Familie

Betreutes Wohnen auch in Morschen: Gemeinde stellt Pläne vor

Morschen. Die Gemeinde Morschen will zusammen mit der Diakoniestation Fulda-Eder neue Wege gehen und den älteren Bewohnern eine neue Wohnperspektive geben.

Der Bedarf scheint da zu sein. Eine Umfrage in Morschen ergab erstaunliche Zahlen. Rund 230 Haushalte der östlichsten Gemeinde des Schwalm-Eder Kreises haben grundsätzliches Interesse am betreuten Seniorenwohnen gezeigt. Unter ihnen sogar 44 Kaufinteressenten.

Stellten die Pläne vor: (v.l.) Bürgermeister Herbert Wohlgemuth, Monika Merle (DRK Schwalm-Eder), Karsten Schwalm (Diakonie Fulda-Eder), Jutta Benecke, Heinrich Bambey (Projektberater) und Stefan Ochs (GF Diakoniestation Fulda-Eder). Foto: Pudenz

Das Wohnkonzept “50-plus” der Diakoniestation sieht daher eine Wohnanlage vor, die Eigenständigkeit bis ins hohe Alter zum Ziel hat.

Bis 2014 sollen zwölf Wohneinheiten in Altmorschen errichtet werden. Ein geeigneter Standort wird zur Zeit noch gesucht. Ein Paket an Grundleistungen, wie Regelmäßige Sprechzeiten der Diakoniestation Fulda-Eder oder der Vermittlung pflegerischer und hauswirtschaftlicher Leistungen, soll genauso Bestandteil werden, wie verschiedene zusätzliche Wahlleistungen. Die Basis dieses Wohnkonzeptes ist ein Betreuungsvertrag mit der Diakoniestation Fulda-Eder.

Die Wohnungen sollen zwischen 50 und 75 Quadratmeter groß werden und bieten neben der Barrierefreiheit, eine Küche, elektrische Rolläden und weitere altersgerechten Annehmlichkeiten sowie einen hohen Sicherheitsstandart.

In der geplanten Wohnanlage soll zudem ein Seniorenbüro als zentrale Beratungs- und Kordinationsstelle für die Bewohner und ältere Menschen aus allen Ortsteilen eingerichtet werden.

Quelle: Heimatnachrichten

Jeder Fünfte ist arm

VdK fordert Maßnahmen zur Armutsbekämpfung

Schwalm-Eder. Ist Deutschland ein reiches Land? Diese Frage stellt der VdK Kreisvorsitzende, Klaus Brandt. Gemessen an der Wirtschaftsleistung stimmt das sicher. Doch neue Zahlen des statistischen Bundesamtes aus der Erhebung „Leben in Europa 2011“ lassen Zweifel aufkommen, ob der Begriff für Deutschland überhaupt noch angemessen ist. Nach diesen Zahlen lebte 2011 jeder fünfte Deutsche (19,9 Prozent) in Armut oder sozialer Ausgrenzung. Das sind 16 Millionen Menschen.

Armut steigt an

Im Vergleich zu 2010 stieg die Zahl weiter an. Damit hat sich die jahrelange Forderung des Sozialverbandes VdK nach wirksamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Altersarmut bestätigt, teilt der VdK Kreisverbandes Fritzlar-Homberg mit. Brandt verweist auf die steigenden Zahlen von Menschen in Billiglöhnen, Minijobbern und Leiharbeitern.
Von dieser Beschäftigungssituation sind überwiegend Jüngere betroffen. Diese Menschen leben schon in Armut und werden im Alter erst recht arm sein, denn ein wichtiges Kriterium bleibt nun einmal das Einkommen. In Deutschland gilt als armuts- gefährdet, wer inklusive staatlicher Leistungen (zum Beispiel Hartz IV, Kindergeld) im Monat weniger als 952 Euro netto zur Verfügung hat.
Bei einer Familie mit zwei Kindern gilt ein Wert von knapp 2000 Euro. Wird allein dieses Kriterium der sogenannten Armuts-gefährdungsquote angewendet, dann gelten 15,8 Prozent der Bevölkerung oder 13 Millionen Menschen in Deutschland als arm.

Müllsammler sind ein Indiz für Armut.
Foto: kk/ Peter Ries (pixelio.de)

Im Bundesdurchschnitt sind nach den Zahlen des statistischen Bundesamtes Personen zwischen 18 und 64 Jahren häufiger von Armut betroffen. Das sind sogar 21,3 Prozent. Frauen sind am häufigsten betroffen. Für den VdK bedeute dies, dass die Betroffenen aus finanziellen Gründen die Mieten und die im nächsten Jahr dramatisch steigenden Stromrechnungen nicht mehr begleichen können. Sich keine vollwertigen Mahlzeiten, nichts Außer- gewöhnliches oder einen mindestens einwöchigen Urlaub leisten. Auch das Fehlen von Fernseher, Waschmaschine oder eines Autos gehören dazu.       

 

Keine geordnete Arbeit

Rund 30 Prozent aller Beschäftigten arbeiten nicht mehr in geordneten Arbeitsverhältnissen. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes sind nach Auffassung des VdK nicht das Ergebnis eines Wirtschaftseinbruches, sondern die Folgen der unsozialen politischen und betriebswirtschaftlichen Entscheidungen. Ein wichtiger Schritt zur Vermeidung von Alterarmut sei es, die Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 zu stoppen und die von der Regierungskoalition im Bundestag zum Jahreswechsel beschlossene Beitragssenkung von 19,5 Prozent auf 18,9 Prozent im Bundesrat rückgängig zu machen.
Ebenso gelte es, die Versorgungsbezüge nicht weiter zu kürzen. Es sei ein völlig falsches Signal, bei ständig sinkenden Renten und steigender Altersarmut durch eine Absenkung des Beitragssatzes die bestehenden Rücklagen bis auf eine Mindestrücklage aufzulösen. Stattdessen sollten die Überschüsse in der Rentenversicherung genutzt werden, um die Altersarmut zu bekämpfen und die Renten der nachfolgenden Generation zu sichern.
Dazu gehören auch Investitionen in Rehabilitation, um mehr Menschen in das Arbeitsleben zu integrieren, aber auch eine bessere Altersabsicherung von Erwerbsgeminderten und Geringverdienern, heißt es in der Pressemitteilung des VdK Kreisverbandes weiter.

 

Quelle: Heimatnachrichten

 

Nebenkosten lasten auf armen Haushalten

Wohnen im Landkreis ist für Hartz-IV-Empfänger zu teuer

SCHWALM-EDER. 600 000 Haushalten wird jährlich der Strom abgestellt, weil die Stromrechnung nicht mehr bezahlt werden kann. Das ergab eine Verbraucherschutzumfrage bei den Energieversorgern. Auch auf einen Teil der über 4560 Familien im Schwalm-Eder-Kreis, die Hartz-IV-Leistungen erhalten, „kommt eine erhebliche Belastung zu“, sagt Hans-Gerhard Gatzweiler, Geschäftsführer des Jobcenters Schwalm-Eder. 5,3 Cent teurer wird die Kilowattstunde im neuen Jahr, und die Stromkosten müssen Hartz-IV-Empfänger vom Regelsatz begleichen.

Bild: Privat

Von einer „gewollten Verarmung der Erwerbslosen“ spricht Lutz-Jürgen Baumann von den Organisierten Arbeitslosen Schwalm-Eder. Die Hartz-IV-Empfänger müssten sich die Energiekosten vom Munde absparen. Rechnerisch sind 8,36 Prozent, das sind 30,24 Euro, des Regelsatzes für die Stromrechnung veranschlagt. Der Regelsatz wird jährlich an die allgemeine Lohn- und Preisentwicklung angepasst.
Wenn es ernst wird, die Stromrechnung nicht mehr bezahlt werden kann, vermitteln die Jobcenter zwischen Energiekonzernen und den Beziehern. „Wir versuchen das Abschalten zu vermeiden“, sagt Gatzweiler. In akuten Fällen helfen die Jobcenter mit zinslosen Darlehen aus. Kostenlose Energieberatungen von den Jobcentern sollen beim Energiesparen helfen. „Aber das läuft ins Leere“, meint Lutz-Jürgen Baumann, „Wer kann neue energiesparendere Geräte bezahlen?“


Nicht nur die Stromkosten seien das Problem, sagt Bernd Podewils-Schmieling, Berater beim Mieterverein Marburg in Schwalmstadt. „Die steigenden Nebenkosten als Ganzes locken in die Schuldenfalle“, sagt er. Das bestätigt auch die Studie des Hannoveraner Pestel- Instituts (siehe Hintergrund). Der Regelsatz müsse angepasst werden, fordert Podewils-Schmieling.

H I N T E R G R U N D

Neuer Wohnraum erforderlich

Mietwohnungen im Schwalm-Eder-Kreis sind in einem veralteten Zustand, so lautet das Ergebnis der diesjährigen Studie des Hannoveraner Pestel- Instituts. Nur ein Bruchteil der Mietwohnungen ist altersgerecht saniert. Enge Türen und Schwellen zwingen Senioren, ihre Häuser zu verlassen.
Auch der energetische Zustand der Wohnungen ist veraltet: Fehlende Isolierungen und Wärmedämmungen lassen die Heizkosten massiv ansteigen. Zudem sind viele Mietwohnungen mit veralteten Heizungsanlagen ausgestattet. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der modernen Ansprüchen genüge, sei eine der drängendsten Herausforderungen. (akh)

Quelle: HNA

 

Erziehung in der Natur

Zauberwald der Guxhagener Kindertagesstätten feierte sein zehnjähriges Bestehen

ALBSHAUSEN. Sinneserfahrungen sammeln, in der Natur sein und die Bewohner des Waldes kennenlernen: Das
sind nur einige der Dinge, die Kinder im Zauberwald lernen – und zwar schon seit zehn Jahren. Viele Besucher waren
gekommen, um den Geburtstag der Einrichtung zu feiern.

Geschmückt mit dem, was die Natur hergibt: Irene Paulisch (Erzieherin Kita Sonnenwiese) schminkt
bei der Zehn-Jahres-Feier des Zauberwaldes die vierjährige Lilli Proll mit Blüten.
Foto: Maier

Der Zauberwald liegt bei Albshausen in der Nähe des Forsthauses. Er wird von den Guxhagener Kindertagesstätten Sonnenwiese und Träumeland genutzt. „Die Kinder sollen die Natur mit allen Sinnen spüren“, erklärt Marion Kunz,Leiterin der Kita Sonnenwiese. Sie sollen auch begreifen, dass sie nur Gäste in der Natur sind und anständig mit ihr umgehen. Die beiden „Waldfeen“ Ellen Fehr und Petra Kruhm kümmern sich um die kleinen Entdecker.Genutzt wird nicht nur der Wald an sich. Ein Barfußpfad, ein Labyrinth und viele andere Ideen sollen das Lernen fördern.

Das Konzept habe sich im Laufe der Jahre bewehrt, sagt Kunz. Auch bevor es den Zauberwald gab, seien die Kitas mit den Kindern an einzelnen Tagen in den Wald gefahren, erinnert sich Marion Kunz. Daraus entstand die Idee, den Wald regelmäßig für die Erziehung zu nutzen. Zusammen mit den Elternbeiratsvorsitzenden und Förster Udo Lippke haben sie sich damals auf die Suche nach einem geeigneten Platz begeben. Carola Hofmann-Albrecht, Vorsitzende des Elternbeirats Träumeland, gab schließlich den Tipp für den jetzigen Ort. „Im Schwalm-Eder-Kreis war es damals ein Pilotprojekt“, sagt
Kunz. (ema)

Quelle: HNA

Das Land soll mehr für Kinderbetreuung zahlen

Diskussion um Finanzierung der Betreuung von Kindern unter drei Jahren

SCHWALM-EDER. Der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren wurde im Kreistag erneut kontrovers diskutiert. Land und Bund sollen aufgefordert werden, Geld zur Verfügung zu stellen, um die Zahl der Plätze der gestiegenen Nachfrage anzupassen. Das Land lasse die Kommunen bei der Finanzierung im Regen stehen, kritisierte die SPD. Einem entsprechenden Antrag´von SPD und FWG stimmte eine Mehrheit des Parlaments zu. Die CDU scheiterte mit einem Antrag, wonach der Landkreis selbst 425 000 Euro für diesen Zweck zur Verfügung stellen sollte. Bedarf ist deutlich höher für den Schwalm-Eder-Kreis wolle das Land nur noch 167 000 Euro für weitere Krippenplätze zur Verfügung stellen, kritisierte Monika Vaupel (SPD). Das Geld reiche nur für eine weitere Gruppe. Der Bedarf sei aber deutlich höher. „Sechs Millionen Euro hat das Land von 2008 bis 2011 bereits für die U 3-Plätze zur Verfügung gestellt“, sagte Rudolf Amert. Es sei an der Zeit, dass sich auch der Landkreis selbst an den Kosten beteilige.

Auch das Angebot an Tagesbetreuung sollte nach Ansicht der CDU ausgebaut werden. Ähnlich formulierte es Dr. Ortwin Sprenger (FDP). In Hessen stünden für 2012 weitere 11,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Das Land steuere für 2012 und 2013 weitere 30,6 Millionen Euro bei. Alle Landkreise sollten davon einen Sockelbetrag von 300 000 Euro erhalten, was für 20 weitere Krippenplätze reiche. Der verbleibende Betrag solle durch die Zahl der beantragten Plätze geteilt werden, erklärte Sprenger.

Wird auch im Landkreis stark nachgefragt: Betreuung für Kinderunter drei Jahren.

Foto: Archiv

 

Das Geld reiche bei weitem nicht aus, meinte hingegen der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker. 1,5 Millionen Euro würden im Schwalm-Eder-Kreis noch benötigt, um den derzeitigen Bedarf zu decken. Danach sollte für mindestens 37 Prozent der Kinder ein Krippenplatz angeboten werden. In Hessen sei man sich in allen Landkreisen – unabhängig von der politischen Ausrichtung – einig, dass das Land handeln müsse. „Die Kommunen bleiben auf den Kosten sitzen. Das ist ein unhaltbarer Zustand“, sagte Elke Kochler (FWG). Eine funktionierende Betreuung müsse aufgebaut werden, da das „Modell Oma oder Opa“ auch in ländlichen Regionen nicht mehr funktioniere. Aus Sicht der Grünen reicht es nicht, Plätze zur Verfügung zu stellen, es fehle auch an Personal und Material. „Bisher gibt es nur Absichtserklärungen, dass Kinder unter drei Jahren fachlich qualifiziert betreut werden“, sagte Margitta Braun. Die Erzieherinnen hätten aber keine Stunden mehr zur Verfügung.

 

Quelle:HNA

 

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