Die Taufe der Lämmer

Erstklässler der Malsfelder Astrid-Lindgren-Schule tauften kleine Schafe

DAGOBERTSHAUSEN. Döner und Kebab – so hätten die Lämmer der Familie Oesterling aus Dagobertshausen gehießen, wenn es nach den Männern in der Familie gegangen wäre. Letztendlich setzten sich die Frauen aber mit den Namen Max, Moritz, Paul und Felix durch. Jedes Jahr im Frühling haben Oesterlings auf ihrem Hof kleine Lämmer.
Und jedes Jahr kommen die Erstklässler der Astrid-Lindgren-Schule aus Malsfeld zur Taufe der Tiere. So war es auch am vergangenen Dienstag. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Astrid Iber und Daniela Reitz wanderten die Grundschüler von Malsfeld nach Dagobertshausen. Nach einem gemeinsamen Frühstück wurde getauft.

Taufgäste: Christa Oesterling hält das frisch getaufte Lämmchen Max. Neben ihr stehen Clara Metz, 7 Jahre (links) und Mattis Mosebach, ebenfalls 7 Jahre (rechts) von der Astrid-Lindgren-Schule in Malsfeld. Foto: nrx

Taufe auf den Namen Max

Christa Oesterling holt eines der vier Lämmer von der Weide. Sie stellt sich mit dem Böckchen neben den Tauftisch. Aus einer Tonschale nimmt sie etwas Wasser und streicht dem Lämmchen über den Kopf. „Ich taufe dich auf den Namen Max“, sagt Christa Oesterling. Dann sind die Schüler dran. Ihre Begeisterung teilt Lamm Max nicht. Es beginnt zu blöcken. „Er will zu seiner Mutter“, erklärt Christa Oesterling den Kindern. Es sei ungewöhnlich, dass keines der Kinder Angst vor den Tieren habe, sagt Christa Oesterling. Sie kann das beurteilen – es hat sich herum gesprochen, dass Oesterlings jedes Jahr Lämmer haben. Deshalb kommen im Frühling viele Gruppen mit Kindern zu Besuch.
Zum Abschied gibt es für jeden ein Eis, dann wandert die Gruppe nach Malsfeld zurück. Christa Oesterling trägt das Lämmchen wieder zu seiner Mutter auf die Weide. Dort wird es den Sommer verbringen bis die vier Lämmer im Oktober geschlachtet werden.

Quelle. HNA