Zwei Wehren fusionieren

Gewerbegebiet und Autohof Ostheim stellt Brandschützer vor neue Herausforderungen

MALSFELD. Das junge Gewerbegebiet samt Autobahnanschluss und Rasthof in Ostheim stellt die Gemeindefeuerwehr Malsfeld vor neue Herausforderungen. Es gibt Gefahrguteinsätze, Lkw-Brände und viele andere Einsatz-Szenarien, die eine Neuorganisation der Feuerwehr erfordern. Das verdeutlichte Bürgermeister Herbert Vaupel nun anlässlich eines Besuchs des Kasseler Regierungspräsidenten sowie von Vertretern des Kreises.


Zusammen mit Gemeindebrandinspektor Oliver Garde stellte der Rathauschef die Pläne für eine Neuausrichtung vor. Danach werden die Ortswehren Malsfeld und Beiseförth weiter zusammenwachsen. Schon seit zwei Jahren üben sie zusammen. Im nächsten Jahr sollen sie formal fusionieren.
Das soll unter anderem tagsüber eine hohe Verfügbarkeit des Personals bringen. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke übergab der Gemeinde 30 000 Euro Landesgeld für den Fusionsprozess und wünschte viel Erfolg. Während ein Zusammenwachsen der Wehren ohne das Engagement der Brandschützer nicht zu haben ist, geht beim zweiten Schritt der Neuorganisation nichts ohne Geld: 1,8 Millionen Euro soll das neue Feuerwehrhaus für beide Wehren kosten.

Werden langfristig für den Brandschutz nicht mehr gebraucht: die Feuerwehrhäuser in Beiseförth und Malsfeld. Fotos: Grugel

Neues Feuerwehrhaus

Als Standort wurde das Bauhofgelände am Malsfelder Strauchgraben gewählt. Von dort aus soll es binnen der Zehn-Minuten-Hilfsfrist möglich sein, das Gewerbegebiet Ostheim ebenso zu erreichen wie Beiseförth. Geld dafür erwartet die Gemeinde nach eigenen Angaben vom Land Hessen wie vom Zweckverband Mittleres Fuldatal, der das Ostheimer Gewerbegebiet der Städte und Gemeinden Melsungen, Morschen, Malsfeld, Spangenberg und Felsberg managt.

Fünf Garagen

Das neue Feuerwehrhaus wird nach den Plänen fünf Garagen für Fahrzeuge bieten, deren Funktionen auf die neuen Aufgaben zugeschnitten sind und für die es in den alten Gerätehäusern keine Stellplätze gibt. Außerdem gebe es in zwei Geschossen Räume unter anderem für sanitäre Anlagen, Umkleide, Technik, Schlauchmaterial und Schulungen.
Die alten Gerätehäuser in Malsfeld und Beiseförth werden dann langfristig für den Brandschutz nicht mehr gebraucht. Nutznießer der neuen Situation in den Immobilien könnten die Feuerwehrvereine in beiden Ortschaften sowie weitere Vereine und Verbände sein, erklärte Vaupel. (lgr)

Quelle: HNA