugendwerkstatt-felsberg.de schicken oder per Post an: Jugendwerkstatt Felsberg e.V., Berufsvorbereitung, Sälzerstraße 3a, 34587 Felsberg. (jul)

Quelle: HNA