Brauereimuseum Malsfeld

Brauerei Malsfeld stellt Betrieb ein

Ein Kommentar von Andreas Bernhard

Malsfeld. Trotz strahlendem Sonnenscheins lag in diesem Jahr eine dunkle Wolke über dem Brauereifest in Malsfeld, denn die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern: Wohl noch in diesem Jahr wird die Hessische Löwenbier Brauerei ihren Betrieb endgültig einstellen. Ein Dementi konnte und wollte sich Brauereichef Frank Bettenhäuser nicht mehr abringen, auch wenn der genaue Termin nach seiner Aussage noch offen ist.


Zu hoch seien die Produktionskosten, erklärt der Familien-
unternehmer, und beziffert sie auf ein Drittel über denen moderner Braustätten. Zudem verwiest er auf den immer noch vorhandenen Investitionsstau und steigende Energiepreise. Damit ist der Versuch gescheitert, nach der Insolvenz des Genossenschaftsmodells im Jahre 2003  und der Übernahme durch die Hütt-Brauerei, die Jahrhunderte alte Tradition des Bierbrauens in Malsfeld – zumindest in Teilen und mit geringem Personaleinsatz fortzuführen.

An der Qualität des Bieres lag es nicht. Das bezeugen die zahlreichen Auszeichnungen aus den letzten Jahren. Zu groß war jedoch die Konkurrenz aus Massenproduktion und der immer beliebter werdenden Mix-Biere. Ein hochwertiges Bier unter dem Markennamen Hessisches Löwenbier wird es weiter geben, verspricht Bettenhäuser. Dann jedoch aus den Braukesseln in Baunatal

Die Zukunft für Malsfeld ist bereits zu sehen. Mit der in diesem Jahr eröffneten Brauwerkstatt sollen Spezialbiere in Kleinstmengen gebraut und damit Bierliebhaber aus ganz Deutschland angelockt werden. Ein touristisches Angebot, zudem auch das Brauereimuseum gehört. Dort wird nun auch das letzte Kapitel in der Geschichte des Hessischen Löwenbieres seinen Platz finden.

Quelle: Heimatnachrichten

Ein Prosit aufs Brauereimuseum

Malsfeld. Mit einem rauschenden Fest hat die Gemeinde Malsfeld gestern ihr neues Brauereimuseum eingeweiht. Bei herrlichem Sonnenschein gab es auf dem Gelände der Hessischen Löwenbier-Brauerei  Führungen durch die Sammlung, Livemusik, Fassbier im Zelt und allseits ein Prosit aufs Museum.

Fröhliche Gäste: von links Wilfried Kleimann, Klaus Kah, Volkmar Beinhauer, Gerhard Schmidt, Jürgen Hofmann, Wolfgang Ossowski, Karl-Heinz Reichmann und Horst Ploch. Foto: Kasiewicz

Mit der Eröffnung hat Malsfeld das einzige Brauereimuseum in Hessen. Das würdigten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dr. Ulrike Adamek vom Museumsverband Hessen wertete die Sammlung als „Breicherung für die hessische Museumslandschaft“.

Konzipiert hatte sie der Bad Hersfelder Kulturwissenschaftler Eckart Büxel, der gestern Führungen anbot und bereits maßgeblich das Werra-Kali-Bergbaumuseum mit aufgebaut hatte (wir berichteten).

Das Museum ist ins Netzwerk Industriekultur Nordhessen (Nino) aufgenommen worden, teilte der Brauereiförderverein gestern mit. Damit nimmt die Einrichtung nach Angaben des Museumsverbandes künftig an der Aktion Blauer Sonntag teil und lädt für den letzten Sonntag in den Sommerferien der Schulen zu einem Fest ein.

Quelle: HNA

 

Große Sause rund ums Bier

Malsfeld. Rund um den Gerstensaft aus dem Fuldatal wird am kommenden Samstag, 10. Juli, in Malsfeld wieder ein Volksfest gefeiert. Dazu laden die Hessische Löwenbier-Brauerei und der Förderverein Brauerei Malsfeld ein.

 

 

Historisches rund um die Braukunst: Museums-Mitarbeiter Eckart Büxel mit einem erfrischend aussehenden Exponat. Foto:  lgr/nh

Los geht es um 14 Uhr am Bierbrunnen auf dem Lindenplatz mit dem Anstich von 100 Litern Freibier. Anschließend marschieren die Gäste, begleitet durch das Blasorchester Malsfeld, in einem Festzug zum Brauereigelände, wo das Fest erstmals unmittelbar rund um die Bierherstellungsgebäude stattfindet.

Dort wartet auf die Besucher nicht nur ein buntes Unterhaltungsprogramm. Auch das neue Brauereimuseum hat von 14 bis 18 Uhr geöffnet und lädt dazu ein, auf eine historische Entdeckungsreise rund um die Bierproduktion in Malsfeld zu gehen.

Im Festzelt gibt es einen offiziellen Fassbieranstich um 16.30 Uhr durch Brauereichef Frank Bettenhäuser und Malsfelds Bürgermeister Herbert Vaupel.

Folgende Attraktionen erwarten die Besucher auf dem Brauereigelände: • Schießsimulator: An einem Schießsimulator wird der Brauereifest-Schützenkönig 2010 ermittelt. Es gibt Preise rund ums Hessische Löwenbier zu gewinnen. • Brauereiführungen: Einblicke in die Produktion erhalten Besucher bei Führungen durch die Malsfelder Brauerei. Die Führungen starten stündlich, das erste Mal um 14.30 Uhr und das letzte Mal um 17.30 Uhr. • Spielprogramm: Auf dem Festgelände an der Brauerei können sich Kinder schminken lassen, auf Ponys reiten, ein Mitmach-Theaterprogramm sowie Stelzen-Akrobatik erleben. • Bimmelbahn: Die Hessische Löwenbier-Brauerei setzt eine Bimmelbahn ein, mit der Besucher auf eine Tour quer durch Malsfeld gehen können. • Musik: . Außerdem legt DJ Idefix Musik auf. Dazu darf getanzt werden.

Bevor das Brauereifest beginnt, können auch Wanderbegeisterte in Malsfeld auf den Spuren des heimischen Bieres wandeln. Der TSV Malsfeld bietet eine Tour mit Erläuterungen entlang des Brauereilehrpfads an. Treffpunkt dafür ist um 12.30 Uhr der Bierbrunnen am Malsfelder Lindenplatz. Pünktlich zum offiziellen Festbeginn um 14 Uhr wollen die Wanderer wieder dort eintreffen. (asz)

Quelle HNA

Multi-Media-Präsentationen werden in der nächsten Woche installiert

Malsfeld. Der Countdown läuft: Am Tag des Bieres präsentiert die Gemeinde Malsfeld der Öffentlichkeit ihr neues Brauereimuseum. Bis zur Eröffnung am 23. April gibt es deshalb noch jede Menge zu tun.Das teilte die Gemeinde Malsfeld mit.

© HNA

Public Viewing in der Schauenburger Märchenwache

Die Sammlung befindet sich in der 265 Quadratmeter großen ehemaligen Abfüllerei der Malsfelder Löwenbier- Brauerei. Die teils aufwändig beschafften Exponate und Multi-Media-Schauen leuchten das komplette Spektrum der Brauereikunst aus.

Dabei wird Besuchern viel für die Sinne geboten. An Geruchssäulen können sie beispielsweise einen Hauch von Gerste, Malz und Hefe erhaschen. Darüber hinaus bietet die Sammlung jede Menge Informationen über Monitore und per Exponat in Glasvitrinen.

Bis zur Eröffnung steht noch jede Menge Kleinarbeit an. Archivbestände müssen beispielsweise noch gerahmt und Objekte beschriftet werden. Erstmals in Betrieb genommen werden in der nächsten Woche die Rechner mit den Multi-Media-Präsentationen. Sie erläutern nach Angaben des Bad Hersfelder Kulturwissenschaftlers Eckart Büxel an vier Stationen Aspekte aus dem Brauereiwesen aus, die über einzelne Exponate nicht darstellbar sind.

Die Sammlung rund um Bierherstellung und -kultur wird unter anderem vom Land Hessen und dem Museumsverband gefördert und kostet rund 332 000 Euro. Eine besondere Note erhält das Museum durch den angrenzenden Brauereibetrieb, der es erlaubt, den Museumsbesuch mit einer Brauereiführung zu verbinden und auf diese Weise Theorie und Praxis zusammenzuführen. (lgr)

Das riecht und schmeckt

Malsfeld / Baunatal. Das Malsfelder Brauereimuseum wird zum Tag des Bieres am 23. April eröffnet. Das teilte der Brauereiförderverein mit. Das Museum befindet sich im Komplex des Unternehmens Hessisches Löwenbier, das Frank Bettenhäuser, dem Chef der Baunataler Hütt-

Brauerei, gehört. Zurzeit arbeitet die Gemeinde Malsfeld auf Hochtouren an der Einrichtung. In Kooperation mit dem Kulturwissenschaftler Eckart Büxel erhält diese den letzten Schliff.

In groben Zügen ist das Museum bereits erkennbar. Ein Holzsteg gleicht Unebenheiten in der 265 Quadratmeter großen ehemaligen Abfüllerei aus. Der Steg lotst die Besucher durch die Sammlung und führt sie beispielsweise zur bereits aufgehängten Sudhaube, unter der künftig Brauprozesse simuliert werden sollen. Tagelang hatten Fördervereinsmitglieder die Haube abgeschliffen und ihr den Glanz zurückgegeben.

Für die Sammlung legen sich zurzeit Rathaus- und Fördervereinsmitglieder mächtig ins Zeug. Bauamtsleiter Jürgen Engel beispielsweise mauert eine Feuerstelle. Markus Beinhauer vom Förderverein baut einen Laden auf, den die Gemeinde bei einer Geschäftsaufgabe in Morschen erstand.

„Das wird ein lebendiges Museum.“

Markus Beinhauer

Die Sammlung selbst bietet viel für die Sinne. An Geruchssäulen sollen die Besucher einen Hauch von Gerste, Malz und Hefe erhaschen. Es gibt Geschmacksproben von Wasser.

Monitore und Vitrinen

Darüber hinaus bietet die Sammlung jede Menge Informationen über Monitore und per Exponat in Glasvitrinen. „Das wird ein lebendiges Museum“, sagt Markus Beinhauer. Was er damit meint, wird schon jetzt klar: Überall wird der Besucher mit Ohren, Mund und Augen hineingezogen in die Kunst des Brauens.

Hinzu kommt jede Menge Schmuck. In die neuen Fenster der ehemaligen Abfüllerei sind beispielsweise Vitrinen eingearbeitet, in denen künftig Hunderte von verschiedenen historischen Biergläsern stehen sollen.

Insgesamt ist die Ausstellungsfläche dreigeteilt. Dabei erwarten den Besucher folgende Schwerpunkte: • Vertrieb und Werbung: Diese Abteilung dreht sich um die Vermarktung des Malsfelder Biers. Erläutert werden beispielsweise die Bierversorgung von Gasthäusern. Werbetafeln, Etiketten und eine Ladentheke dienen der Veranschaulichung. In einer Minigaststätte können Besucher sich ausruhen. • Technik der Bierherstellung: Unter einer Sudhaube erläutert eine Multi-Media-Präsentation Brauprozesse. • Wissen: In dieser Abteilung ist die Bierherstellung in der Theorie das Thema. Biochemische Prozesse werden ebenso erläutert wie die Zutaten Hopfen, Wasser, Malz und Hefe für ein zünftiges Bier. Ein weiteres Thema ist die Wirtschaftsgeschichte der Brauerei Malsfeld.

Von Lorenz Grugel

Quelle HNA

 


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